Für Sparfüchse: Nutzen Sie unser breitgefächertes Abonnementangebot und profitieren Sie von den vielfältigen Vorteilen!

Thüringer Staatsballett

Die Ernennung der Ballettcompagnie , die in den letzten Jahren unter dem Namen ThüringenBallett firmierte, zum Thüringer Staatsballett ist das Resultat einer rund neunzigjährigen Geschichte. Geprägt wurde diese von herausragenden Tänzern, Choreografen und Ballettdirektoren, welche der Kunstform Ballett erst ihre Daseinsberechtigung als eigenständige Sparte erkämpfen und dann mit jeder Premiere neu behaupten mussten. Zuvor war Ballett vor allem als integraler Bestandteil des Musiktheaters gefragt. Gastspiele und die über drei Jahrzehnte veranstalteten Geraer Balletttage gaben wichtige Impulse von außen. Möglich wurde diese beachtliche Entwicklung aber vor allem auch, weil ein enthusiastisches Ballettpublikum in Ostthüringen diese Sparte stehts zu würdigen wusste.
Die Geschichte des Balletts in Gera begann in der Spielzeit 1923/24, als erstmals der Versuch unternommen wird, Tanz als eigenständige Kunstgattung einzuführen. Die „Josephs Legende“ von Richard Strauss erlebte drei Aufführungen im Rahmen eines Strauss-Konzertes. Für die Hauptrollen wurden Anni Schwanninger (Schweiz) und Iril Gadescow (Metroplitan Opera New York) engagiert. In den folgenden Spielzeiten gab es immer wieder Tanzabende.
Einen ersten Aufschwung erlebte das Ballett durch das Engagement von Yvonne Georgi, einer Schülerin von Mary Wigman. Georgi wurde zunächst nur für einen Soloabend verpflichtet. Sie blieb für die ganze Spielzeit 1925/26 als Solistin und Leiterin des Tanzensembles. Ihr 1. Tanzabend nach Musik von Felix Petyrek, Darius Milhaud, Egon Wellesz und Igor Strawinsky feierte große Erfolge, auch bei Gastspielen in Berlin, Leipzig und Hannover.

In den 1930er Jahren gastierten vermehrt Tänzer in Gera, die als innovatorische Persönlichkeiten auch die internationale Entwicklung stark prägten, wie z.B., Gret Palucca, Mary Wigman und Harald Kreutzberg sowie das Indische Ballett Menaka.

Erst 1937 gab es einen erneuten Versuch, den Tanz als eigenständige Kunstgattung zu etablieren. Unter der Leitung des Choreografen Wilmo Kamrath entstanden Ballettabende. Seine Nachfolgerin Inge Ziegler leitete die Tanzgruppe in seinem Sinne weiter. Jährlich brachte sie einen mehrteiligen Tanzabend heraus. Die Tanzgruppe bestand in den ersten Nachkriegsjahren aus 10 bis 12 Damen, von denen allerdings die wenigsten eine professionelle Ausbildung absolviert hatten. Die Tänzer wurden häufig durch einen Bewegungschor und das Kinderballett sowie die Damen und Herren des Chores verstärkt. 1950/51 erlebte das Geraer Publikum mit „Der Teufel im Dorf“ (Fran Lhotka) das erste abendfüllende Handlungsballett des eigenen Ensembles.
Nach Inge Zieglers Weggang übernahm 1952 Alice Uhlen von Gregory die Leitung, eine erfahrene Choreografin mit klassischer Ausbildung. Sie strebte verstärkt eine klassische Schulung des Ensembles an. Von Gregory blieb nur eine Spielzeit, in der ein mehrteiliger Tanzabend und das Ballett „Der Zauberladen“ nach Musik von Gioacchino Rossini und Ottorino Respighi entstanden. Unter dem Solotänzer und Choreografen Heinz Lieker arbeitete die Compagnie die nächsten drei Spielzeiten. In dieser Zeit entstanden Werke wie „Die Geschöpfe des Prometheus“ (Ludwig van Beethoven) und „Die Liebenden von Verona“ (Leo Spiess).

Der Bühnentanz erreichte unter der Leitung von Ruth Wolf, die von 1956 bis 1962 in Gera wirkte, bald eine neue Qualität. Aus der Tanzgruppe wurde allmählich eine Ballettcompagnie. Zielstrebig verbesserte Ruth Wolf die Struktur des Balletts. So entstand ein Herrenballett mit 6 bis 7 Tänzern. Die führende Solistin dieser Zeit war Anne-Margret Herr. Es war die Ära der großen russischen Ballettabende mit Choreografien wie „Scheherazade“ (Nikolai Rimsky-Korsakov) und „Flamme von Paris“ (Boris Assafjew), „Aschenbrödel“ (Sergej Prokofjew) oder „Fontäne von Bachtschissarai“ (Boris Assafjew).
Auch unter ihrem Nachfolger Horst Jentsch wurden Laien und Kollegen anderer Sparten in die Choreografien mit einbezogen. In seine Zeit fiel die DDR-Erstaufführung des Märchenballetts „Die Prinzessin mit dem goldenen Stern“ (Radovan Fest-Spisiak).

