Krabat

Mystery-Musical nach einer sorbischen Volkssage
Text von Manuel Kressin · Musik von Olav Kröger
Uraufführung
Ab 12 Jahren

 

„Was dort fliegt sind keine Raben. Das dort sind die Mühlenknaben.“
Mutter

In der Nacht verläuft sich der Hirtenjunge Krabat im Wald und stößt unverhofft auf eine schwarze Mühle. In dieser findet er nicht nur eine warme Mahlzeit vor, der Mühlmeister bietet Krabat sogar an, ihn als Lehrling aufzunehmen. Freudig willigt er ein und Krabat wird in die Gemeinschaft des Meisters und seiner Gesellen aufgenommen. Doch schon bald muss er feststellen, dass der Meister den Jungen nicht nur das Mehlmahlen, sondern auch die Hexerei lehrt. Seinen Zauberbund führt der Meister mit harter Hand. Schonungslos und unbarmherzig behandelt er seine Zöglinge. Plötzlich sieht sich Krabat im Fadenkreuz der Machenschaften seines Meisters, dem er sich nur unter Lebensgefahr entziehen kann. Hat er bereits genug über das Zaubereihandwerk gelernt, um seinen Meister besiegen zu können? Und: Wird er auf den Rückhalt der Gesellen zählen können?

Krabat ist die bekannteste Sagengestalt der Lausitz. Als reale Vorlage wird der gebürtige Croate Johann Schadowitz vermutet, der Ende des 17. Jahrhunderts im sorbischen Särchen lebte. Aus dem Croaten wurde im Laufe der mündlichen Überlieferungen Krabat. Im 19. und 20. Jahrhundert haben mehrere Verschriftlichungen der Volkssage stattgefunden. Die Geschichte um Krabat und seine Lehrjahre in der schwarzen Mühle erzählt von einem autoritären System, gegen das sich eine Gemeinschaft auflehnt, von Mut und Zivilcourage sowie von der Zerbrechlichkeit sozialer Gefüge. Als Freilichtspektakel an der Bockwindmühle Lumpzig inszeniert, werden das Altenburger Land und seine Bewohner Teil der Aufführung.

 


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