Das Telefon oder Die Liebe zu dritt/ Die menschliche Stimme

Das Telefon oder Die Liebe zu dritt
Opera buffa in einem Akt
Libretto und Musik von Gian Carlo Menotti

Die menschliche Stimme
Mono-Oper
Libretto von Jean Cocteau
Musik von Francis Poulenc
Deutsch von Wolfgang Binal

 

„Nur ein Blick konnte alles verändern. Doch durch diesen Apparat ist nun alles aus.“
Die Frau

Ben möchte seiner Freundin Lucy in deren Apartment einen Heiratsantrag machen. Doch jedes Mal, wenn er zu sprechen anhebt, klingelt das Telefon und Lucy hebt ab. So bleibt ihm nichts Anderes übrig, als Lucys Wohnung zu verlassen, in die nächstgelegene Telefonzelle zu gehen und von dort aus sein Anliegen vorzubringen.

Eine Frau ist von ihrem Partner verlassen worden. Nun telefoniert sie mit ihm und versucht verzweifelt, die Beziehung doch noch zu retten. Sie bemüht sich, die manipulativen Möglichkeiten der medialen Kommunikation für ihre Zwecke zu nutzen: Zunächst spielt sie die Starke, dann verweist sie auf die angeblich glückliche gemeinsame Vergangenheit und schließlich droht sie mit Suizid.

1959 an der Pariser Opéra-comique uraufgeführt, demonstriert Die menschliche Stimme, dass mediale Kommunikation die reale nicht ersetzen kann. Francis Poulencs (1899-1963) bewegende Literaturoper basierend auf dem gleichnamigen Schauspiel von Jean Cocteau steht regelmäßig auf den Spielplänen der Opernhäuser. Auch Gian Carlo Menottis (1911-2007) Opera buffa, 1947 in New York uraufgeführt, ist ein Klassiker.