Buchpräsentation 150 Jahre Theater Altenburg

 

Am 16. April 1871 wurde das Herzogliche Hoftheater Altenburg eröffnet – als erste Theaterneugründung im Deutschen Kaiserreich. Das Altenburger Theater verstand sich oftmals als Repräsentationsort politischer Macht; doch auf der Theaterbühne wurden auch eigene Positionen bezogen und wichtige gesellschaftliche Diskurse angestoßen. Symptomatisch für beide Tendenzen steht Wieland Wagners Ring-Inszenierung in der Spielzeit 1943/44: Politisch ganz in Diensten der NS-Propaganda stehend, beging der Enkel Richard Wagners ästhetisch neue Wege, welche die Nachkriegsmoderne einleiteten.
Pünktlich zum 150. Geburtstag in diesem Jahr ist beim Verlag Theater der Zeit ein Buch erschienen, das die wechselvolle Theatergeschichte in fünf unterschiedlichen Gesellschaftssystemen schlaglichtartig beleuchtet. Zu den namhaften Autoren gehört auch Prof. Dr. Anno Mungen, Direktor des Forschungsinstituts für Musiktheater der Universität Bayreuth. Im Rahmen der öffentlichen Buchpräsentation präsentiert er seine neuesten Forschungsergebnisse zu Wieland Wagners Ring-Inszenierung in Altenburg. Die Schauspielerin Mechthild Scrobanita, der 1. Kapellmeister Thomas Wicklein und Generalintendant Kay Kuntze haben ebenfalls Altenburger Theatergeschichte geschrieben und stehen den beiden Herausgebern des Buches – Harald Müller, Chefredakteur des Verlags Theater der Zeit und Felix Eckerle, Chefdramaturg des Theaters Altenburg Gera – im Rahmen der öffentlichen Buchpräsentation Rede und Antwort.

150 Jahre Theater Altenburg
Die Festschrift

Mit Beiträgen von Elisabeth Bauchhenß, Mona Becker, Felix Eckerle, Franziska Engemann, Klaus-Jürgen Kamprad, Ulrich Khuon, Peter Konwitschny, Frieder Krause, Roland Krischke, Lutz Mahnke, Christoph Meixner, Anno Mungen, Sophie Oldenstein, René Prautsch, Christian Repkewitz, Ronny Ristok, Michael Schindhelm, Ingo Schulze, Ulrich Sinn, Peter Sommer, Thomas Stolze und Annegret Werner

Herausgegeben von Felix Eckerle & Harald Müller

Theater Altenburg Gera
Verlag Theater der Zeit, Berlin
260 Seiten, Hardcover
Ladenpreis € 24,-