Der Wildschütz oder Die Stimme der Natur

Komische Oper in drei Akten
Nach einem Lustspiel von August Friedrich Ferdinand von Kotzebue
Musik von Albert Lortzing

 

„Fünftausend Taler! Träum‘ ich oder wach‘ ich? Zitt‘re und zag‘ ich?
Wein‘ oder lach‘ ich? Götter, was mach ich?“
Baculus

Schulmeister Baculus und seine Braut Gretchen haben zum Verlobungsfest geladen. Da trübt die Nachricht die Stimmung, dass der Lehrer wegen Wilderns in den Wäldern des Grafen von Eberbach mit sofortiger Wirkung entlassen wird. Baculus war in der Tat dem Rat Gretchens gefolgt und unerlaubt jagen gegangen, um das Festmahl zu bereichern. Und dabei ist er auf frischer Tat ertappt worden. Gretchen will nun selbst beim Grafen um Gnade bitten, aber der eifersüchtige Bräutigam möchte sie nicht ziehen lassen, gilt der Herr des Dorfes doch als Verführer. Als Retter in der Not erscheinen zwei Studenten, von denen sich der eine bereit erklärt, in Mädchenkleidern aufs Schloss zu gehen und dort die Rolle der Braut zu spielen. Baculus und Gretchen sind froh und belustigt zugleich über diese Lösung.
Die mit Tempo, Witz und großem Melodienreichtum aufwartende Spieloper Albert Lortzings (1801-1851) wurde 1842 in Leipzig uraufgeführt. Wenige Jahre später aus politischen Gründen als Kapellmeister des Theaters an der Wien entlassen, heuerte Lortzing 1848 kurzzeitig als Schauspieler in Gera an, bevor er in seine Geburtsstadt Berlin zurückkehrte. Neben Zar und Zimmermann und Der Waffenschmied zählt Der Wildschütz zu Lortzings bekanntesten Werken.

 


Mit freundlicher Unterstützung