1. Philharmonisches Konzert 2019/20

In der Reihe Zukunftsmusik ostwärts
Gefördert durch das Programm Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland des Staatsministeriums für Kultur und Medien

 

Johannes Brahms (1833-1897):
     Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15                         
     Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68

Es war Robert Schumann, der mit seinem 1853 in der Neuen Zeitschrift für Musik veröffentlichten Artikel Neue Bahnen Johannes Brahms als berufenes, musikalisches Genie ankündigte und dem jungen, noch völlig unbekannten Komponisten somit zwar sicher manches Tor öffnete, seinen Erfolgsdruck jedoch enorm steigerte. 1855 wagte Brahms erstmals den Schritt zu einem großen Werk. Unzufrieden mit dem Resultat der Komposition einer Sonate für zwei Klaviere, versuchte Brahms deren ersten Satz zunächst zu einer Sinfonie umzuformen, doch ein Jahr später wurde stattdessen daraus der erste Satz seines 1. Klavierkonzertes. Mit diesem huldigte Brahms seinem in der Zwischenzeit verstorbenen Mentor Robert Schumann. Er brachte es 1859 selbst unter der Leitung Joseph Joachims in Hannover zur Uraufführung.
Erst 1862 fertigte Brahms erste Skizzen dafür an, was weitere 14 Jahre später endlich seine 1. Sinfonie werden sollte. Kritiker und Befürworter stritten sich nach der Uraufführung 1876: Jene bewerteten sie als konservativ, diese dagegen gar als Fortführung der Sinfonien Beethovens.

Bernd Glemser erlangte früh internationale Berühmtheit, indem er bei 17 internationalen Klavierwettbewerben hintereinander Preise gewann, u. a. beim Münchner ARD-Musikwettbewerb und beim Busoni-Wettbewerb in Bozen. Heute gilt er als einer der bedeutendsten Pianisten unserer Zeit und lehrt als Professor an der Musikhochschule Würzburg. Bei uns ist er ein regelmäßiger, gern gesehener Gast.

>>> Interview mit Bernd Glemser

 


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