Der Vetter aus Dingsda

Operette in drei Akten
Libretto von Herman Haller und Rideamus
nach einem Lustspiel von Max Kempner-Hochstädt
Musik von Eduard Künneke

 

„Strahlender Mond, der am Himmelszelt thront,
Nachts zu dir steigen auf meine Lieder.“ Julia

Julia, die junge Erbin eines Vermögens, kann die Vormundschaft ihres Onkels und ihrer Tante nicht mehr ertragen. Sie lässt sich vom Gericht für mündig erklären, um ihren vom Onkel nach Batavia verbannten Vetter Roderich heiraten zu können. Der geldgierige Onkel hat jedoch ganz andere Pläne für seine Nichte: Er will, dass Julia seinen Neffen August heiratet. Am Abend, als sie die Bestätigung ihrer Mündigkeit erhält, taucht ein Fremder auf, der behauptet, er sei Roderich …

Der Vetter aus Dingsda wurde 1921 am Berliner Theater am Nollendorfplatz uraufgeführt und gilt seitdem als Eduard Künnekes (1885-1953) erfolgreichster musikalischer Schwank. Dies verdankt er seiner mit drastischer Situationskomik aufwartenden, frivolen Handlung, den flotten, lateinamerikanischen Tänzen sowie eingängigen Musiknummern wie „Ich bin nur ein armer Wandergesell“, „Ganz unverhofft, kommt oft das Glück“ oder „Sieben Jahre lebt ich in Batavia“.