Tickets für die Spielzeit 2022/23 ab sofort online, telefonisch und in unseren Theaterkassen erhältlich.

Thüringer Staatsballett

Die Ernennung der Ballettcompagnie , die in den letzten Jahren unter dem Namen ThüringenBallett firmierte, zum Thüringer Staatsballett ist das Resultat einer rund neunzigjährigen Geschichte. Geprägt wurde diese von herausragenden Tänzern, Choreografen und Ballettdirektoren, welche der Kunstform Ballett erst ihre Daseinsberechtigung als eigenständige Sparte erkämpfen und dann mit jeder Premiere neu behaupten mussten. Zuvor war Ballett vor allem als integraler Bestandteil des Musiktheaters gefragt. Gastspiele und die über drei Jahrzehnte veranstalteten Geraer Balletttage gaben wichtige Impulse von außen. Möglich wurde diese beachtliche Entwicklung aber vor allem auch, weil ein enthusiastisches Ballettpublikum in Ostthüringen diese Sparte stehts zu würdigen wusste.
Die Geschichte des Balletts in Gera begann in der Spielzeit 1923/24, als erstmals der Versuch unternommen wird, Tanz als eigenständige Kunstgattung einzuführen. Die „Josephs Legende“ von Richard Strauss erlebte drei Aufführungen im Rahmen eines Strauss-Konzertes. Für die Hauptrollen wurden Anni Schwanninger (Schweiz) und Iril Gadescow (Metroplitan Opera New York) engagiert. In den folgenden Spielzeiten gab es immer wieder Tanzabende.
Einen ersten Aufschwung erlebte das Ballett durch das Engagement von Yvonne Georgi, einer Schülerin von Mary Wigman. Georgi wurde zunächst nur für einen Soloabend verpflichtet. Sie blieb für die ganze Spielzeit 1925/26 als Solistin und Leiterin des Tanzensembles. Ihr 1. Tanzabend nach Musik von Felix Petyrek, Darius Milhaud, Egon Wellesz und Igor Strawinsky feierte große Erfolge, auch bei Gastspielen in Berlin, Leipzig und Hannover.

In den 1930er Jahren gastierten vermehrt Tänzer in Gera, die als innovatorische Persönlichkeiten auch die internationale Entwicklung stark prägten, wie z.B., Gret Palucca, Mary Wigman und Harald Kreutzberg sowie das Indische Ballett Menaka.

Erst 1937 gab es einen erneuten Versuch, den Tanz als eigenständige Kunstgattung zu etablieren. Unter der Leitung des Choreografen Wilmo Kamrath entstanden Ballettabende. Seine Nachfolgerin Inge Ziegler leitete die Tanzgruppe in seinem Sinne weiter. Jährlich brachte sie einen mehrteiligen Tanzabend heraus. Die Tanzgruppe bestand in den ersten Nachkriegsjahren aus 10 bis 12 Damen, von denen allerdings die wenigsten eine professionelle Ausbildung absolviert hatten. Die Tänzer wurden häufig durch einen Bewegungschor und das Kinderballett sowie die Damen und Herren des Chores verstärkt. 1950/51 erlebte das Geraer Publikum mit „Der Teufel im Dorf“ (Fran Lhotka) das erste abendfüllende Handlungsballett des eigenen Ensembles.
Nach Inge Zieglers Weggang übernahm 1952 Alice Uhlen von Gregory die Leitung, eine erfahrene Choreografin mit klassischer Ausbildung. Sie strebte verstärkt eine klassische Schulung des Ensembles an. Von Gregory blieb nur eine Spielzeit, in der ein mehrteiliger Tanzabend und das Ballett „Der Zauberladen“ nach Musik von Gioacchino Rossini und Ottorino Respighi entstanden. Unter dem Solotänzer und Choreografen Heinz Lieker arbeitete die Compagnie die nächsten drei Spielzeiten. In dieser Zeit entstanden Werke wie „Die Geschöpfe des Prometheus“ (Ludwig van Beethoven) und „Die Liebenden von Verona“ (Leo Spiess).

