Gespenster

Figurentheater von Frank Soehnle
Uraufführung

 

„Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los.“
Johann Wolfgang von Goethe

Die Vorstellung einer Geisterwelt geht zurück auf archaische Zeiten. Naturreligionen und Mythologien verschiedenster Kulturkreise künden von übernatürlichen Erscheinungen, unerklärlichen Phänomenen und von Besuchern aus dem Totenreich. Obwohl von der modernen Medizin und Psychologie inzwischen als Einbildung oder Halluzination abgetan, spuken Gespenster im Volksglauben auch heute noch auf der ganzen Welt. Märchen und Volkssagen haben sich ihnen ebenso gewidmet wie die klassische und die romantische Literatur und ganz besonders natürlich das Horrorgenre. Spiritistische Medien versuchten in geheimnisvollen Séancen Kontakt zu ihnen aufzunehmen und Parawissenschaftler, ihre Existenz zu beweisen.
Je nach Erzählung und Tradition wandelt sich der Grund ihres Auftretens. Als Geister der Verstorbenen wollen sie Angehörige vor bevorstehendem Unglück warnen, eine unerledigte Aufgabe vor dem Übergang auf die andere Seite bewältigen, an ihnen begangenes Unrecht sühnen, Angst und Schrecken verbreiten oder schlichtweg Schabernack mit den Lebenden treiben.

Die Inszenierung Gespenster begibt sich auf eine spielerische Spurensuche in das Reich der Geister- und Spukgeschichten. Frank Soehnle erschafft gemeinsam mit dem kongenialen Figurenbauer Udo Schneeweiß und den Spielerinnen und Spielern phantastische Welten. Besonderes Interesse zeigt er an sparten- und grenzüberschreitender Theaterarbeit. Der Gründer und Leiter des figuren theaters thübingen ist als Regisseur und Dozent weltweit gefragt. In Gera und Altenburg wurde er bereits für seine Inszenierungen Sommernacht im Wintergarten und Jedermann gefeiert.