Der Wildschütz oder Die Stimme der Natur

Komische Oper in drei Akten
nach einem Lustspiel von Kotzebue
Musik von Albert Lortzing

 

„Fünftausend Taler! Träum‘ ich oder wach‘ ich? Zitt‘re und zag‘ ich?
Wein‘ oder lach‘ ich? Götter, was mach ich?“
Baculus

Schulmeister Baculus und seine Braut Gretchen haben zum Verlobungsfest geladen. Da trübt plötzlich die Nachricht die Stimmung, dass der Lehrer wegen Wilderns in den Wäldern des Grafen von Eberbach mit sofortiger Wirkung entlassen wird. Baculus war in der Tat dem Rat Gretchens gefolgt und unerlaubt jagen gegangen, um das Festmahl zu bereichern. Und dabei ist er auf frischer Tat ertappt worden. Gretchen will nun selbst beim Grafen um Gnade bitten, aber der eifersüchtige Bräutigam mochte sie nicht ziehen lassen, gilt der Herr des Dorfes doch als Schürzenjäger. Als Retter in der Not erscheinen zwei Studenten, von denen sich der eine bereit erklärt, in Mädchenkleidern aufs Schloss zu gehen und dort die Rolle der Braut zu spielen. Baculus und Gretchen sind froh und belustigt zugleich über diese Lösung.

Die mit Tempo, Witz und großem Melodienreichtum aufwartende Spieloper Albert Lortzings (1801-1851) wurde 1842 in Leipzig uraufgeführt und ist erstmals seit 1985 wieder in Altenburg zu erleben. „Einige meiner Opern bereiten vielen ehrlichen Seelen angenehme Stunden, damit bin ich zufrieden.“, so der Komponist.