Der Bühnentanz erreichte unter der Leitung von Ruth Wolf, die von 1956 bis 1962 in Gera wirkte, bald eine neue Qualität. Aus der Tanzgruppe wurde allmählich eine Ballettcompagnie. Zielstrebig verbesserte Ruth Wolf die Struktur des Balletts. So entstand ein Herrenballett mit 6 bis 7 Tänzern. Die führende Solistin dieser Zeit war Anne-Margret Herr. Es war die Ära der großen russischen Ballettabende mit Choreografien wie „Scheherazade“ (Nikolai Rimsky-Korsakov) und „Flamme von Paris“ (Boris Assafjew), „Aschenbrödel“ (Sergej Prokofjew) oder „Fontäne von Bachtschissarai“ (Boris Assafjew).
Auch unter ihrem Nachfolger Horst Jentsch wurden Laien und Kollegen anderer Sparten in die Choreografien mit einbezogen. In seine Zeit fiel die DDR-Erstaufführung des Märchenballetts „Die Prinzessin mit dem goldenen Stern“ (Radovan Fest-Spisiak).

1973 übernahm Inge Berg-Peters die Leitung des Balletts. Ihre wichtigste Aufgabe sah sie darin, den technischen und künstlerischen Leistungsstand des Ensembles zu heben und leistungsfähigen Solistennachwuchs  heranzubilden. Die Ballettarbeit wurde professioneller; die Einbeziehung von Laien verlor an Bedeutung bzw. verschwand fast vollständig. 20 Jahre leitete sie die Geschicke des Geraer Balletts. Das Ballett wurde zu einer anerkannten und beliebten Sparte der Bühne wie eine Rezension aus dem Jahre 1986 zeigt:

"Nicht nur Tanzprofis wissen, dass Gera inzwischen eine Ballettoase in der DDR geworden ist, gewachsen an der Ensemblearbeit durch Chefchoreografin Inge Berg-Peters und den alljährlich durchgeführten 'Geraer Ballett-Tagen', dem einzigen regelmäßigen Treffen in der DDR."
Martin G. Butter, Neues Deutschland

Unter ihrer Leitung wurden die Geraer Ballett-Tage ins Leben gerufen, die von 1976 bis 2009 regelmäßig stattfanden. International renommierte Ensembles wie das Russische Nationalballett, Nederlands Dans Theater, Ballett Preljocaj aus Aix-en-Provence, Introdans aus Arnheim, die Compania Nacional de Dansa aus Madrid und die Londoner Henri Oguike Dance Company gastierten in Gera. Das Festival bot zudem dem Tanznachwuchs eine Plattform. Das Programm des Festivals legt seinen Schwerpunkt auf das klassische Ballett – auf seine Überlieferung, seine Weiterentwicklung, seine Umschreibung, seine analytische Reflexion – und es fragt nach der Zukunft dieser Kunstform.

In den 1990er Jahren entwickelte sich die Ballettsparte zum erklärten Liebling des Publikums. Nach dem Ausscheiden von Inge Berg-Peters prägte ihr ehemaliger Schüler und Hauschoreograf Peter Werner-Ranke zusammen mit dem Dramaturgen Wolfgang Ranke das Profil des Balletts. Er choreografierte u.a. die überaus erfolgreichen Ballett-Inszenierungen Play Goethe“  und „Dix“.
Unter der Leitung des Ballettdirektors Siegfried Martin Wende arbeiteten renommierte Gastchoreografen wie Ton Wiggers, Nils Christe, Uwe Scholz, Dietmar Seyffert, aber auch junge Choreografen wie Mario Schröder, Silvana Schröder und Stela Korljan in Gera. Zum ersten Mal wurde mit „Giselle“ (Adolphe Adam) ein abendfüllendes Ballett in der überlieferten klassischen Originalchoreografie aufgeführt.

Ballettdirektor Ivaylo Iliev setzte die Entwicklung fort, indem er Gastchoreografen wie Gregor Seyffert, Hugo Viera und Birgit Scherzer engagierte und so unterschiedliche künstlerische Handschriften zur Geltung brachte.

