Hokuspokus

Schauspiel von Curt Goetz

 

„Ich habe Ihnen jetzt mit drei ganz primitiven
Kunststücken, die jeder billige Zauberkünstler aus den
Ärmeln schüttelt, einen lückenlosen Indizienbeweis
geliefert, dass Ihr bester Freund Ihr Mörder ist.“
Peer Bille

Am Vorabend des letzten Verhandlungstages in dem Mordfall Kjerulf ist Gerichtspräsident Ferdinand voller Sorge. Denn schon seit einigen Wochen besucht ihn ein geheimnisvoller Fremder, der ihm angekündigt hat, Ferdinand solle an diesem Abend ermordet werden. Sein bester Freund Graham ist extra aus London angereist, um ihm beizustehen und nun erwarten sie gemeinsam die Rückkehr des Fremden.

Die düsteren Vorhersagen scheinen im Zusammenhang mit Ferdinands aktuellem Fall zu stehen. Es wird ein Todesurteil für die Angeklagte Agda Kjerulf erwartet – für den Mord an ihrem eigenen Ehemann. Sämtliche Indizien sprechen gegen sie. Doch wie leicht sich solche Beweise manipulieren lassen, demonstriert der geheimnisvolle Fremde, der sich als Zirkuskünstler Peer Bille zu erkennen gibt, mit ein paar wenigen Taschenspielertricks und etwas Hokuspokus. Als Bille am nächsten Tag dann auch noch als neuer Verteidiger der Angeklagten auftritt, bekommt der ganze Fall eine ganz neue Wendung. 

Trickreich, wortgewandt und mit einer großen Prise Zynismus hat Curt Goetz (1880-1960) mit Hokuspokus einen amüsanten Klassiker des Boulevards gezaubert, der in seinem Charme und Esprit Justizirrtümer aufdeckt, die schnell geschehen können, wenn man zu eilig Schlüsse zieht.

 


Besetzung