1973 übernahm Inge Berg-Peters die Leitung des Balletts. Ihre wichtigste Aufgabe sah sie darin, den technischen und künstlerischen Leistungsstand des Ensembles zu heben und leistungsfähigen Solistennachwuchs  heranzubilden. Die Ballettarbeit wurde professioneller; die Einbeziehung von Laien verlor an Bedeutung bzw. verschwand fast vollständig. 20 Jahre leitete sie die Geschicke des Geraer Balletts. Das Ballett wurde zu einer anerkannten und beliebten Sparte der Bühne wie eine Rezension aus dem Jahre 1986 zeigt:

"Nicht nur Tanzprofis wissen, dass Gera inzwischen eine Ballettoase in der DDR geworden ist, gewachsen an der Ensemblearbeit durch Chefchoreografin Inge Berg-Peters und den alljährlich durchgeführten 'Geraer Ballett-Tagen', dem einzigen regelmäßigen Treffen in der DDR."
Martin G. Butter, Neues Deutschland

Unter ihrer Leitung wurden die Geraer Ballett-Tage ins Leben gerufen, die von 1976 bis 2009 regelmäßig stattfanden. International renommierte Ensembles wie das Russische Nationalballett, Nederlands Dans Theater, Ballett Preljocaj aus Aix-en-Provence, Introdans aus Arnheim, die Compania Nacional de Dansa aus Madrid und die Londoner Henri Oguike Dance Company gastierten in Gera. Das Festival bot zudem dem Tanznachwuchs eine Plattform. Das Programm des Festivals legt seinen Schwerpunkt auf das klassische Ballett – auf seine Überlieferung, seine Weiterentwicklung, seine Umschreibung, seine analytische Reflexion – und es fragt nach der Zukunft dieser Kunstform.

In den 1990er Jahren entwickelte sich die Ballettsparte zum erklärten Liebling des Publikums. Nach dem Ausscheiden von Inge Berg-Peters prägte ihr ehemaliger Schüler und Hauschoreograf Peter Werner-Ranke zusammen mit dem Dramaturgen Wolfgang Ranke das Profil des Balletts. Er choreografierte u.a. die überaus erfolgreichen Ballett-Inszenierungen Play Goethe“  und „Dix“.
Unter der Leitung des Ballettdirektors Siegfried Martin Wende arbeiteten renommierte Gastchoreografen wie Ton Wiggers, Nils Christe, Uwe Scholz, Dietmar Seyffert, aber auch junge Choreografen wie Mario Schröder, Silvana Schröder und Stela Korljan in Gera. Zum ersten Mal wurde mit „Giselle“ (Adolphe Adam) ein abendfüllendes Ballett in der überlieferten klassischen Originalchoreografie aufgeführt.

Ballettdirektor Ivaylo Iliev setzte die Entwicklung fort, indem er Gastchoreografen wie Gregor Seyffert, Hugo Viera und Birgit Scherzer engagierte und so unterschiedliche künstlerische Handschriften zur Geltung brachte.

2011/12 kehrte Silvana Schröder, die einst ihre Karriere als Tänzerin am Theater Gera begann, als Ballettdirektorin zurück ans Haus. Mit ihren Choreografien „Freaks“, „Zeit.Punkt.“ und „27“ kreierte sie für das ThüringenBallett einen eigenen, unverwechselbaren Stil. Auf Basis der Neoklassik erarbeitete sie mit der Compagnie aktuelle, mal athletisch-zirzensische, mal humoristische Bewegungsabläufe, stets emotional packende Choreografien zu selbst gestellten Themen, in denen alle Tänzerinnen und Tänzer gleich wichtig sind. Große Ensemblechoreografien sind eines ihrer Markenzeichen.

Im Zuge der Finanzierungsvereinbarung für die Jahre 2013-2016 beschloss die Landesregierung, der Ballettcompagnie von Theater&Philharmonie Thüringen zum 1. Januar 2013 den Titel Thüringer Staatsballett zu verleihen.

Silvana Schröder

Silvana Schröder

Ballettdirektorin und Chefchoreografin

Silvana Schröder wurde 1969 in Finsterwalde geboren. Nach einer achtjährigen Tanzausbildung an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden bei Professor Gret Palucca, Professor Hanne Wandtke und Karin Sander folgte 1986 eine erste Zusammenarbeit mit Ruth Berghaus anlässlich der Eröffnung der Sächsischen Staatsoper Dresden. Ihr erstes Engagement trat sie 1987 im Ballettensemble der Bühnen der Stadt Gera an, wo sie ab 1988 Solotänzerin in verschiedenen Hauptrollen war, u. a. in Orpheus und EurydikeDer Nussknacker, Le Sacre du Printemps. Im Jahr 1989 begann Schröder ihre nebenberufliche Ausbildung als Choreografin an der Hochschule für Schauspielkunst und Regie „Ernst Busch“ in Berlin bei Prof. Dietmar Seyffert (Choreografie), Prof. Peter Jarchow (Musik) und Prof. Reiner Werner (Medizin), und schloss es 1994 mit Auszeichnung ab. Für ihre Choreografie Der Riß, in Zusammenarbeit mit ihrem Bruder Mario Schröder, wurde sie 1989 mit dem Darsteller- und Sonderpreis beim nationalen Choreografenwettbewerb in Dessau ausgezeichnet. Ab 1991 war sie außerdem unter der Leitung des Choreografen Prof. Uwe Scholz am Ballett der Oper Leipzig tätig. Zahlreiche Gastspiele mit dem Ballettensemble der Oper Leipzig führten sie u. a. nach Frankfurt am Main, Stuttgart, Luxemburg und Lissabon. 1995 kehrte Silvana Schröder schließlich nach Gera zurück, wo sie unter der Leitung des Ballettdirektors Martin Wende als Solistin engagiert war. Im selben Jahr erhielt sie den Förder- und Anerkennungspreis der Stadt Leipzig, sowie des Fördervereins der Oper Leipzig. Von 2000 bis 2003 war sie am Theater Altenburg-Gera Ballettdirektorin und Chefchoreografin, bevor sie acht Jahre lang freiberuflich als Choreografin und Opernregisseurin arbeitete. In der Spielzeit 2011/12 wurde Silvana Schröder wieder Ballettdirektorin und Chefchoreografin am Theater Altenburg Gera, vormals Theater & Philharmonie Thüringen. Während dieser Zeit erarbeitete sie bereits 13 Ballettabende mit dem Ensemble und den seit 2018/19 existierenden Nachwuchstänzerinnen und -tänzern des Elevenprogramms des Thüringer Staatsballetts, z.B. Freaks, ZeitPunkt, Schwarzer Schwan, KeimZeit, Mercutios Geheimnis, Waiting Room, Piaf – La vie en rose, Dracula, Eine infernalische Reise / Letzte Lieder, Liberace – Glitzer, Schampus und Chopin, Giselle sowie  Forever Lennon. Seit 2017 unterrichtet sie auch als Honorar-Professorin an der Ballettakademie des Shenyang Conservatory of Music in China, wodurch ein interkultureller Austausch mit dem Thüringer Staatsballett gefördert wird. 2018 erklärte der Theaterverein Schröder zum Ehrenmitglied. Mit ihrem Repertoire gastierte das Thüringer Staatsballett bereits häufig im In – und Ausland, zum Beispiel in Frankreich und China. Auch ist das Ensemble immer wieder auf vielen Bühnen in ganz Deutschland im Rahmen von Ballettgalas präsent. In der Spielzeit 2020/21 war sie als Gastjurorin beim Internationalen Tanztheater Festival Erfurt tätig und zeichnete für die künstlerische Leitung der Ballettgalas Tanz aus der Reihe, Tour de Danse und TanzLust verantwortlich, für die sie auch eigene Beiträge kreierte. In der Spielzeit 2021/22 schuf sie das abendfüllende Ballett Corpus für das Ensemble des Thüringer Staatsballetts.

