Ein Maskenball (Un ballo in maschera)

Oper in drei Akten
Libretto von Antonio Somma
nach Eugene Scribes Gustave III. ou Le bal masqué
Musik von Giuseppe Verdi
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

„Dich verlassen! Nie und nimmer, da mich Sehnsucht und
inn‘ge Liebe unaufhaltsam zu dir ziehen.“
Riccardo

Bei der morgendlichen Audienz erhalt Graf Riccardo von Oscar die Gästeliste des Maskenballs. Auf dieser findet sich auch Amelia. Mit der Gattin Renatos unterhält Riccardo eine heimliche Liebesbeziehung. Renato, eigentlich Riccardos Freund, der nichts von der Liaison ahnt, warnt diesen vor einer politisch motivierten Verschwörung. Als man dem Grafen ein Verbannungsurteil gegen die Wahrsagerin Ulrica zur Unterschrift vorlegt, beschließt Riccardo, sie zunächst heimlich aufzusuchen. Er möchte sie nach seinem Schicksal befragen.

Im Mittelpunkt von Giuseppe Verdis (1813-1901) Oper steht eine Liebesbeziehung, die den Keim des Verhängnisses bereits in sich trägt. Der Liebe zwischen Riccardo und Amelia steht nicht nur die gültige Moral, sondern auch die Freundschaft zwischen Riccardo und Renato entgegen. Auch die durch Ulrika verkörperten okkulten Mächte bringen keine Erlösung.

1859 in Rom uraufgeführt, fasziniert Ein Maskenball durch seine scharfen Kontraste in Handlung und Musik. Der tragische Verlauf der Liebesbeziehung wie auch der Männerfreundschaft wird kontrapunktiert durch die strahlende Hofatmosphäre, die vor allem der Page Oscar repräsentiert.

 


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