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Da Vinci

Ballett von Silvana Schröder mit Chor und Orchester
Musik von Jean Sibelius, Arvo Pärt und Charles Ives
Uraufführung

 

„Binde deinen Karren an einen Stern.“
Leonardo da Vinci

Leonardo Da Vinci (1452, Italien, - 1529, Frankreich) war ein Universalgelehrter, der künstlerische Gestaltungsfreiheit und wissenschaftliche Experimentierfreude auf vielschichtige Art und Weise miteinander vereinte: Physik, Botanik, Anatomie, Mathematik, Astronomie, Philosophie, die bildenden Künste, Literatur und Geschichte zählten zu seinen Forschungsgebieten. Seine Theorien, Studien und Erfindungen wirken teilweise bis in die Gegenwart nach, zum Beispiel durch seine Vorläufer des Flugzeugs, des Turbinenrades oder des Taucheranzugs. Doch auch im Ingenieurswesen war Da Vinci tätig, indem er diverse Kriegsmaschinen für den Einsatz zu Land und zu Wasser entwarf, die allerdings nie umgesetzt wurden.
Kulturell beeinflusst wurde dieser Denker vom Geist der Renaissance, der Wiedergeburt und Weiterentwicklung der römischen und griechischen Antike, die sich ab dem Beginn des 15. Jahrhunderts von Italien aus gen Norden ausbreitete. Damals hatten Schreiber den Status von Gelehrten inne, welcher durch die religiösen Umstände sowie die Hinwendung zu Aristoteles und Platon begünstigt wurde, und sich gar in alchemisch-magischen Versuchsreihen abzeichnen konnte.

Welche Werke Da Vincis üben bis heute noch eine große Faszination auf uns aus, und warum? Und wer inspirierte den Künstler zu seiner Mona Lisa − eine Bürgerin aus Florenz oder nicht vielleicht doch ein heimlicher Geliebter oder Schüler?
Im ersten Teil ihrer Neukreation widmet sich die Direktorin und Chefchoreografin des Thüringer Staatsballetts, Silvana Schröder, ausgewählten Auszügen aus Da Vincis breit gefächertem Œuvre, indem sie die Renaissance aus seiner Perspektive interpretiert. Dabei wird auch Leonardos Rolle als Lehrmeister auf tänzerische und szenische Weise umgesetzt.
Der zweite Teil führt uns auf eine abstraktere Ebene und porträtiert einen modernen Kunst-Wissenschaftler, der unermüdlich auf Da Vincis Spuren wandelt, ihm nachzueifern versucht und seinen schöpferischen Geist nahezu zu verinnerlichen scheint.

 

MATINEE
FR 1. MAI 2020 · 11:30
Gera · Großes Haus

 


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