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5. Philharmonisches Konzert

Termine

 

Philip Glass (*1937): Company für Streichorchester
Tan Dun (*1957): Konzert für Zheng und Streichorchester
Rodion Schtschedrin (*1932): Carmen-Suite

Im Mittelpunkt des Konzertes steht ein traditionsreiches chinesisches Instrument: Die Zheng ist eine Art Zither, deren Urform aus dem fünften vorchristlichen Jahrhundert stammt. Sie ist pentatonisch gestimmt und besitzt bewegliche Stege. Xu Fengxia wird als authentische Solistin für chinesische Musik international hoch geschätzt. So auch von Tan Dun, dem chinesischen Komponisten und Oscar-Preisträger (2001 für Tiger and Dragon), der sich vorbehält, zu bestimmen, wer seine Werke interpretiert. 

Bevor wir uns jedoch in chinesische Klangsphären begeben, rollt einleitend das Streicherwerk Company von Philip Glass einen roten Klangteppich aus. Der amerikanische Komponist, der im Januar 2022 seinen 85. Geburtstag feiert, ist einer der bedeutendsten Vertreter der Minimal music und genießt, genau wie Tan Dun, neben seiner großen Produktivität im Bereich der Opern, Sinfonien, Konzerte und Kammermusik, auch als Filmmusikkomponist internationale Anerkennung. Company entstand zunächst als Streichquartett; 1983 arbeitete Glass es für Streichorchester um.

Ein Welterfolgswerk bildet den Abschluss des Konzertes: Die Carmen-Suite von Rodion Schtschedrin ist eines der am meisten gespielten Werke der Welt – angeblich vergeht nicht ein Tag, an dem es nicht irgendwo auf der Welt gespielt oder ausgestrahlt wird. Schtschedrin arbeitete die berühmte Oper Carmen von Georges Bizet 1968 als Ballettmusik um. Obgleich die Uraufführung von der Empörung des sowjetischen Kultusministeriums überschattet war, weil Schtschedrins Carmen allzu sinnlich daherkam, hielt das den weltweiten Siegeszug der Ballettes sowie der Ballettsuite nicht auf.

 


Rezensionen

Warm pulsierender Streicherton

„Das Werk [des Chinesen Tan Dun für Zheng] bekam einen riesen Beifall – nicht zuletzt wegen der [...] Solistin Xu Fengxia und ihrem zu kraftvollen, dabei glasklar bleibenden Harfentönen fähigen Instrument. [...] Generalmusikdirektor Ruben Gazarian war [in Rodion Schtschedrins ,Carmen-Suite‘] hundertprozentig zu Hause und führte ,seine‘ Musikerinnen und Musiker zu sprachlos machenden Leistungen.“

Volker Müller, OTZ, Januar 2022