2011/12 kehrte Silvana Schröder, die einst ihre Karriere als Tänzerin am Theater Gera begann, als Ballettdirektorin zurück ans Haus. Mit ihren Choreografien „Freaks“, „Zeit.Punkt.“ und „27“ kreierte sie für das ThüringenBallett einen eigenen, unverwechselbaren Stil. Auf Basis der Neoklassik erarbeitete sie mit der Compagnie aktuelle, mal athletisch-zirzensische, mal humoristische Bewegungsabläufe, stets emotional packende Choreografien zu selbst gestellten Themen, in denen alle Tänzerinnen und Tänzer gleich wichtig sind. Große Ensemblechoreografien sind eines ihrer Markenzeichen.

Im Zuge der Finanzierungsvereinbarung für die Jahre 2013-2016 beschloss die Landesregierung, der Ballettcompagnie von Theater&Philharmonie Thüringen zum 1. Januar 2013 den Titel Thüringer Staatsballett zu verleihen.

Silvana Schröder

Silvana Schröder

Ballettdirektorin und Chefchoreografin

Silvana Schröder wurde 1969 in Finsterwalde geboren. Nach einer achtjährigen Tanzausbildung an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden bei Professor Gret Palucca, Professor Hanne Wandtke und Karin Sander folgte 1986 eine erste Zusammenarbeit mit Ruth Berghaus anlässlich der Eröffnung der Sächsischen Staatsoper Dresden. Ihr erstes Engagement trat sie 1987 im Ballettensemble der Bühnen der Stadt Gera an, wo sie ab 1988 Solotänzerin in verschiedenen Hauptrollen war, u. a. in Orpheus und EurydikeDer Nussknacker, Le Sacre du Printemps. Im Jahr 1989 begann Schröder ihre nebenberufliche Ausbildung als Choreografin an der Hochschule für Schauspielkunst und Regie „Ernst Busch“ in Berlin bei Prof. Dietmar Seyffert (Choreografie), Prof. Peter Jarchow (Musik) und Prof. Reiner Werner (Medizin), und schloss es 1994 mit Auszeichnung ab. Für ihre Choreografie Der Riß, in Zusammenarbeit mit ihrem Bruder Mario Schröder, wurde sie 1989 mit dem Darsteller- und Sonderpreis beim nationalen Choreografenwettbewerb in Dessau ausgezeichnet. Ab 1991 war sie außerdem unter der Leitung des Choreografen Prof. Uwe Scholz am Ballett der Oper Leipzig tätig. Zahlreiche Gastspiele mit dem Ballettensemble der Oper Leipzig führten sie u. a. nach Frankfurt am Main, Stuttgart, Luxemburg und Lissabon. 1995 kehrte Silvana Schröder schließlich nach Gera zurück, wo sie unter der Leitung des Ballettdirektors Martin Wende als Solistin engagiert war. Im selben Jahr erhielt sie den Förder- und Anerkennungspreis der Stadt Leipzig, sowie des Fördervereins der Oper Leipzig. Von 2000 bis 2003 war sie am Theater Altenburg-Gera Ballettdirektorin und Chefchoreografin, bevor sie acht Jahre lang freiberuflich als Choreografin und Opernregisseurin arbeitete. In der Spielzeit 2011/12 wurde Silvana Schröder wieder Ballettdirektorin und Chefchoreografin am Theater Altenburg Gera, vormals Theater & Philharmonie Thüringen. Während dieser Zeit erarbeitete sie bereits 13 Ballettabende mit dem Ensemble und den seit 2018/19 existierenden Nachwuchstänzerinnen und -tänzern des Elevenprogramms des Thüringer Staatsballetts, z.B. Freaks, ZeitPunkt, Schwarzer Schwan, KeimZeit, Mercutios Geheimnis, Waiting Room, Piaf – La vie en rose, Dracula, Eine infernalische Reise / Letzte Lieder, Liberace – Glitzer, Schampus und Chopin, Giselle sowie  Forever Lennon. Seit 2017 unterrichtet sie auch als Honorar-Professorin an der Ballettakademie des Shenyang Conservatory of Music in China, wodurch ein interkultureller Austausch mit dem Thüringer Staatsballett gefördert wird. 2018 erklärte der Theaterverein Schröder zum Ehrenmitglied. Mit ihrem Repertoire gastierte das Thüringer Staatsballett bereits häufig im In – und Ausland, zum Beispiel in Frankreich und China. Auch ist das Ensemble immer wieder auf vielen Bühnen in ganz Deutschland im Rahmen von Ballettgalas präsent. In der Spielzeit 2020/21 war sie als Gastjurorin beim Internationalen Tanztheater Festival Erfurt tätig und zeichnete für die künstlerische Leitung der Ballettgalas Tanz aus der Reihe, Tour de Danse und TanzLust verantwortlich, für die sie auch eigene Beiträge kreierte.

