Jenseits der blauen Grenze (ab 14)

Nach dem Roman von Dorit Linke
Stipendiatenprojekt der Theater-Stiftung Gera
Ab 14 Jahren

[1 Std. 15 Min.]

 

Hanna und Andreas wagen die Flucht. Fünfzig Kilometer müssen sie von Rostock nach Fehmarn schwimmen, um die DDR über die sogenannte blaue Grenze verlassen zu können – eine Strecke, die lebensbedrohliche Gefahren birgt. Während sie schwimmen, erinnern sie sich an ihr Leben vor der Flucht: Der aufmüpfige Andreas wurde in einen Jugendwerkhof geschickt, wo er mittels Drill und harter Arbeit im Sinne des Sozialismus erzogen werden sollte. Hanna hat ebenfalls Probleme mit dem Staat bekommen. Ein Studium wird der Leistungsschwimmerin verwehrt, ihre Sportlerkarriere beendet. Und so schwimmen sie, kämpfen gegen Wind und Wetter und ihre eigenen Gedanken – immer in der Hoffnung, bald ein freies Leben führen zu können.

Der Roman von Dorit Linke, der für den Deutschen Jugendbuchpreis 2018 nominiert wurde, schildert eindrücklich und bedrückend den von Zwang geprägten Alltag der Jugendlichen in den 1980er Jahren der DDR. Zum 30. Jubiläum der Wiedervereinigung ist es einmal mehr wichtig, die Errungenschaften der Freiheit und Demokratie ins Bewusstsein zu rufen – auch und insbesondere jungen Menschen.

„Tanja Wehling und Tobias Weishaupt zuzusehen wie sie agieren, das ist ein Ereignis. Die Puppenspieler kramen in Erinnerungen wie Willi Schwabe in seiner Rumpelkammer. Sie finden Fotos und Objekte, aus denen Geschichten werden. Sie arbeiten mit Projektionen, Schattenspiel, Puppenköpfen, Pappmarionetten und -puppen… Sie sind Schauspieler und Kulissenschieber.“
Angelika Bohn, Ostthüringer Zeitung, November 2019

 


Rezensionen

Geschichten aus einem fernen Land - Auf den Spuren des Mauerfalls

„Während sie schwimmen, erzählt der Roman das Leben von Hanna und Andreas in Rückblenden. So gelingt es der Autorin, ihre Sicht auf Kindheit und Jugend in der DDR über eine extrem spannende Rahmenhandlung zu vermitteln. [...] Tanja Wehling und Tobias Weishaupt zuzusehen wie sie agieren, das ist ein Ereignis. Die Puppenspieler kramen in Erinnerungen wie Willi Schwabe in seiner Rumpelkammer. Sie finden Fotos und Objekte, aus denen Geschichten werden. Sie arbeiten mit Projektionen, Schattenspiel, Puppenköpfen, Pappmarionetten und -puppen… Sie sind Schauspieler und Kulissenschieber.“

Angelika Bohn, OTZ, November 2019

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Fotos: Ronny Ristok