2. Philharmonisches Konzert

 

Giovanni Paisiello (1740-1816): Ouvertüre zu Il Barbiere di Siviglia
Anton Reicha (1770-1836): Sinfonia concertante für Flöte, Violine und Orchester G-Dur
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Sinfonie Nr. 38 D-Dur KV 504 Prager
Mario Castelnuovo-Tedesco (1895-1968): Figaro-Variationen über Rossinis Il Barbiere di Siviglia für Violine und Orchester    

Der französische Komödiendichter Pierre Augustin Caron de Beaumarchais nahm das Leben nicht so ernst. In seinen beiden berühmten Komödien Der Barbier von Sevilla und Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit spottete er nicht zu wenig der adeligen Gesellschaft seiner Zeit und regte zahlreiche Künstler dazu an, es ihm gleich zu tun ‒ beispielsweise durch Bearbeitungen seiner Komödien zu komischen Opern. So komponierte lange vor Gioachino Rossini auch Giovanni Paisiello eine opera buffa Il Barbiere di Siviglia (Der Barbier von Sevilla), deren schwungvolle Ouvertüre dieses insgesamt äußerst beschwingte Konzert einleitet.

Ebenso schwung- und reizvoll besetzt mit Violinen- und Flötensolo ist die folgende Sinfonia concertante G-Dur von Anton Reicha, dessen 250. Geburtsjahres 2020 gedacht wird. Seine Prager Sinfonie schrieb Wolfgang Amadeus Mozart in unmittelbarer zeitlicher Nähe zu seiner opera buffa Die Hochzeit des Figaro und diese fröhlich-leichte Sinfonie entwickelte sich zu einer der beliebtesten Mozarts. Zum Abschluss des Konzertes grüßt noch einmal Beaumarchais' fröhlicher Figaro ‒ durch die Figaro-Variationen über Rossinis Il Barbiere di Siviglia für Violine und Orchester von Mario Castelnuovo-Tedesco. Mögen wir es alle nach diesem Konzert Beaumarchais gleich tun und angeregt durch die komödiantisch-spritzige Musik lachend nach Hause gehen.

Mit diesem Konzert tritt Ruben Gazarian sein neues Amt als Generalmusikdirektor des Theaters Altenburg Gera an. 1971 in Erewan, Armenien, geboren, studierte Gazarian am Konservatorium seiner Geburtsstadt und an der Musikhochschule Leipzig Violine und Dirigieren. Nach mehrjähriger Tätigkeit als 1. Konzertmeister des Westsächsischen Symphonieorchesters wurde er 1999 zu dessen Chefdirigenten gewählt. 2002-2018 war der Preisträger des 1. Solti Dirigentenwettbewerbs in Frankfurt am Main Chefdirigent des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn; 2015-2020 fungierte er als Künstlerischer Leiter des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt.