Nathans Kinder (ab 10)

Kinderstück von Ulrich Hub
Nach dem Drama Nathan der Weise von Gotthold Ephraim Lessing
Ab 10 Jahren

 

„Gott will, dass ich diese Tafel nicht verlasse. Es kommt nicht alle Tage vor, dass Christ und Jud’ und Muselmann friedlich vereint an einem Tische sitzen.“
Bischof

Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge: Juden, Christen und Muslime streiten darüber, welche Religion die einzig wahre ist. Nach der Heimkehr von einer Geschäftsreise erfährt der reiche jüdische Kaufmann Nathan, dass es in seinem Haus gebrannt hat. Seine geliebte Tochter Recha wurde in letzter Sekunde von dem christlichen Kreuzritter Kurt aus den Flammen gerettet. Nathan ist zwar sehr dankbar für die Heldentat, doch dass sich die beiden jungen Leute nun zueinander hingezogen fühlen, missfällt nicht nur ihm. Auch der Bischof von Jerusalem versucht, die beiden auseinanderzubringen, denn ein Kreuzritter und ein Judenmädchen dürfen seiner Meinung nach einfach nicht zusammen sein. Währenddessen versucht der muslimische Herrscher der Stadt, Sultan Saladin, Nathans finanzielle Unterstützung für einen Krieg gegen die Christen zu erlangen. Da fällt Recha eine Geschichte ihres Vaters ein, die den Streit beilegen soll, und bittet Nathan, für alle Konfliktparteien die Ringparabel noch einmal zu erzählen.

Ulrich Hub (*1963) hat Lessings flammendes Plädoyer für religiöse Toleranz neu bearbeitet. Zeitgemäß, klug und mit jeder Menge Humor macht er den berühmten Klassiker für ein junges Publikum zugänglich und gibt Hoffnung auf ein friedliches Miteinander der Religionen, die so viel mehr verbindet, als sie trennt.