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Corpus

Ballett von Silvana Schröder
Musik von Frankie Chan, Les Tambours du Bronx, Max Richter u.a.
Uraufführung


Dauer: 1 Std. 25 Min. 0 Pause

 

„Der Mensch ist ein Naturwesen auf der untersten Stufe, dann ist er ein Gesellschaftswesen, und darüber hinaus ist er ein freies Wesen.“
Joseph Beuys

Parallel zum Kreislauf einer Pflanze verläuft auch das menschliche Leben. Beide scheinen durch den Zyklus der Jahreszeiten miteinander vereint. Denn nicht umsonst gibt es die Redewendung „In der Blüte des Lebens stehen“ oder den bildhaften Vergleich zwischen einem verwelkenden Gewächs und dem im Alter an Stabilität verlierenden Knochengerüst eines Menschen. Die größte Gemeinsamkeit besteht in ihrer Basis - dem lebenspendenden Element Wasser, welches den Planeten Erde zu zwei Dritteln bedeckt und auch den Großteil des menschlichen Körpers ausmacht.

Werden, Sein und Vergänglichkeit des Menschen im Spiegel seiner Umwelt stehen auch im Fokus von Silvana Schröders Uraufführung Corpus. Ihr zeitgenössisches Ballett erzählt in assoziativen Bildern die Geschichte eines Individuums von der Geburt bis zum Ende. Einerseits berührt die Neukreation durch die Verbindung der physischen Ebene mit den Elementen der Natur. Andererseits schlägt sie auch eine Brücke zur Beuys’schen Idee von der sog. Sozialen Plastik, also der Einbettung des Menschen in einen sozialen Corpus und daraus resultierenden Wechselwirkungen, die unser Leben auf unterschiedlichste Weise ausmachen, prägen und jedem Individuum eine aktive Rolle in der Gesellschaft zusprechen. 

Tiefgründige Fragen, wie „Wozu ist mein Körper eigentlich fähig?“ oder „Wie stehe ich zu mir selbst und zu meinem Umfeld?“, bilden den Leitfaden für diesen vielschichtigen Ballettabend, der dazu einlädt, in sich selbst hineinzuhorchen und sich auf eine emotionale, sinnliche Entdeckungsreise zu begeben.

 



Rezensionen

Vom Werden, Wachsen und Vergehen

„Zu den eindruckdvollsten Momenten gehören die Gruppenszenen, die den körperlichen Verfall ankündigen. Wie die Wellen ans Ufer schlagen, bewegen sich die die Arme und Beine vor und zurück. Und so, wie das Laub wirbelt, zu Boden fällt und dann noch einmal vom Wind in die Höhe gehoben wird, bäumen sich auch die Körper der am Boden Liegenden. Ein starkes Bild.“

Sabine Wagner, OTZ, November 2021

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