Bitte beachten Sie beim Online-Ticketkauf mögliche Einschränkungen durch die bestehenden Corona-Maßnahmen >>>Info

Der Krüppel von Inishmaan (The Cripple of Inishmaan)

Stück in neun Szenen von Martin McDonagh
Deutsch von Martin Molitor und Christian Seltmann
Ab 12 Jahren

 

„Es ist eine Schande, weil Billy eigentlich ein hübsches Gesicht hat, wenn man mal vom Rest absieht.“ Kate

Im äußersten Westen Europas liegen die irischen Aran-Inseln; eine davon ist Inishmaan, ein entvölkerter Flecken Erde. Die wenigen Bewohnerinnen und Bewohner sind in diesem grün-grauen Biotop verwurzelt, sind mehr oder weniger freiwillig Gefangene auf ihrem Felsen im Meer. Sie fristen ein karges Dasein mit wenigen Freuden: dem Verbreiten unerheblicher Neuigkeiten, dem übermäßigen Genuss von Süßigkeiten und (vor allem) Alkohol. Oder eben auch mit dem stundenlangen Starren auf weidende Kühe. Letzteres betreibt Billy bis zum Exzess. Er, von allen nur Krüppel-Billy genannt, lebt bei seinen beiden ältlichen Tanten. Das winzige Eiland ist ihm schon lange zu eng. Seine Eltern kamen um, als er noch klein war. Sie sind im Meer ertrunken.
Typisch für ein irisches Theaterstück ist das absolut schrullige Personal: Von den altjüngferlichen Tanten bis zur Eier auf alles werfenden Helen, der recht spröde und ordinäre „Hingucker“ auf der trostlosen Insel, vom Fake (und andere) News verbreitenden Johnnypateenmike bis zu Helens naschsüchtigem Bruder oder dem trinkfesten Alten. 
In diese Inselgesellschaft platzt die Nachricht, dass auf der Nachbarinsel ein Film gedreht werden soll. Die Jugend ist sofort Feuer und Flamme und überredet den Witwer Babbybobby dazu, sie mit dem Boot überzusetzen. Erstaunlicherweise wird Billy als einziger für Probeaufnahmen mit nach Hollywood genommen.