Melissa Escalona Gutierrez

Tänzerin

Die kubanische Tänzerin Melissa Escalona Gutierrez absolvierte zwischen 2007 und 2015 ihre Ausbildung an der  Cuban National Ballet School in Havana in der Grund- und Aufbaustufe. Zu ihrem dort erarbeitetem Repertoire zählen beispielsweise Ausschnitte aus Dornröschen, Don Quijotte, Paquita, Schwanensee, La Bayadère sowie moderne Choreografien. In nationalen Tanzwettbewerben präsentierte sie Sequenzen aus klassischen Balletten u.a. La Esmeralda, Le Corsaire und Raymonda. Zwischen 2015 und 2017 wirkte sie u.a. in Der Nussknacker, Giselle, Der Schwanensee, Paquita und anderen Repertoirestücken des Kubanischen Nationalballetts sowie beim Nationalen Ballett Festival mit. Mit Aurora Bosch studierte sie die Partie der Myrtha aus Giselle ein und arbeitete mit dem Choreografen Daniel Proietto für Cygne beim Internationalen Ballett Festival Kuba zusammen. Im Rahmen des XXI Encuentro Internacional de Academias para la Enseñanza del Ballet in Kuba tanzte sie in Pas de Deux aus Spartacus. Im Jahr 2018 arbeitete Melissa Escalona an den Ballets de Monte Carlo mit unterschiedlichen ChoreografInnen an Repertoirestücken des Ballettdirektoren und Choreografen Jean-Christophe Maillot. In den beiden Folgejahren war Melissa Escalona an der 3D-Verfilmung The Death and the Maiden (Der Tod und das Mädchen) beteiligt, wobei sie die Rolle des Mädchens auch in Sebastian Eilers Choreografie am SETanztheater Nürnberg verkörperte.  Außerdem arbeitete sie mit dem Joburg Ballet in Südafrika zusammen und tanzte in Solo-Choreografien von Raul Reinoso, Carlos Acosta und Daniel Proietto. Ab 2021 war die junge Tänzerin freischaffend tätig und kooperierte vermehrt mit dem SETanztheater Nürnberg in Solorollen sowie den Produktionen Waldrausch und trafffiXX-XL. Seit der Spielzeit 2022/23 ist sie Ensemblemitglied des Thüringer Staatsballetts.

Larissa    Gomes de Sant’Anna da Silva

Larissa Gomes de Sant’Anna da Silva

Tänzerin

Die junge Tänzerin Larissa Gomes de Sant’Anna da Silva kommt aus Brasilien, wo sie ihre Grundausbildung bei der Island Dance Cultural Group erhielt. Außerdem belegte sie bisher Workshops in klassischem und zeitgenössischem Tanz bei Beatriz de Almeida, Raúl Candal, Mário Galizzi, Guiomar, Eleonora Oliosi und Gustavo Lesgart. Weitere Berufserfahrung sammelte sie in Zusammenarbeit mit Daniela Cardim, Luiz Fernando Bongiovanni und Cicero Gomes. Im Jahr 2016 wirkte sie am Stadttheater von Rio de Janeiro in den Produktionen Seventh Symphony, Amazon Triology (von Marcelo Gomes), Sheherazade (Wiederaufnahme und künstlerische Leitung: Toni Candeloro), Schwanensee, Der Nussknacker sowie in Lo Schiavo (von Carlos Gomes) mit. Darüber hinaus nahm sie bereits mehrfach erfolgreich an internationalen Tanzwettbewerben teil. Beispielsweise wurde sie 2017 beim Compass Festival als beste Tänzerin ausgezeichnet, indem sie sowohl mit einer klassischen Variation als auch einem zeitgenössischen Solo den ersten Platz belegte. Drei Jahre zuvor gewann sie beim Three Rivers Festival im Bereich Jazztanz sowie in der Kategorie Freistil-Solo ebenfalls den ersten Preis und belegte im klassischen Repertoire mit der Quiteria-Variation aus Don Quijotte den zweiten Platz Weitere Wettbewerbe und Festivals führten die junge Künstlerin unter anderem nach Argentinien und in die USA. Seit der Spielzeit 2018/19 ist Larissa Gomes Mitglied im Elevenprogramm des Thüringer Staatsballetts und tanzte bisher in den Produktionen Giselle, Forever Lennon, Festhalten!, Tour de Danse, Cabaret, Spamalot, Eugen Onegin und Das Lied von der Erde mit. In der Spielzeit 2021/22 ist sie unter anderem in der Neuproduktion Erzählte Erinnerungen zu sehen.

