4. Philh. Konzert · Swing in the City

Termine

 

Sofia Gubaidulina (*1931):
Konzertmusik für Sinfonieorchester und Jazz-Band

Duke Ellington (1899-1974):
Three Black Kings

George Gershwin (1898-1937):
Ein Amerikaner in Paris

Eduard Künneke (1885-1953):
Tänzerische Suite Concerto Grosso in fünf Sätzen
für Jazz-Band und großes Orchester

Sinfonieorchester und Jazzband, diese selten anzutreffende Kombination verspricht Dynamik, Rhythmus und Leidenschaft. Dabei ist das Repertoire, welches diese Klangkörper vereint, erstaunlich vielseitig.

Sofia Gubaidulina schrieb die originelle Konzertmusik für Sinfonieorchester und Jazz-Band im Auftrag des Unterhaltungsorchesters von Radio Moskau; kurz nach der Uraufführung 1978 diente sie auch wiederholt als Ballettmusik.

Duke Ellington war einer der einflussreichsten Jazzmusiker, Komponisten und Bandleader. Three Black Kings war sein letztes Werk, entstanden kurz vor dessen Tod. Die Komposition dreht sich um drei einflussreiche Könige of Colour: Der Eröffnungssatz repräsentiert Balthasar als einen der biblischen drei Weisen. König Salomon, umgeben von tanzenden Mädchen, ist der nächste. Den Abschluss bildet ein Klagelied für den 1968 ermordeten amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King, dem das Stück gewidmet ist.

2023 gilt es George Gershwins 125. Geburtsjahr zu feiern! Sein Ein Amerikaner in Paris, uraufgeführt 1928 ebenfalls in New York, wurde durch einen Besuch in der Seine-Metropole inspiriert. Offensichtlich war er vom Geräuschpegel der Großstadt tief beeindruckt. In Ragtime, Blues und Charleston fand er die adäquaten Ausdrucksmittel.

Eduard Künnekes Tänzerische Suite entstand 1929 als Radiomusik anlässlich der ersten Funkausstellung in Berlin und wurde am Vorabend der Ausstellungseröffnung gesendet. „Ich sah die Möglichkeit neuere und ältere Klangfarben zusammenklingen zu lassen […]. Der Rhythmus unterscheidet in der Musik die neue von der alten Zeit – nicht die Melodie.“