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Die ganze Welt ist himmelblau!

Eine Reise ins Reich der Operette
Operettenkomödie von Thomas Wicklein

Termine

 

„Die ganze Welt ist himmelblau,
wenn ich in Deine Augen schau!“
Robert Stolz: Im weißen Rößl

Eine vergnügliche Tour durch die Operettenmetropolen Europas – Paris, Wien, Budapest, Berlin – so hübsch hatte sich das unsere kleine Reisegesellschaft vorgestellt! Doch kaum haben sich die vier beschwingten Operettenfans in Bewegung gesetzt, werden sie in voller Fahrt und Vorfreude gebremst: Keine Weiterreise möglich, alle Reiseziele Risikogebiete! Die Warnungen der Operetten-Unwetterzentrale sind eindeutig und eindringlich. Der Zufall will es, dass die vier die nächste Nacht als Gäste in einem charmanten Hotel der Sonderklasse verbringen dürfen, einem ehr- und fragwürdigen Operettenetablissement, in dem der findige Portier vergeblich für Anstand zu sorgen versucht.

In Thomas Wickleins neuer Operettenkomödie kommen echte Operettenfans voll auf ihre (Hotel-)Kosten. Die an ihrer Reise Gehinderten träumen sich an ihre Sehnsuchtsorte, wobei sich auch das Hotelzimmer als geeignete Bühne für glühende Leidenschaft und köstliches Amüsement herausstellt. Zu geschätzten Klassikern von Johann Strauss, Carl Zeller, Paul Lincke, Emmerich Kálmán, Franz Lehár und vielen weiteren werden die vier gestrandeten Enthusiasten zu den Helden ihrer ganz eigenen Operette.

 


Rezensionen

Eine Nacht im Operettenhotel

„Thomas Wicklein am Dirigentenpult ergibt sich von der ersten Minute dem Schmelz und Schwung der von ihm ausgewählten, zusammengestellten, bearbeiteten Stücke. (...) Juliane Bookhagen macht den Anfang, führt ihren gut sitzenden Mezzo warm und lockend durch die Hosenrolle-Arie des Prinz Orlofsky aus der Fledermaus: ‚Ich lade gern mir Gäste ein’ gerät genießerisch und intensiv. Gustavo Mordente Eda, Mitglied des Thüringer Opernstudios, glänzt mit seiner metallischen, unaufgeregten Höhe in Raymonds ‚Schau einer schönen Frau nie zu tief in die Augen’. (...) Miriam Zubieta singt sich im Hotelzimmer bei ‚Du sollst der Kaiser meiner Seele sein’ in den musikalischen Mittelpunkt des Abends. (...) Zubietas Sopran wechselt mühelos von der warmen Mittellage in ihre hell strahlende, flötenhafte Höhe. Die Nummer ist eine musikalische Oase im turbulenten Ritt durch die Operettenlandschaft, ein Durchatmen, Zurücklehnen. (...) Komödiantisch schießt der Bass Ulrich Burdack als Hotelportier immer wieder den Vogel ab, suhlt sich in der scheinbar endlosen Tiefe des gemütlichen Volksliedes ‚Der fröhliche Zecher’, passend umgedichtet von Thomas Wicklein. (...) Wicklein legt die leichte Rahmenhandlung unaufgeregt an, schafft es in den Texten, die Pandemie-Anspielungen nicht alltagsschwer und zu viel werden zu lassen. (...) Elena Köhlers Bühnenbild gibt dem Hotel Bellerevue genau den träumerisch-altmodischen Anstrich, den es braucht.“

Katharina Stork

Mediathek

Fotos: Ronny Ristok