Maité Pimentel de Moraes Nunes

Tänzerin

Die Brasilianerin Maité Pimentel de Moraes Nunes ist eine klassisch ausgebildete Ballett- und moderne Tänzerin, die ihren  Abschluss an der Bolshoi Theatre School in Brasilien absolvierte. Zwischen 2017 und 2018 war sie Solistin in der Young Company des Ballet Bolshoi in Joinville und studierte klassische Partien aus Balletten, wie  Schwanensee (Odette/Odile), Dornröschen (Prinzessin Florine), Le Spectre de la Rose, Romeo und Julia (weibliche Hauptrolle), Der Brunnen von Bakhchisaray (Maria), Der sterbende Schwan usw. Ab 2018 war sie Solistin am Staatlichen Opern- und Balletttheater Perm. Unter dem Balletttänzer und Choreographen Vladimir Vasiliev studierte sie große Repertoire-Ballette ein. Dieses umfasst außerdem Produktionen wie The Four Seasons, Les Sylphides, Serenade, La Bayadère und Le Corsaire.

Darüber hinaus nahm Maité Nunes 2015 in Brasilien u.a. an einer Tournée mit dem Moskauer Bolschoi-Theater mit der Produktion Giselle teil. Mit dem Pas de Deux Melodie (Oroheus und Eurydike) wirkte sie 2017 am Galaabend des 35. Tanzfestivals von Joinville mit und war an dem Projekt Films.dance by jacob jonas (2020) beteiligt. Ferner arbeitete sie mit Größen des Tanzes wie Maria Aleksandrovna Alexandrova, Vladislav Lantratov, Marcelo Mourão Gomes, Diana Wiktorowna Wischnjowa sowie renommierten Choreographinnen und Choreographen wie  Aleksei Miroshnichenko, Denis Bonner, Jane Elliott und Jacob Jonas zusammen. Seit Februar 2022 ist sie im Ensemble des Thüringer Staatsballett als Elternzeitvertretung engagiert.

Cristian Emanuel Amuchastegui

Cristian Emanuel Amuchastegui

Tänzer

Cristian Emanuel Amuchastegui hat italienisch-argentinische Wurzeln und erhielt seine Ausbildung an namhaften Tanzinstiutionen wie der Akademie des Tratro Colón sowie der Fundación Julio Bocca in Buenos Aires, der Houston Ballet Ben Stevenson Academy und dem Houston Ballet II in Houston/Texas (USA). Darüber hinaus absolvierte er zahlreiche Meisterklassen, zum Beispiel bei Kevin McKenzie, Edward Ellison, Anna-Marie Holmes und Nanette Glushak. Von seinen Ausbildungsstätten erhielt er jeweils ein Stipendium, und war außderdem unter anderem Stipendiat des Jacob’s Pillow Dance Festival (2007, MA/USA) und dem American Ballet Theatre (2008, New York). Bisherige Engagements führten ihn vom Houston Ballet II (2009 - 2010) über das Hamburg Ballet unter John Neumeier (2010 - 2016) an das Ballett des Kroatischen Nationaltheaters Rijeka (2018 - 2020). Im Rahmen seiner bisherigen Laufbahn tanzte Cristian schon in Produktionen renommierter Choreografen wie Andonis Foniadakis, Giuseppe Spota, Mauro Bigonzetti und John Neumeier. Daneben ist Cristian Preisträger des Prix de Lausanne (2010) und gastierte an der Koike Ballet School im japanischen Hiroshima. Nachdem er bereits mit der kroatischen Compagnie beim Ballettfestwochen-Intermezzo des Thüringer Staatsballetts im Januar 2020 zu erleben war, ist er seit der Spielzeit 2020/21 festes Ensemblemitglied am Thüringer Staatsballett und war bisher in den Ballettgalas Tanz aus der Reihe und TanzLust zu sehen.

Fernando Calatayud Panach

Tänzer

Der Spanier Fernando Calatayud Panach erhielt seit 2010 Unterricht in klassischem und modernem Tanz, und spezialisierte sich in den folgenden Jahren auf die neoklassische Tanztechnik. Zwischen 2018 und 2019 Mitglied der Valencia Junior Company, wo er weiter in neoklassischer und moderner Tanztechnik ausgebildet wurde und spanienweit als Gast an unterschiedlichen Veranstaltungen teilnahm. In dieser Zeit tanzte er außerdem in Werken von Nacho Duato und Paolo Mohovic. Als mehrfacher Stipendiat nahm er am zweiwöchigen Sommerkurs ENDANZA in Valencia teil, wo er von international anerkannten TanzlehrerInnen wie Marianela Núñez und Federico Bonelli geschult wurde und Repertoirestücke von Nacho Duato, William Forshyte, Jirí Kylián, Hans van Manen und Goyo Montero erarbeitete. Außerdem nahm er dank eines Stipendiums am ADAM Sommerkurs teil, innerhalb dessen er von renommierten DozentInnen wie Alicia Amatriain, Fabrice Edelman, José Carlos Blanco und Ludovico Pace unterrichtet wurde und in Workshops Ausschnitte aus dem Repertoire von George Balanchine, Juanjo Arqués und Marco Goecke erarbeitete. Bis 2019 studierte Fernando Calatayud am Conservatory of Dance in Valencia und setzte im Anschluss seine Ausbildung für zwei Jahre an der Ballettakademie der Hochschule für Musik und Theater in München unter der Direktion von Jan Broeckx fort, welche er mit dem Bachelor abschloss. In der Spielzeit 2019/20 war er Mitglied des Corps de Ballet am Bayerischen Staatsballett unter der künstlerischen Leitung von Igor Zelensky und arbeitete u.a. mit Gästen wie Vladimir Shklyarov, Osiel Gouneo und Virna Toppi zusammen. Im Jahr 2020 wurde er mit einem Stipendium des Freitaates Bayern ausgezeichnet, nachdem er an einem bayernweiten Wettbewerb für KünstlerInnen aller Bereiche teilgenommen und erfolgreich zwei Variationen präsentiert hatte. 2021/22 wechselte er in das Ensemble des Ballett Theater Hof, wo er u.a. die Hauptrollen in Barbara Busers Chaplin und der Tango-Operita María de Buenos Aires tanzte und an Der kleine Muck von Torsten Händler beteiligt war. Zur Spielzeit 2022/23 wurde Fernando Catalayud Ensemblemitglied am Thüringer Staatsballett.

