Die Wahlverwandtschaften

Schauspiel nach dem Roman von Johann Wolfgang von Goethe
Für die Bühne bearbeitet von Holk Freytag
In Kooperation mit dem Theater Grebe Keller, Bad Hersfeld

 

Das Adelspaar Eduard und Charlotte leben wohlhabend und zurückgezogen auf einem Landgut. Ihr glückliches Miteinander wird gestört, als das Paar zwei Gäste in ihrem Haus aufnimmt: Eduard bekommt Besuch eines in Not geratenen Freundes und Hauptmanns, Charlotte gewährt ihrer Nichte Ottilie Obdach. Die neuen Hausbewohner stellen die Ehe von Eduard und Charlotte auf die Probe, denn sowohl Eduard fühlt sich zu Ottilie, als auch Charlotte zu dem Hauptmann hingezogen. 

Goethe schickt seine vier Protagonisten in eine Zentrifuge der Gefühle, aus der es nur ein Entrinnen gibt: den Tod. Der Roman untersucht, inwieweit die Hauptpersonen aufgrund naturgesetzlicher Notwendigkeiten oder aus freien Willensentscheidungen heraus handeln. Damit ist Die Wahlverwandtschaften eines der weitsichtigsten Werke Goethes. Es nimmt Erkenntnisse der Psychoanalyse ebenso voraus wie es eine heutige Sicht auf die Entwicklung der Geschlechter zueinander vorwegnimmt.