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Freistatt schöner Geister

Festveranstaltung 150 Jahre Theater Altenburg

Termine

 

Feste zu feiern, wie sie fallen, fällt manchmal gar nicht so leicht. Als man am Herzoglichen Hoftheater zu Altenburg im Herbst des Jahres 1870 Eröffnung feiern wollte, kam der Deutsch-Französische Krieg dazwischen. Nicht nur die Verschiebung der Eröffnung, auch die Ausbreitung der Pockenepidemie in Deutschland hatte der Krieg damals mit sich gebracht. Am 16. April 1871 war es dann aber doch soweit: Das Altenburger Theater konnte mit der Premiere von Carl Maria von Webers Der Freischütz feierlich eröffnet werden. Pünktlich zum 150-jährigen Jubiläum des Theaters sind die ungünstigen Umstände zwar zurück, unser Fest aber bringen sie diesmal nicht zu Fall.

Aus dem Theaterzelt in Altenburg begrüßt Sie Schauspieldirektor Manuel Kressin zu einer Jubiläumsfeier voller musikalischer Geburtstagsgrüße. Künstlerinnen und Künstler aus allen Sparten des Theaters führen Sie durch die ereignisreiche Geschichte des Hauses und durch manche abenteuerlichen Geschichten drumherum.
Der Theaterneubau in der Residenzstadt, den Herzog Ernst I. von Sachsen-Altenburg in Auftrag gegebenen hatte, „möge eine Freistatt schöner Geister und ihrer ewigen Gebilde sein“. Mit diesen Worten wurde das Theater zu seiner Eröffnung in einem Festprolog geweiht, den anlässlich des Jubiläums Peter Prautsch, Ehrenmitglied des Theaters Altenburg Gera, vorträgt.
In einem Streifzug durch den Spielplan des Herzoglichen Hoftheaters bringt das Philharmonische Orchester Altenburg Gera unter der Leitung seines 1. Kapellmeisters Thomas Wicklein Ausschnitte aus jenen Opern zu Gehör, die in der ersten, verkürzten Saison in Altenburg Premiere feierten. In nur vier Wochen, von Mitte April bis Mitte Mai, hatte man 1871 erstaunliche elf Opernpremieren bewältigt. Auf Webers Freischütz folgten dabei mit Bellinis Norma und Verdis Troubadour Werke, die zu ungebrochener Berühmtheit avancierten. Aber auch zwischenzeitlich in Vergessenheit geratene Opern, etwa Friedrich von Flotows Alessandro Stradella oder Adolphe Adams Der Postillion von Lonjumeau, offenbaren bezaubernde Bravourstücke für unser Musiktheaterensemble.
Als ab September 1871 auch für das Schauspiel der Aufführungsbetrieb in Altenburg begann, hatte man gleich 74 Stücke in einer Spielzeit zur Premiere zu bringen. Wie das funktioniert haben könnte, erprobt das Schauspielensemble dementsprechend kurzweilig unter der Leitung des damaligen Theaterdirektors Podolsky in einem Sketch von Manuel Kressin.

Obwohl das Theater Altenburg zurzeit aufgrund umfassender Sanierungsarbeiten einerseits und pandemischer Schutzmaßnahmen andererseits geschlossen ist, freuen wir uns darauf, über die Übertragung des Jubiläums durch Altenburg TV ein möglichst großes Publikum zu erreichen. Sie können die Veranstaltung auch als kostenlosen Stream und Video-on-Demand auf unserer Website sowie auf YouTube miterleben. Außerdem senden MDR Kultur und MDR Klassik im Radio und im Stream an diesem Abend zwei ausgedehnte Sondersendungen mit Teilen des Festprogramms, Interviews und historischen Hintergründen. Halten Sie mit uns Rückschau auf die Anfänge und Ausschau auf ein freudiges Wiedersehen im Theater Altenburg!

FR 16. APR 2021
18:00 Uhr Übertragung im Fernsehen Altenburg TV
18:00 Uhr Livestream auf www.theater-altenburg-gera.de, YouTube und Facebook (hier anschauen)
18:05 Uhr und 20:05 Uhr Sondersendungen auf MDR Klassik und MDR Kultur (hier nachhören)
19:00 Uhr MDR Thüringenjournal (hier anschauen)

>>> Programm der Festveranstaltung

 


Mediathek

Fotos: Ronny Ristok