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Biografie: Ein Spiel

(Neue Fassung 1984)
Von Max Frisch
Ab 15 Jahren

Termine

 

„Was macht man mit einer Unbekannten, die nicht geht, die einfach sitzen bleibt um zwei Uhr nachts?
Es musste nicht sein.“ Spielleiter

Spielen wir es doch mal durch, unser Leben. Machen wir das Leben zum Spiel. Schauen wir doch mal, ob wir, wenn wir uns in entsprechenden Situationen neu entscheiden könnten, anders entscheiden würden.

Ausgerechnet der Verhaltensforscher Prof. Dr. Hannes Kürmann erhält die Möglichkeit, in einer theatralen Versuchsanordnung sowie mit Hilfe eines Spielleiters sein Leben rückwirkend zu ändern. Er darf frei wählen, an welche Stationen in seiner Biografie er zurückkehren möchte, um andere Wege einzuschlagen. Eine dieser biografischen Weichenstellungen ist seine erste Begegnung mit Antoinette, seiner späteren Frau ...

„Ich habe es als Komödie gemeint“, erklärt der Autor Max Frisch (1911-1991) in Bezug auf sein 1967 uraufgeführtes, 1984 überarbeitetes Stück. Biografie: Ein Spiel ist Thema und ästhetische Technik zugleich. Biografie als gelebtes, angesammeltes Leben wird hier dem Versuch ausgesetzt. Was wäre, wenn? Und vor allem: Was wäre, wenn nicht? Was als komödiantisch gedacht war, entwickelt sich schließlich zur Farce mit hintergründiger Bitterkeit. Doch es bleibt vor allem ein Spiel.

 


Besetzung


Rezensionen

Eine theatrale Versuchsanordnung

„[...] Regisseur Freytag [zeigt] mit seinem Ensemble ein kurzweiliges ,Spiel im Spiel‘, eine theatrale Versuchsanordnung, die das Publikum aber durchaus fordert. 70 Minuten lang wechseln rasant Zeit- und Erinnerungsebenen – oder hängen die Protagonisten in Wiederholungsschleifen. Eine Inszenierung mit kluggewählten theatralen Mitteln und schön gesetzten Metaphern, mit starkem Text und einer nachhaltigen Botschaft.“

Ulrike Kern, OTZ, März 2022

Theater Altenburg Gera: „Biografie: Ein Spiel“

„[Regisseur Holk] Freytag bastelt sich aus der zweiten Fassung von 1984 eine ziemlich gewagte, pausenlose Kurzversion und treibt sein Spielquartett, darunter Puppenchefin Sabine Schramm als leibhaftige Assistentin und Putzfrau, die dazu noch alle Randfiguren spielt, zu einer kompakten Kollektivleistung. Puppenbauer und Ausstatter Udo Schneeweiß schuf hierfür markante Puppen und ein blaugraues, begehbares Bühnenpodestlabyrinth für mehrere Spielebenen. Die Geschichte vom frisch berufenen Psychoprof Hannes Kürmann, von Tobias Weishaupt schön zerrissen gegeben, beginnt und endet mit einer wohl nicht ganz zufälligen Begegnung mit der jungen wie legeren Galeristin Antoinette, elegant von Maria-Elisabeth Wey gespielt.“

Andreas Herrmann, Fidena Portal, März 2022

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