Coppélia – Das Mädchen mit den Glasaugen

Coppélia – Das Mädchen mit den Glasaugen
Ballett in zwei Akten von Silvana Schröder
Libretto nach Charles Nuitter und Arthur Saint-Léon · Musik von Léo Delibes
Uraufführung
Ab 14 Jahren
 

Weitere Vorstellungen finden vom SA 4.NOV 2023 bis zum  SA 6. JAN 2024 in Erfurt statt. Informationen dazu erhalten sie HIER


Dauer: 2 Std. 30 Min · 1 Pause

 

„Künstliche Intelligenz ist wahrscheinlich das Beste oder das Schlimmste, was der Menschheit passieren kann…“
Stephen Hawking

Coppélia zieht mit ihrem makellosen Äußeren die jungen Männer einer Kleinstadt in ihren Bann. Als Franz die Schöne eines Tages am Fenster des Hauses des bizarren Spielzeugmachers Coppélius erblickt, verliebt er sich auf den ersten Blick in sie. Seine Verlobte Swanilda ist von dieser Schwärmerei nicht sonderlich angetan und spioniert Franz nach. Dabei kommt sie Coppélias Geheimnis auf die Spur: Sie ist kein Wesen aus Fleisch und Blut. Um Franz eine Lektion zu erteilen, schlüpft Swanilda daraufhin selbst in die Rolle Coppélias. Derweil will der dämonische Mechaniker Coppélius den jungen Mann verzaubern, um mit dessen Seele ein Experiment auf Leben und Tod durchzuführen…

Inhaltlich angelehnt an E.T.A. Hoffmanns Erzählung Der Sandmann (1816) aus der Sammlung Fantasie- und Nachtstücke – ein Werk der deutschen Schauerromantik – greift das Handlungsballett Coppélia das damalige Interesse an Automatenmenschen auf. Der französische Komponist Léo Delibes (1836-1891) komponierte das Stück im Jahre 1870, in dem es auch an der Pariser Oper uraufgeführt wurde. In der neuesten Fassung des Thüringischen Staatsballetts wird es noch durch die Suite „Les Animaux modèles“ von Francis Poulenc ergänzt.

Das Faszinosum der Erschaffung künstlichen Lebens ist ein Dauerbrenner und gewinnt gerade im Zeitalter der Technik immer mehr an Bedeutsamkeit: Was geschieht, wenn sich ein Mensch zu einem Schöpfer über Andere erhebt? Welche Vor- und Nachteile bringt Künstliche Intelligenz mit sich? Wodurch kann Bionik heutzutage noch schockieren und provozieren? In ihrer choreografischen Neuinterpretation von Coppélia erforscht Silvana Schröder wissenschaftliche Fantasien und menschliche Abgründe und erzählt diesen berühmten Stoff auf ihre ganz eigene Weise.

 

 

 




Rezensionen

Coppélia im Hörsaal

„Silvana Schröder kreiert wunderschöne Duette zwischen Liebe, Zorn, Eifersucht, Hingebung und Aufbegehren. Und doch ist der gut zweistündige Abend vor allem ein Abend der Frauen. Jéssyca Rett begeistert mit Anmut und Präzension und beherrscht klassische wie moderne Bewegungsformen gleichermaßen. Und Yuri Hamano überzeugt einmal mehr als ausgezeichnete Tänzerin mit enormer Bühnenpräsenz. Für diese geballte Frauenpower gibt es Szenenapplaus.“

Sabine Wagner, Thüringische Landeszeitung, Mai 2023

Silvana Schröder: Coppélia – Das Mädchen mit den Glasaugen

„Dies alles wird vor allem von den vier Solisten tänzerisch auf höchstem Niveau und mit breitem Bewegungsrepertoire vorgeführt.“

Volker Tzschucke, Die Deutsche Bühne, Mai 2023

Silvana Schröder „Coppélia – Das Mädchen mit den Glasaugen“

„Grandios überzeugend verkörpert Jéssyca Rett den Automaten, überaus attraktiv ausschauend in ihrem silbern schimmernden Lackanzug aus der Designwerkstatt von Verena Hemmerlein [...].“

Hartmut Regitz, Tanz, Oktober 2023

Ballett-Premiere: Tanz um die Küsntliche Intelligenz

„Man nehme ein für sein ausgesprochen hohes Niveau bekanntes Ballettensemble, stelle ihm ein Orchester von ebensolcher Qualität zur Seite, suche ein bekanntes Stück, das trotz seines beachtlichen Alters gerade zunehmend an Aktualität gewinnt und transportiere es ins Jetzt – fertig ist ein außergewöhnlicher, hochkarätiger Ballettabend.“

Ellen Paul, Osterländer Volkszeitung, Oktober 2023

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