Die Prinzessin und die kleine Laterne (ab 4)

Puppentheater nach dem palästinensischen Märchen von Ghassan Kanafani

[30 Min.]

 

Die kleine Prinzessin steht vor einer großen Aufgabe. Ihr Vater, der gute, alte König ist gestorben. Bevor sie ihm aber nun auf den Thron folgen kann, hat er ihr eine schier unlösbare Aufgabe gestellt. Sie soll die Sonne in den Königspalast holen. Aber nicht nur das: Dem Mädchen wurde auch noch eine Frist gesetzt und eine schwere Strafe droht, wenn das Unterfangen misslingt. Wie soll sie das nur alleine schaffen?
Die kleine Prinzessin versucht, bis zur Sonne hinaufzuklettern, doch auch der höchste Punkt im ganzen Land ist nicht weit genug oben. Sie befragt jeden, den sie trifft. Niemand weiß Rat. Das Mädchen ist hoffnungslos, die Aufgabe zu schwer. Doch mit viel Mut und der Hilfe des weisen Rates findet die kleine Prinzessin schließlich die Lösung, denn: „Erst wenn ich Tür und Tor und natürlich das eigene Herz öffne für das Licht, das mir alle Menschen bringen, kann ich Königin sein.“

Ghassan Kanafani zählt zu den bedeutendsten arabischen Schriftstellern des zwanzigsten Jahrhunderts. Seine zahllosen Kurzgeschichten und Romane gelten einerseits als innovativ innerhalb der modernen, arabischen Literatur und nutzen andererseits klassische Motive und literarische Formen der Region, deren Tradition zum Teil bis in die vorislamische Zeit zurückreichen. Sein Märchen Die Prinzessin und die kleine Laterne dreht sich um das friedliche Miteinander sowie die Notwendigkeit, Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen. Seit 1997 steht die Adaption der Geschichte auf dem Spielplan des Puppentheaters und zeigt Kindern wie Erwachsenen, wie man Verzagtheit und Mutlosigkeit überwinden kann, um ans Ziel zu gelangen.


Themen: friedliches Miteinander, Verantwortung übernehmen

 


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Fotos: Stephan Walzl