Pablo Bueno Tierz

Tänzer

Pablo Bueno Tierz stammt aus Spanien und erhielt seine tänzerische Grundausbildung zwischen 2011 und 2013 an der Escola de Dansa Anna Maleras in Barcelona. Dort besuchte er in den folgenden beiden Jahren ebenfalls die Corella Dance Academy. Anschließend absolvierte der das Institut del Teatre de Barcelona, welches er 2021 abschloss. Parallel dazu machte er seinen Abschluss in Tanz am Conservatori Professional de Dansa Institut del Teatre. Darüber hinaus bildete er sich durch Sommerkurse an der Corella Dance Academy, der Académie de Danse Princesse Grace, der Escuela Ballet David Campos, der Marina & Guy Ballet Summer School Dresden Ballet Talent Evolution, bei IBStage Barcelona, ART of — Ballet Intensive Course Madrid, Obrador de Moviments und den José Cruz Dance Art Projects weiter. Bis dato war er als Tänzer beim Internationalen Tag es Tanzes 2013 am Consorcio Mercado de las Flores (Centro de las Artes en Movimiento in Barcelona), präsent. Außerdem trat er in den Ballett-Klassikern Le Corsaire, Don Quijotte und Dornröschen auf, tanzte die große Solo-Variation aus Paquita und war in Choreografien von Ángel Corella und Ara Malikian, David Dawson, José Cruz, Iratxe Ansa und Igor Bacovich sowie Kinsun Chan zu erleben. 2021 war der junge Tänzer Kandidat für den Grand Prix de Lausanne. Ab August 2021 war er Mitglied des Elevenprogramms des Semper Oper Balletts. An der Palucca Hochschule für Tanz Dresden studierte er mit Nanette Glushak für die Semperoper Soirée die Hauptrolle aus Allegro Brillante Balanchine, wirkte an Aufführungen von Schwanensee (Spanischer Tanz) und Der Nussknacker des Semper Oper Balletts mit. Zur Spielzeit 2022/23 wurde Pablo Bueno Tierz in das Ensemble des Thüringer Staatsballetts übernommen.

Giulia Scognamillo

Giulia Scognamillo

Elevin

Die Italienerin Giulia Scognamillo besuchte zwischen 2013 und 2015 die Ecole Supérieure de Danse de Cannes Rosella Hightower (ESDC) in Frankreich, setzte anschließend ihre Tanzausbildung an der Staatlichen Ballettschule Berlin fort und war von 2017 bis 2021 Mitglied des dortigen Landesjugendballetts. Zur Fortbildung in Bereichen wie Ballett, Hip-Hop und zeitgenössischem Tanz absolvierte sie zwischen 2018 und 2020 Workshops und Meisterkurse bei Polina Semionova, Mehmet Yümak, Selatin Kara und trainierte am Berliner Staatsballett mit den BallettmeisterInnen Yannick Sempey, Christine Camillo, Tomas Karlborg, Nadja Saidakova und Barbara Schroeder. Im Juni 2021 machte sie ihren Abschluss an der Staatlichen Ballettschule Berlin und gehört seit März 2022 einem Mentoring-Programm des Berliner Staatsballetts an. Beim European Ballet Grand Prix in Wien gewann sie 2019 sowohl mit dem Modern Dance Solo Duo Verba als auch im Duett Empathy mit Andrea Carino (Choreografie: Barbara Gatto) jeweils den ersten Preis. Im selben Jahr nahm sie auch an einem Schüleraustauschprogramm mit der Ballet West Academy in Salt Lake City, Utah/USA teil. Im Rahmen ihrer Tanzausbildung tanzte sie unter anderem in Die vier kleinen Schwäne aus Schwanensee, Bilder einer Ausstellung, Meninos (Choreografie: Mauro de Candia) und The line am Theater Putbus, der Traumszene aus Le Corsaire, Bolero, Der kleine Prinz (Choreografie: Gregor Seyffert), die Quiteria-Variation aus Don Quijotte, in All Long Dem Day (Choreografie: Marco Goecke), Ne me quitte pas (Choreografie: Jean Huges Asohoto) sowie in Hop, Hop, Hop (Choreografie: Barbara Gatto). Mit einigen dieser Stücke gastierte die junge Tänzerin während dieser Zeit auch in Mexiko, Russland, China und den USA. Kooperationen mit dem Berliner Staatsballett führten ferner auch zu Mitwirkungen in den Produktionen Der Nussknacker (Choreografie: Vasily Medvedev und Yuri Burlaka) und La Bayadère (Choreografie: Alexei Ratmasky). 2022/23 wurde Giulia Scognamillo Stipendiatin im Elevenprogramm des Thüringer Staatsballetts.

Elena  Alessandrini

Elena Alessandrini

Elevin

Die Italienerin Elena Alessandrini erhielt zwischen 2005 und 2010 ihre Grundausbildung am Ravenna Ballet Studio und setzte ihre Ausbildung 2014 und 2019 École Nationale de danse de Marseille unter der künstlerischen Leitung von Omar Taiebi fort. Während dieser Zeit wurde sie von Julien Lestel, Agnes Lascombes, Marie-Claude Dubus, Mireilles Bourgeois, Carole Gomes, Diane Soubeyre und Monica Germani in Ballett, zeitgenössischem Tanz und Pilatestraining ausgebildet. 2018 machte sie ihren Abschluss in Choreografie. Seit Herbst 2019 nimmt sie in Brüssel an einem internationalen Trainingsprogramm unter der Leitung von Anderson Santana teil. In diesem Rahmen wird sie von Katya Petrovska, Olga Iakovlevskaya, Kazuko Sumimoto, Emilie Fagniez und Ciro Carcatella in Ballett, zeitgenössischem Tanz und Pilatestraining unterrichtet. Zwischen 2015 und 2019 sammelte die junge Tänzerin zusätzliche Erfahrungen durch Sommerkurse an der Wiener Staatsoper, dem English National Ballet sowie Praktika bei Davis Roberson, Isabelle Ciaravola, Michele Merola, Oliver Matz, Tadeusz Matacz, Paola Vismara und zuletzt durch die Teilnahme am Youth America Grand Prix (YAGP) in Italien. Ihre bisherige Bühnenerfahrung umfasst Micha van Hoeckes Le maitre et la ville, die jährliche Show der École Nationale de danse de Marseille, Les étoiles des nuits blanches mit SolistInnen des Mariinsky Theaters und des Mikhailovsky Theaters St. Petersburg, Musiques à Bagatelle, Schwanensee, Concerto mit dem Ballet Julien Lestel sowie Der Nussknacker mit der belgischen Ballettakademie Brussels International Ballet. Mit der Spielzeit 2022/23 wurde Elena Alessandrini in das Elevenprogramm des Thüringer Staatsballett aufgenommen.

