4. Philharmonisches Konzert

In Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur

 

Antonín Dvorák (1841-1904):
Die Hussiten · Dramatische Ouvertüre C-Dur für Orchester op. 67

Bedrich Smetana (1824-1884):
Wallensteins Lager · Sinfonische Dichtung op. 14

Vítezslava Kaprálová (1915-1940):
Concertino für Violine, Klarinette und Orchester op. 21

Bohuslav Martinu (1890-1959):
Suite aus der Oper Julietta H 253B

Leoš Janácek (1854-1928):
Taras Bulba · Rhapsodie für Orchester

Ostwärts zu unseren tschechischen Nachbarn schauen wir in diesem Philharmonischen Konzert ganz genau. Nicht nur die berühmten Komponisten des 19. Jahrhunderts Antonín Dvořák und Bedřich Smetana werden gespielt, sondern ebenso der für die musikalische Moderne stehende Leoš Janáček sowie die in den nachfolgenden Komponistengenerationen die moderne Musik prägenden Bohuslav Martinů und dessen Schülerin Vítězslava Kaprálová. Vítězslava Kaprálová galt als Ausnahmetalent, studierte mit Erfolg in Brünn und Prag und erhielt ein Stipendium für Paris. Dort machte sie sich nicht nur als Komponistin, sondern auch als Dirigentin einen Namen. Mit ihrem dortigen Lehrer Bohuslav Martinů hatte sie nicht nur regen künstlerischen Austausch, sondern begann sogar eine Liebesbeziehung mit ihm. Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges und der Besetzung der Tschechoslowakei blieb sie in Paris. Das Kriegsende sollte sie nicht mehr erleben: 1940 starb sie an einer schweren Krankheit mit nur 25 Jahren. Auch Martinů floh vor den Nationalsozialisten, die seine mit erweiterter Tonalität und Jazzelementen durchsetzte Musik verboten, und wanderte in die USA aus.

Von Romantik bis rationaler Moderne bietet dieses Konzertprogramm also einen Überblick über 100 Jahre tschechischer Musikkultur.

 


Besetzung