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„Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“

Podiumsdiskussion über Meinungsfreiheit
mit Comedian Florian Schroeder und Tagesthemen-Kommentator Georg Restle

 

Unter dem Titel »Das wird man ja wohl noch sagen dürfen – Meinungsfreiheit und Demokratie« organisiert PEN Berlin eine Gesprächsreihe in Sachsen, Thüringen und Brandenburg: 37 Veranstaltungen, von Annaberg bis Perleberg, von Ilmenau bis Zwickau, mit 118 mitwirkenden Schriftsteller:innen und Journalist:innen, Publizist:innen und Künstler:innen von Pinar Atalay bis Juli Zeh, von Dirk Oschmann bis Monika Maron.

Nach der Wahrnehmung vieler ist es auch in Deutschland nicht gut um die Meinungsfreiheit bestellt. Zwar waren Mittel und Möglichkeiten, Kritik zu formulieren und Gehör zu finden, nie größer als heute, dennoch wächst die Zahl derer, die sich eingeschränkt fühlen. Aber wer genau hinsieht, wird feststellen, dass sich hier nicht einfach zwei Bevölkerungsgruppen gegenüberstehen. Vielmehr ist es so, dass wer sich heute über »enge Meinungskorridore«, »Denk- und Sprechverbote« und »Cancel Culture« beklagt, morgen selber Grenzen des Zulässigen vorzugeben versucht; je nachdem, worum es gerade geht. Das erschwert den gesellschaftlichen Dialog doch sehr – und an dieser Stelle setzt PEN Berlin an.

Die zwei Podiumsteilnehmer:innen wollen nicht nur miteinander reden, sondern auch mit dem Publikum. Meinungsfreiheit ist nicht Widerspruchsfreiheit; aber bereits das Gefühl eingeschränkter Meinungsfreiheit erschwert den gesellschaftlichen Dialog. Denn wer glaubt, selbst nicht frei sprechen zu können, ist auch viel weniger bereit, seinem Gegenüber zuzuhören.

Zur Veranstaltung in Gera:
Eine Woche vor den Landtagswahlen in Thüringen laden die Schriftstellervereinigung PEN Berlin und das Theater Altenburg Gera zu einer brandaktuellen Diskussion über das Thema Meinungsfreiheit ein: Ist sie in Deutschland wirklich so eingeschränkt, wie inzwischen eine Mehrheit der Bevölkerung denkt? Wenn ja: Woran liegt das? Wenn nein: Woher kommt diese Wahrnehmung? Und was muss geschehen, damit sich diese Wahrnehmung bzw. diese Situation ändert? Als Gäste werden Comedian Florian Schröder und Tagesthemen-Kommentator Georg Restle erwartet. Nach einem Start auf dem Podium wird die Diskussion auch für das Publikum geöffnet.

Georg Restle, geboren 1965 in Esslingen (BaWü), Jurist, Journalist und Fernsehmoderator. Von 2010 bis 2012 war er ARD-Korrespondent in Moskau und berichtet seit dem russischen Überfall auf die Ukraine regelmäßig aus Lwiw und Kiew. Er leitet und moderiert das ARD-Politmagazin »Monitor« und ist Grimme-Preisträger.

Florian Schroeder, geboren 1979 in Lörrach (BaWü), Kabarettist, Autor (»Schluss mit der Meinungsfreiheit! Für mehr Hirn und weniger Hysterie«), Kolumnist und Moderator und Träger des Deutschen Kleinkunstpreises.

[Moderation] Doris Akrap, geboren 1974 in Flörsheim (Hessen), Journalistin und Moderatorin. Ressortchefin bei der taz. 2014/2017 als eine der Journalisten des Jahres ausgezeichnet, sowie Board-Mitglied des PEN Berlin.

 


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