Josefine Heidel

Josefine Heidel

Elevin

Die Norwegerin Josefine Juliebø Heidel begann ihre Ballettausbildung 2011 am Norwegischen Opern- und Ballett-Theater in Oslo. In den Jahren von 2014 bis 2015 sowie 2017 bis 2018 besuchte sie die Norwegische Tanzakademie in Oslo, wobei sie dazwischen ihre Ausbildung an der Ballettschule des Hamburg Ballett John Neumeier fortsetzte. Von 2018 bis 2021 war sie Mitglied der Königlichen Ballettschule in Stockholm, wobei sie in ihrem letzten Jahr dort auch ein Praktikum absolvierte. Seitdem studiert sie an der Academy Carole Massoutié in Toulouse und gehört zur Junior Company der Compagnie Choregraphique. Durch Sommerschulen bildete sich die junge Tänzerin am  M&G Ballet Talent Evolution in Dresden, an der American Academy of Ballet (AAB) in New York, dem Norwegischen Opern- und Ballett-Theater in Oslo, dem Valdres Sommerballett in Valdres, an der Royal Danish Balletschool in Kopenhagen, am American Ballet Theatre (ABT) in New York sowie an der Royal Ballet School in London weiter. Beim Grand Prix in Kiew wurde sie 2018 als Finalistin mit einem Sonderpreis ausgezeichnet und gewann im selben Jahr den ersten Preis den Choreografie-Wettbewerbs am Valdres Sommerballett. 2019 belegte sie den ersten Rang im Solo-Wettbewerb der American Academy of Ballet in New York. Unter der Leitung von Luidmila Sycheva und Vladimir Sichev studierte sie in Norwegen Variationen und Auszüge aus Dornröschen, Die Puppenfee, La Fille du Pharaon, Paquita und La Bayadère. In Hamburg erarbeitete sie mit Carolina Borrajo und John Neumeier Erste Schritte, Eine Reise durch die Jahreszeiten und Die vier kleinen Schwäne aus Schwanensee. In Stockholm studierte sie außerdem Rollen und Auszüge aus Balanchines Serenade, Dir Robert Cohans Stabat Mater, J.-Guillaume Barts Alla Fuga, Der Nussknacker, Paquita und Giselle unter der Leitung von Malin Thoors, Anne Donnelly, Jean-Guillaume Bart, Clairemarie Osta, Marina Antonova, Guy Albouy und Terry Wright. Ihr Repertoire an der Academy Carole Massoutié umschließt Werke von Francois Mauduit wie Dance Side Story, Die Jubiläumsgala, Romeo und Julia sowie Madame Butterfly. Zu ihren dortigen Gast-DozentInnen und Workshop-LeiterInnen zählten bisher Marie Agnès Gillot, Séverine De Cussac, Isabelle Boutot, Francis Malovik, Baptiste Gahon, José Martinez, Raphael Coumes-Marquet und Marieke Simons. Zur Spielzeit 2022/23 wurde Josefine Juliebø Heidel in das Stipendienprogramm des Thüringer Staatsballetts aufgenommen.

Laura Kaljunen

Laura Kaljunen

Elevin

Laura Kaljunen stammt aus Finnland und erhielt von 2003 bis 2015 Ballettunterricht in der finnischen Stadt Lappeenranta. Zwischen 2012 und 2015 besuchte sie außerdem ein Sonderprogramm der Finnish National Ballet School und setzte im Anschluss ihre Ausbildung an der Royal Swedish Ballet School Stockholm fort. Zu ihren wichtigsten DozentInnen zählen u.a. Minna Tervamäki, Anastasia Dunets, Stanislav Belyaevsky und Arja Tervo. Ihre Kenntnisse verfeinerte sie durch den Besuch von Sommerkursen an der Royal Danish Ballet Summer School, der Paris Opera Ballet Summer School, der Academie de Dance Princesse Grace sowie der Dresden International Ballet Summer School. Außerdem erhielt die junge Tänzerin bereits mehrere Förderungen von der Finnischen Kulturstiftung, der Anders Sandrews Stiftung sowie das Agda Cecilia Riltonś Stipendium. Als Praktikantin sammelte sie weitere Erfarungen bei den Compagnien Dans i Nord unter der Leitung von Marie Larsson Sturdy und dem Royal Swedish Ballet unter Direktor Nicolas Le Riche. Am portugiesischen Kayzer Ballet tanzte sie 2018/19 Pas de Deux aus Le Corsaire, Dornröschen und Don Quijotte sowie zeitgenössische Kreationen des künstlerischen Leiters Ricardo Runa. Am Helsinki Dance Theatre war sie 2019/20 an der Produktion Our Reality Moves des künstlerischen Leiters Val Suarez beteiligt und tanzte 2020/21 in Silvia Verges the Chamber Nutcracker im Rahmen des INKORPORA PROJECT in Helsinki. Zwischen 2020 und 2022 wirkte sie in mehreren Projekten der finnischen Kielo Dance Company mit und war an Human2020 der ChoreografInnen Katerina Torp, Maria Beseghi, Kristina Norri Seuranen beteiligt. 2021/22 trat sie beim Ballet Finland im Tanzfilm PERKELE! in der Choreografie von Ville Valkonen auf und arbeitete für die Bewegungsworkshops für Schulen mit Tuomas Hyvönen und Katerina Torp zusammen. An der Finnischen Nationaloper war sie während dieses Zeitraums auch in Das Phantom der Oper choreografiert von Osku Heiskanen sowie in Iloinen Leski von Juhani W. Rytkölä zu erleben. Mit Beginn der Spielzeit 2022/23 wechselt Laura Kaljunen in das Stipendiatenprogramm des Thüringer Staatsballetts.

