Wegen des Herbstvolksfests steht der Parkplatz am Hofwiesenpark in Gera vom 17. Oktober bis zum 1. November 2026 nur eingeschränkt zur Verfügung und ist zeitweise gesperrt. Wir empfehlen, nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.
Servus, Wien!
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791): Ouvertüre zu Le nozze di Figaro KV 492
Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622
Franz Schubert (1797–1828): Ouvertüre c-Moll D 8 für Streicher
Joseph Haydn (1732–1809): Sinfonie Nr. 45 fis-Moll Hob. I:45 Abschieds-Sinfonie
Man sagt, Mozart habe die Ouvertüre zu Le nozze di Figaro erst in der Nacht vor der Premiere vollendet. Ob das im Detail stimmt oder nicht – ihre Präzision und Leichtigkeit wirken jedenfalls wie eine Ermutigung für alle, die Dinge gern bis zuletzt hinausschieben.
Eine andere Partitur Mozarts, das Konzert für Klarinette und Orchester, entstand für seinen Freund, den Klari- nettisten Anton Stadler, den er in seinen Briefen scherzhaft „Ribislgesicht“ nannte und dessen Spiel und Ausdrucksmöglichkeiten er genau kannte. Den Solopart übernimmt Sharon Kam (Klarinette), eine der international führenden Interpretinnen ihres Instruments, die besonders für ihre Mozart-Interpretationen geschätzt wird.
Den zweiten Konzertteil eröffnet Franz Schuberts Ouvertüre in c-Moll, die er mit erst fünfzehn Jahren geschrieben hat. Schon damals fiel seinen Mitschülern im Wiener Stadtkonvikt auf, mit welcher Selbstverständlichkeit ihm das Komponieren gelang: „Ganz ruhig und wenig beirrt durch […] das unvermeidliche Geplauder und Gepolter seiner Kameraden um ihn her, saß er am Schreibtischchen vor dem Notenblatte niedergebeugt (er war kurzsichtig), biß in die Feder, trommelte mitunter prüfend mit den Fingern und schrieb leicht und flüssig.“
Den Abschluss bildet Joseph Haydns Sinfonie Nr. 45 in fis-Moll, die sogenannte „Abschieds-Sinfonie“. Der Überlieferung nach mussten die Musiker der Esterházy-Kapelle im Sommer ihre Familien in Eisenstadt zurücklassen, während der Fürst seinen Aufenthalt in Eszterháza verlängerte. Haydn reagierte mit einer musikalischen Geste: Im Finale verstummen die Instrumente nacheinander, die Musiker löschen ihre Kerzen und verlassen den Saal. Der Fürst verstand die Botschaft – am nächsten Tag wurde die Abreise angeordnet.