Maité Pimentel de Moraes Nunes

Tänzerin

Die Brasilianerin Maité Pimentel de Moraes Nunes ist eine klassisch ausgebildete Ballett- und moderne Tänzerin, die ihren  Abschluss an der Bolshoi Theatre School in Brasilien absolvierte. Zwischen 2017 und 2018 war sie Solistin in der Young Company des Ballet Bolshoi in Joinville und studierte klassische Partien aus Balletten, wie  Schwanensee (Odette/Odile), Dornröschen (Prinzessin Florine), Le Spectre de la Rose, Romeo und Julia (weibliche Hauptrolle), Der Brunnen von Bakhchisaray (Maria), Der sterbende Schwan usw. Ab 2018 war sie Solistin am Staatlichen Opern- und Balletttheater Perm. Unter dem Balletttänzer und Choreographen Vladimir Vasiliev studierte sie große Repertoire-Ballette ein. Dieses umfasst außerdem Produktionen wie The Four Seasons, Les Sylphides, Serenade, La Bayadère und Le Corsaire.

Darüber hinaus nahm Maité Nunes 2015 in Brasilien u.a. an einer Tournée mit dem Moskauer Bolschoi-Theater mit der Produktion Giselle teil. Mit dem Pas de Deux Melodie (Oroheus und Eurydike) wirkte sie 2017 am Galaabend des 35. Tanzfestivals von Joinville mit und war an dem Projekt Films.dance by jacob jonas (2020) beteiligt. Ferner arbeitete sie mit Größen des Tanzes wie Maria Aleksandrovna Alexandrova, Vladislav Lantratov, Marcelo Mourão Gomes, Diana Wiktorowna Wischnjowa sowie renommierten Choreographinnen und Choreographen wie  Aleksei Miroshnichenko, Denis Bonner, Jane Elliott und Jacob Jonas zusammen. Seit Februar 2022 ist sie im Ensemble des Thüringer Staatsballett als Elternzeitvertretung engagiert.

Cristian Emanuel Amuchastegui

Cristian Emanuel Amuchastegui

Tänzer

Cristian Emanuel Amuchastegui hat italienisch-argentinische Wurzeln und erhielt seine Ausbildung an namhaften Tanzinstiutionen wie der Akademie des Tratro Colón sowie der Fundación Julio Bocca in Buenos Aires, der Houston Ballet Ben Stevenson Academy und dem Houston Ballet II in Houston/Texas (USA). Darüber hinaus absolvierte er zahlreiche Meisterklassen, zum Beispiel bei Kevin McKenzie, Edward Ellison, Anna-Marie Holmes und Nanette Glushak. Von seinen Ausbildungsstätten erhielt er jeweils ein Stipendium, und war außderdem unter anderem Stipendiat des Jacob’s Pillow Dance Festival (2007, MA/USA) und dem American Ballet Theatre (2008, New York). Bisherige Engagements führten ihn vom Houston Ballet II (2009 - 2010) über das Hamburg Ballet unter John Neumeier (2010 - 2016) an das Ballett des Kroatischen Nationaltheaters Rijeka (2018 - 2020). Im Rahmen seiner bisherigen Laufbahn tanzte Cristian schon in Produktionen renommierter Choreografen wie Andonis Foniadakis, Giuseppe Spota, Mauro Bigonzetti und John Neumeier. Daneben ist Cristian Preisträger des Prix de Lausanne (2010) und gastierte an der Koike Ballet School im japanischen Hiroshima. Nachdem er bereits mit der kroatischen Compagnie beim Ballettfestwochen-Intermezzo des Thüringer Staatsballetts im Januar 2020 zu erleben war, ist er seit der Spielzeit 2020/21 festes Ensemblemitglied am Thüringer Staatsballett und war bisher in den Ballettgalas Tanz aus der Reihe und TanzLust zu sehen.