Elena Scorsonelli

Elena Scorsonelli

Elevin

Elena Scorsonelli kommt aus Italien und wurde von 2012 bis 2019 am Centro Internazionale Danza in Modica unter der Leitung von Stoyanov Evgeny und Cicero Ornella ausgebildet. Seitdem setzt sie ihr Studium an der Ballettschule Theater Basel unter der Leitung von Amanda Bennett und Francois Petit fort, wo sie z.B. in Anatomie, Tanzgeschichte und Musiktheorie unterrichtet wird. Außerdem nimmt sie in Italien Unterricht in Choreutik. Ihre Studienschwerpunkte liegen auf klassischem Ballett und Spitzentanz, zeitgenössischem Tanz, Pas de Deux, Fitness, Yoga und Variationen. Beeinflusst wurde sie tanztechnisch beispielsweise von Jorge García Perez, Guillaume Musset, Yajima-Boisnon Rita, Lawrence Rigg, Arman Grigoryan Galina Mihaylova, Cinthia Labaronne, Alba Carbonell Castillo, Julie Christine Wherlock und Armando Braswell. Außerdem wurde sie bis dato von Gast-DozentInnen wie Stefanie Arndt, Sara Laurenco, Michal Langeneckert, Denise Welten, Craig Davidson, Fabio Polombo, Pau Aran, Sèbastien Mari, Petrovska Katia, Hyewon Shim, Asya Eneva, Roberta Ferrara, Selma Guerrieri, Alessandra Scalambrino, Simona Fichera und Melissa Gramaglia unterrichtet. Weiterbildende Sommerkurse führten die Nachwuchstänzerin durch Stipendien bereits zum English National Ballet, an die Princesse Grace Dance Academys, Palermo In Danza sowie an die Vaganova Ballet Accademy in La Spezia. Außerdem nahm sie an Workshops von Zhanat Atymtayev, Valeri Hristov, Amanda Bennett, Lusymay und Alessio Di Stefano, Jan Broeckx und Fethon Miozzi teil. 2018 belegte sie den zweiten Platz in der Kategorie Klassische Variation bei den Sicily Dance Awards in Catania sowie und gewann den ersten Preis in derselben Kategorie bei der Sicilia In Dance Competition. Weitere Bühnenerfahrung sammelte die Nachwuchstänzerin an der Fonfazione Teatro Garibaldi im italienischen Modica, in der Sommergala der Ballettschule Theater Basel sowie in Der Nussknacker am Theater Basel. Mit der Spielzeit 2022/23 wurde Elena Scorsonelli in das Elevenprogramm des Thüringer Staatsballetts übernommen.

 

Matteo Castellaro

Eleve

Matteo Castellaro kommt aus Italien und studierte von 2015 bis 2019 am Pôle National Supérieur de Danse Rosella Hightower in Cannes unter der Leitung von Paola Cantalupo klassisches Ballett, zeitgenössischen Tanz, Pas de Deux und Körperkondition. Danach wechselte er an die Ballettschule Theater Basel unter der Leitung von Amanda Bennett und François Petit, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten zu vertiefen und in Bereichen wie Variationen und Yoga auszubauen. Zu seinen wichtigsten LehrerInnen zählen Amanda Bennett, François Petit, Arman Grigoryan, Lawrence Rigg und Jorge García Pérez sowie renommierte GastdozentInnen wie Sara Lourenco, Michael Langeneckert und Denise Welten. Außerdem absolvierte er Workshops zu Mats Ek bei Pompea Santoro, zu Marco Goecke bei Fabio Palombo, zu David Dawson bei Sebastièn Meri sowie bei Exequiel Bareras und Garreth Smith, und belegte Sommerkurse bei Royal Ballet und der Accademia Ucraina di Balletto in Alassio und Mailand. 2015 erhielt der Nachwuchstänzer auch ein Stipendium vom Ateneo della danza Siena. Bisher war er u.a. in Giselle, Der Nussknacker, La fille mal gardée und Carmen im Palais Stéphanie in Cannes zu erleben. Am Theater Basel tanzte er in Der Nussknacker, Richard Wherlocks Rebus und unterschiedlichen Kreationen von Craig Davidson. Zuletzt trat er in Wherlocks Snow White (Schneewittchen) auf. Zur Spielzeit 2022/23 wurde Matteo Castellaro in das Stipendienprogramm des Thüringer Staatsballetts aufgenommen.

Marc Castillo Blanco

Marc Castillo Blanco

Eleve

Der Spanier Marc Castillo Blanco absolvierte seine Grundausbildung bis 2016 sowie sein dreijähriges weiterführendes Studium am Institut del Teatre Barcelona. Anschließend führten ihn sein Bachelor- und Masterstudium in Tanz an die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim. Zu seinen einflussreichsten BallettdozentInnen zählen internationale Größen des Tanzes wie Xiomara Reyes,  Samira Saidi, Nabuhiro Terada, Andrey Yermolenkov, Ksenia Korobchanskaya, Alexey Ilyin, Polina Rassadina, Svetlana Efimova, Irina Pyatkina, Ekaterina Trunina, Lucas Masala, Yumiko Takeshima, Agnes Noltenius, Livio Panieri und Sebastian Marin. Sein Ballettrepertoire umfasst Klassiker wie La Esmeralda, Spartacus, La Bayadère, Napoli, Walpurgisnacht, Le Corsaire und Schwanensee. Darüber hinaus sammelte der junge Tänzer nationale und internationale Wettbewerbserfahrungen, unter anderem beim Premi Jujol de Dansa Jove Sant Joan Despí und beim Dance World Cup in Spanien. Ferner bildete er sich in moderner Tanztechnik (Martha Graham, Gaga nach Ohad Naharin, Limón) fort. Im Rahmen seiner Bühnenerfahrung studierte er Maurice Ravels Bolero am Béjart Ballet Laussane und gastierte 2021/22 im Corps de Ballet des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Während dieser Zeit stand er gemeinsam mit herausragenden TänzerInnen unserer Zeit wie Igor Tsvirko, Denis Untila und Diana Kosyreva auf der Bühne. Ab der Spielzeit 2022/23 ist Marc Castillo Mitglied des Elevenprogramms des Thüringer Staatsballetts.

