glückliche menschen

Stück von Elise Wilk
Stückauftrag · Uraufführung
Deutsch von Frank Weigand und
Ciprian Marinescu

In der Reihe Arm und Reich


Dauer: 1 Std. 50 Min. · · keine Pause

 

„wir haben uns verpflichtet
wir können ihnen nicht den rücken kehren”
lara

In einem Wald nahe einer abgelegenen Armensiedlung wird eine Leiche gefunden. Doch der Fall dahinter ist wesentlich komplexer, als er zunächst scheint. Wenige Monate zuvor geraten die Schriftstellerin Vera und ihre Lebensgefährtin Lara in einen Social-Media-Shitstorm. Um einen möglichen Imageschaden abzuwenden, beschließt Vera kurzerhand, sich sozial zu engagieren: Sie gabelt den jugendlichen Adi, der am Bahnhof bettelt, auf und beginnt, ihn und seine Familie, die in der Armensiedlung leben, zu unterstützen und sogar Spenden zu sammeln.

Schnell clashen unterschiedliche Lebensrealitäten ebenso aufeinander wie gut gemeinter Aktionismus auf harte Realitäten. Dabei entfaltet sich ein vielschichtiges Panorama facettenreicher Figuren, deren Perspektiven sich kaleidoskopartig auffächern.

In glückliche menschen erzählt die rumänische Dramatikerin Elise Wilk mit Empathie und schrägem Witz von Armut und Privilegien – und was passiert, wenn man glaubt, strukturelle Probleme im Alleingang aus der Welt schaffen zu können.

PROGRAMMHEFT

 



Besetzung


Rezensionen

Trauer über den Wipfeln

Die rumänische Autorin Elise Wilk hat dem Theater Altenburg-Gera mit "Glückliche Menschen" ein Stück geschrieben, das sich dem Thema "Arm und Reich" widmet: ein lohnenswerter, geschickt komponierter Blick auf die Gesellschaft seit der rumänischen Revolution von 1989, einer Gesellschaft, die bis heute von sozialen Kontrasten geprägt ist, von neuen Reichen und scheinbar ewig Armen. [...] Man folgt gebannt, wie die Schauspieler sich öffnen, den Blick in ihre Seele zulassen. Die Musik verstärkt, zieht hinein, lässt mitleiden und mithoffen.“

Matthias Schmidt, Nachtkritik, MRZ 2026

Verästelungen der Gesellschaft

„Für das Theater Altenburg Gera hat die Autorin Elise Wilk das Auftragswerk geschrieben, das auf der Geraer Bühne uraufgeführt wurde. Sie transportiert ihre Handlung irgendwo in einen Wald, zwei Stunden von Bukarest entfernt. Hier liegt eine Gemeinde, wo arme Menschen leben und hausen, von allen nur „die Siedlung“ genannt.“

Tobias Prüwer, Die deutsche Bühne, MRZ 2026

Uraufführung von Elise Wilks‘ „glückliche menschen“ in Gera beleuchtet Armut und Wohlstand

„Wilks Intention ist es, die auseinanderklaffende Armutsschere in Europa sichtbar zu machen und das Publikum zur Reflexion über gesellschaftliche Verantwortung einzuladen. [...] Schauspielerisch gelingt es den fünf Darstellenden hervorragend, die diametral gegensätzlichen Welten – von Bettlern bis Bestsellerautor – glaubwürdig und nachvollziehbar auf die Bühne zu bringen.“

Ulrike Kern, Thüringische Landeszeitung, MRZ 2026

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