Eleven des Thüringer Staatsballetts

Seit Beginn der Spielzeit 2018/19 besteht das Elevenprogramm des Thüringer Staatsballetts, das 14 jungen Tänzerinnen und Tänzern für eine Spielzeit die Chance bietet, aufbauend auf ihre Ballettausbildung erste professionelle Bühnenerfahrung am Theater Altenburg Gera zu sammeln. Das Nachwuchsprogramm wird ermöglicht durch die Thüringer Staatskanzlei und ist bis 2024 finanziert.
Die Eleven, die von der Staatlichen Ballettschule Berlin, der Tanz Akademie Zürich und der Palucca Hochschule für Tanz Dresden sowie von internationalen Ballettschulen nach Gera kommen, erhalten die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Thüringer Staatsballett zu trainieren, an bestimmten Premieren und Repertoireproduktionen im Ballett (z.B. Forever Lennon, Giselle) und Musiktheater (z.B. Spamalot, Cabaret, Das Lied von der Erde, In der Strafkolonie) teilzunehmen und unter der Leitung des neuen Ballettmeisters Vitalij Petrov ihre tänzerischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Bisher waren die jungen Nachwuchstalente außerdem in eigens für sie kreierten Ballettabenden wie Festhalten! oder dem Galaprogramm Tour de Danse zu erleben. 

Eleven 2021/2022:

Isabella Bellotti Fargnolli                   
Andrea Castillo Gimenez
Larissa Gomes de Sant’Anna da Silva              
Sengwon Lee
Amaya Simon
Ayano Yanagi
Matheus Ricardo Oliveira França Dos Santos           
Ghabriel Gomes
Danila Kapustin
Victor Costa Santos
Felipe dos Santos Vasques   
Felipe Sales
N.N.

Isabella Bellotti Fargnolli

Elevin

Die Brasilianerin Isabella Bellotti Fargnolli absolvierte von 2015 bis 2018 ihre tänzerische Grundausbildung an der Escola Técnica de Dança Adriana Assaf und wurde u.a. von Tindaro Silvano und Cecilia Kerche unterrichtet. In dieser Zeit erarbeitete sie klassische Repertoirestücke wie Le Corsaire, Dornröschen, Don Quijotte, Der Nussknacker, Schwanensee, Giselle, La Bayadère, Coppélia und La Fille mal gardèe. Anschließend ging sie an Ballettschule des Hamburg Ballett unter der Leitung von John Neumeier, um ihr Studium fortzusetzen. Dort zählten zu ihren bisherigen Dozentinnen z.B. Gigi Hyatt, Januz Mazon, Kevin Haigen, Ann Drower, Anna Urban, Christian Schön, Leslie Huges und Carolina Borrajo. Außerdem sammelte sie in Hamburg Bühnenerfahrung in den Formaten Intermezzo X, Beethoven Dances (John Neumeier) sowie in der Werkstatt der Kreativität  X und XI. Mit dem Hamburg Ballett arbeitete sie in Ein Sommernachstraum und in der Ballett-Werkstatt (John Neumeier) zusammen. Die junge Tänzerin verfügt bereits über einige Wettkampferfahrung und gewann das Goiás International Festival (2016), das Joinville International Dance Festival (2016, 2017, 2018) sowie den Preis als beste Tänzerin des “Dançar a Vida” Festival (2016). Überdies war sie 2018 Gewinnerin der Vorauswahl des Prix de Lausanne in Südamerika. Seit der Spielzeit 2020/21 ist Isabella Bellotti Fargnolli Mitglied des Elevenprogramms des Thüringer Staatsballetts und tanzte bisher in den Produktionen Tour de Danse, Eugen Onegin und Das Lied von der Erde mit. In der Spielzeit 2021/22 tritt sie unter anderem in der Neuproduktion Erzählte Erinnerungen auf.