Merlin Erdelen

Merlin Erdelen

Eleve

Merlin Kenneth Erdelen stammt aus Bergisch Gladbach und besuchte zwischen 2004 und 2015 die Tanzschule Step-In in Altenkirchen. Von 2015 bis 2019 ging er  an das Tanzgymnasium Essen-Werden, wo er auch seine Allgemeine Hochschulreife abschloss. Danach absolvierte er den Bachelor in zeitgenössischem Tanz an der Zürcher Hochschule der Künste. An der Akademie des Tanzes Mannheim studiert er seit 2019 im Bachelorstudium in Tanz sowie im Bachelorstudium in Tanzpädagogik; 2021 war er hier auch als Social Media Designer tätig. Bis dato wurde er u.a. von Birgit Keil, Agnès Noltenius, Svetlana Kusnezova, Alexandre Kalibabschuck, Eric Blanc, Grant Scruggs, Yuhao Guo, Zoulfia Choniiazova, Aki Kato, Paolo Amerio, Heather Jurgensen, Siner Gonenc Boquin, Ludmila Nikitenko, Mina Skenderija, Natasa Novotna, Leon Kjellsson, Nicolas Robillard, Dmitry Seminov, Macha Daudel, Denise Lampart, Michaela Bosshard, Mark Wuest Schmid, Nour Eldesouki, Ingo Meichsner, Heinz Loigge, Francoise Kan, Simone Schauenburg, Erika Winkler, Bruno Catalano, Maged Mohamed und Adeline Pastor unterrichtet. Zwischen 2013 und 2015 nahm der junge Tänzer an den Duisburger Tanztagen teil und besuchte zwischen 2015 und 2019 Sommerakademie Dortmund. Weitere Erfahrungen sammelte er als Praktikant beim Ballett Dortmund, durch Workshops an der Stage School Hamburg sowie durch die Mitwirkung an dem Education-Projekt Queeny Unplugged am Aalto Ballett Essen und dem Tanztheater Dancers in Hell am Theater Felina-Areal in Mannheim. Bislang arbeitete er mit ChoreografInnen wie Ken Ossola, Terence Kohler, Kinsun Chan, Zelner Nadav, Tabea Martin, Ben van Cauwenberg, Xin Peng Wang, Bridget Breiner, Igor Volkovskyy, Ulla Geiges, Henrietta Horn, Marie Lena Kaiser und Corinna Spieth zusammen. Mit der 2022/23 gehört Merlin Kenneth Erdelen zum Elevenprogramm des Thüringer Staatsballetts.

Simona-Laura Hanga

Simona-Laura Hanga

Ballettrepetitorin

Simona-Laura Hanga stammt aus Rumänien, wo sie an der Musikhochschule und der Musikakademie Gheorghe Dima in Cluj-Napoca in den Fächern Klavier-, Vokal, Instrumentalmusik und Musikwissenschaft ausgebildet wurde. Ende der 1980er Jahre war sie drei Jahre lang als Gymnasiallehrerin für Musiktheorie und Chorgesang in der Stadt Bârlad tätig. Zwischen 1990 und 2000  war sie als Ballettrepetitorin an der École de Chorégraphie von Cluj-Napoca engagiert. Daneben sang sie ebenfalls in Cluj-Napoca im Stimmfach Mezzosopran beim Kammerchor Cappella Transilvanica und dem Philharmonischen Berufschor Transilvania mit. Unter Jens-Peter Urbich und Philipp Egli arbeitete sie anschließend für drei Spielzeiten als Ballettrepetitorin und Beleuchtungsinspizientin am Theater St. Gallen, wo sie ebenfalls als Sängerin im Opernchor mitwirkte. Von 2003 bis 2007 war Simona-Laura unter der künstlerischen Leitung von Henning Paar Ballettrepetitorin und musikalische Assistentin am Staatstheater Braunschweig. In der folgenden Spielzeit war sie dort unter Tanzdirektorin Eva-Maria Lerchenberg-Thöny ebenfalls als Ballettpianistin tätig. Im Anschluss war sie zehn Jahre lang am Theater Magdeburg unter Ballettdirektor Gonzalo Galguera als Ballettrepetitorin, musikalische Assistentin mit solistischen Aufgaben und Beleuchtungsinspizientin engagiert. In diesen Funktionen betreute sie während dieser Zeit u.a. die Produktionen Cinderella, Jekyll & Hyde, Manon Lescaut, Der Nussknacker, Don Quixote, Carmina Burana, Cuban Ouverture, Boléro, Romeo und Julia, La Sylphide, Le Sacre du Printemps, Iphigenie auf Tauris, Dornröschen, Coppélia, Wahlverwandtschaften, Le Corsaire, Raymonda sowie die deutsche Erstaufführung von Claude-Michel Schönbergs Ballett Wutering Heights nach dem Emily Brontës Roman Sturmhöhe im Jahr 2011. Seit August 2018 ist Simona-Laura am Thüringer Staatsballett als Ballettrepetitorin und –inspizientin tätig, wo sie bisher beispielsweise an Forever Lennon, Giselle, Festhalten!, Impulse, Das Lied von der Erde, Tanz aus der Reihe, Tour de Danse und TanzLust beteiligt war.