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Die Werkstatt der Schmetterlinge (ab 5)

Nach dem Kinderbuch von Gioconda Belli und Wolf Erlbruch
In einer Fassung von Tobias Weishaupt
Ab 5 Jahren

[40 Min.]

 

„Schmetterlinge sind wie
das Niesen des Regenbogens.“
Aus Die Werkstatt der Schmetterlinge

Vor langer Zeit, als es viele Tiere und Pflanzen und Orte noch nicht gab, waren die Gestalter der Dinge den ganzen Tag damit beschäftigt, alles zu erschaffen. Zu ihnen zählt auch der Erfinder Rodolfo, der am liebsten in die Fußstapfen seines Großvaters treten möchte, der einst den Regenbogen erfand. Doch die Welt der Pflanzen, der Tiere, der Mineralien und der Gestirne ist streng voneinander getrennt, um das Gleichgewicht der Erde nicht ins Wanken zu bringen. Wegen seiner übersprudelnden Ideen wird Rodolfo in die Insektenwerkstatt verbannt. Dort werden nur kleine krabbelnde Tierchen erfunden, weshalb diese Abteilung ziemlich unbeliebt ist. Dennoch gibt Rodolfo nicht auf. Er will ein Tier erfinden, dass leicht wie ein Vogel, lebendig wie ein Insekt und schön wie eine Blume ist.

Der Fantasie keine Grenzen zu setzen und die kleinen Dinge der Welt zu beachten, lehrt das fabelhafte Kinderbuch von Gioconda Belli (*1948). Wegen ihres politischen Engagements in der Befreiungsbewegung gegen den nicaraguanischen Diktator Somoza musste sie 1975 bis zu dessen Sturz 1979 ihr Heimatland verlassen. Ihr Kinderbuch preist mit seiner ganz eigenen Schöpfungsgeschichte die Vielfalt der Natur und appelliert an den Schutz unseres bunten, lebendigen Planeten.

„Tobias Weishaupt erzählt die originelle Schöpfungsgeschichte mit diversen Hilfsmitteln. […] Für die Schaffung der Insekten nutzt er einen Overhead-Projektor. Und die Naturgewalten wie Wind und Blitze werden mittels Gießkanne und gelbem Gartenschlauch dargestellt. Weishaupts Inszenierung lebt von diesem Ideenreichtum und dem kreativen Einsatz alltäglicher Dinge“ Ulrike Merkel, Ostthüringer Zeitung, 7. November 2016

 


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© Fotos: Kerstin Ohlendorf (Die Fotos können für redaktionelle Zwecke und Berichterstattung zum betreffenden Stück honorarfrei genutzt werden. Der/die Fotograf/in muss stets genannt werden.)