Der Gott des Gemetzels

(le dieu du carnage)

Komödie von Yasmina Reza
Deutsch von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel

 

„Ich sage immer: was uns beherrscht,
das können wir nicht beherrschen.”
Michel

Der elfjährige Ferdinand Reille hat Bruno Houillé mit einem Stock ins Gesicht geschlagen – ihm fehlen nun zwei Schneidezähne. Dass Gewalt keine Lösung ist, finden zumindest die Eltern der beiden Jungen. Auf welche Art und Weise man dies als zivilisierte Menschen macht, demonstrieren die Erwachsenen, indem sie sich treffen, um den Vorfall ausführlich zu diskutieren. Sachlich, vernünftig und klug. Das zumindest ist der Plan.
Sehr schnell wird jedoch deutlich, dass hier ganz unterschiedliche Auffassungen von einem erwachsenen Umgang miteinander – ebenso, wie verschiedene Ansichten über Erziehungsmethoden – aufeinandertreffen. Die Diskussion schlägt immer höhere Wellen, und es beginnt eine Gratwanderung von ganz alltäglicher Diplomatie…

In der Komödie Der Gott des Gemetzels bricht die erfolgreiche Dramatikerin Yasmina Reza auf höchst amüsante Weise die großen Konflikte der Welt herunter und schenkt dem Publikum neben einem unterhaltsamen Abend eine neue Perspektive auf sich selbst und die eigenen Herausforderungen im zwischenmenschlichen Umgang.

 


Besetzung


Rezensionen

Wenn nach Kaffee und Kuchen sämtliche Masken fallen

„Die Wortwitz-Dichte ist enorm, die Situationskomik, der sich alle vier [Schauspieler:innen] mit einer unglaublichen Hingabe widmen, beeindruckend. Wenn Michel mit dem Tortenheber das Erbrochene vom Boden schabt, Annette das Handy ihres Mannes in der Blumenvase versenkt, Véronique mit Brachialgewalt auf ihren Mann eintrommelt – allesamt hohe und mit großer Wahrscheinlichkeit kraftraubende Schauspielkunst.“

Ellen Paul, Osterländer Volkszeitung, APR 2026

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