Nathans Kinder (ab 10)

Stück von Ulrich Hub
Eingerichtet für das Puppentheater
Ab 10 Jahren
Themenjahr Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen

 

„Und dann habe ich gedacht, was ist das eigentlich für ein Gott, der für sich kämpfen lassen muss?“
Kurt

Wem gehört Jerusalem? Christen, Juden, Muslime – alle beanspruchen die Stadt und damit den „einzig wahren Glauben“ für sich. In den Jahrtausende alten Glaubenskrieg gerät der tapfere Kreuzritter Kurt, der sein Leben riskiert, um die junge Recha aus ihrem brennenden Haus zu retten. Zwischen den beiden entsteht eine tiefe Verbundenheit, die jedoch in Jerusalem nicht sein darf, denn Recha ist die Tochter des Juden Nathan und Kurt ein Christ. Als der Sultan und der Bischoff das erfahren, setzen sie alles daran, diese Verbindung für sich und ihre eigenen Intrigen zu missbrauchen und so einander aus dem Weg zu räumen. Doch als dann auch noch herauskommt, dass der Jude Nathan in Wirklichkeit gar nicht Rechas leiblicher Vater und sie ein Christenkind ist, scheint die Katastrophe unausweichlich.

Nathans Kinder beschreibt die Suche nach einer scheinbar verloren gegangenen Menschlichkeit. Eine Suche nach dem, was uns als Menschen vereint. Ulrich Hub stellt mit Recha und Kurt die junge Generation und ihr Ringen um Verständigung und Frieden in den Mittelpunkt seines erschreckend aktuellen Stückes, einer Neubearbeitung von Lessings Nathan der Weise. Gleichzeitig verleiht er dem Stoff durch humorvoll-pointierten Dialoge eine Leichtigkeit und schafft damit ein Werk mit zahlreichen Facetten.