Serenadenkonzert

Orchesterklänge von Herzen

 

Joseph Haydn (1732-1809): Sinfonie Nr. 6 D-Dur Hob I:6 Le matin
Igor Strawinsky (1882-1971): Konzert für Kammerorchester Es-Dur Dumbarton Oaks
Peter Tschaikowski (1840-1893): Serenade für Streichorchester C-Dur op. 48
 

Wenn das Publikum nicht zu seinem Orchester in den Konzertsaal darf, kommt das Orchester eben zu seinem Publikum ‒ nämlich nach draußen vor das Theater bzw. das Theaterzelt. Und was könnte schöner sein, als an lauen Juniabenden unter blauem Himmel zauberhafter Orchestermusik zu lauschen und dabei die Sorgen dieser Zeiten zu vergessen? GMD Laurent Wagner und das Philharmonische Orchester Altenburg Gera lassen dafür die im 18. Jahrhundert höchst populäre Musizierweise des Serenadenkonzertes auferstehen ‒ ein abendliches Konzert mit heiterer Musik unter freiem Himmel ‒ angefangen beim Meister der klassischen Serenadenmusik: Joseph Haydn. Haydns 6. Sinfonie mit dem Beinamen Le matin schildert passend zum Konzertauftakt nach der Zwangspause eine Morgenstimmung. Mit seinem Werk Dumbarton Oaks, benannt nach dem Landsitz der Auftraggeber bei Washington, komponierte Igor Strawinsky ein nach barockem Vorbild aufgebautes aber mit Strawinsky’schen lebendigen Harmonien und Rhythmen gestaltetes Orchesterkonzert zum freudigen Anlass eines Ehejubliäums. Eine Hommage an Mozart und den Streicherklang schuf Peter Tschaikowski aus der Zurückgezogenheit eines Landaufenthaltes heraus mit seiner Serenade für Streichorchester. Seine Eindrücke des russischen Landlebens sind im vierten Satz nicht zu überhören. „Das ist ein Stück vom Herzen“, sagte Tschaikowski selbst über sein Werk. Und dies ist schließlich genau, was alle jetzt brauchen: Musik von Herzen, die zu Herzen geht.


Philharmonisches Orchester Altenburg Gera
Dirigent: GMD Laurent Wagner

 


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Fotos: Ronny Ristok