Andrea Castillo  Gimenez

Andrea Castillo Gimenez

Elevin

Die Spanierin Andrea Castillo Gimenez schloss 2004 im Estudio de Danza L’Espai de de Dansa in Valencia ihre Grundausbildung in Tanz ab. Ab 2013 professionalisierte sie ihr Können im klassischen Tanz am Conservatorio Superior de Danza de Valencia durch Kurse wie klassischen, neoklassischen und zeitgenössischen Tanz, Musik, Anatomie, Pädagogik, Tanzgeschichte und Workshops in Repertoire und Choreographie. Zu ihren einflussreichsten Dozentinnen im klassischen Ballett zählen Rita Martínez, Laura Villanueva und África Hernández. Ihre bisher studierten klassischen Partien umfassen u.a. Auszüge aus Dornröschen, Carmen, Don Quijote, Sylvia und Der blaue Vogel. Außerdem erarbeitete sie z.T. durch Workshops Choreografien wie Bach (Mehmet Balkan), Bolero (Lothar Höfgen), Fanfare LX (Hans Van Manen), Duende (Nacho Duato) und Andrómeda (Jiří Kylián). Seitdem besuchte Andrea Castillo Gimenez regelmäßig unterschiedliche Sommerkurse (z.B. EN DANZA, ADAM, Conservatorio Superior de Danza de Valencia) und belegte Meisterkurse bei  um sich in Tanz und Choreografie weiterzubilden, z.B. bei James Forbat, Marco Batti, José Carlos Blanco, Fabrice Edelmann und Rodolfo Castellanos. Außerdem erhielt sie Stipendien für den Internationalen Sommerkurs ADAM, das Russian Masters Ballet Camp, EN DANZA, die Kirov Academy of Ballet in Washington D.C. und das Conservatorio Superior de Danza de Valencia. Zwischen 2015 und 2018 sammelte die junge Tänzerin bereits einige bühnenpraktische Erfahrungen im akademischen und theatralen Kontext, aber auch durch Auftritte bei Galas, Kultur- und Wohltätigkeitsveranstaltungen. Im Jahr 2018 war Andrea Castillo Gimenez zudem Halbfinalistin bei der World Dance Fair in Alicante und beim Concurso Internacional de Ballet Torrelavega sowie Finalistin beim Consurso Internacional de Danza in Ribarroja. Seit der Spielzeit 2019/20 gehört sie zum Elevenprogramm des Thüringer Staatsballetts und tanzte bisher in den Produktionen Festhalten!, Tour de Danse, Spamalot, Eugen Onegin und Das Lied von der Erde mit. In der Spielzeit 2021/22 ist sie unter anderem in den Neuproduktionen Synergien und Erzählte Erinnerungen auf der Bühne zu erleben.

Larissa    Gomes de Sant’Anna da Silva

Larissa Gomes de Sant’Anna da Silva

Elevin

Die junge Tänzerin Larissa Gomes de Sant’Anna da Silva kommt aus Brasilien, wo sie ihre Grundausbildung bei der Island Dance Cultural Group erhielt. Außerdem belegte sie bisher Workshops in klassischem und zeitgenössischem Tanz bei Beatriz de Almeida, Raúl Candal, Mário Galizzi, Guiomar, Eleonora Oliosi und Gustavo Lesgart. Weitere Berufserfahrung sammelte sie in Zusammenarbeit mit Daniela Cardim, Luiz Fernando Bongiovanni und Cicero Gomes. Im Jahr 2016 wirkte sie am Stadttheater von Rio de Janeiro in den Produktionen Seventh Symphony, Amazon Triology (von Marcelo Gomes), Sheherazade (Wiederaufnahme und künstlerische Leitung: Toni Candeloro), Schwanensee, Der Nussknacker sowie in Lo Schiavo (von Carlos Gomes) mit. Darüber hinaus nahm sie bereits mehrfach erfolgreich an internationalen Tanzwettbewerben teil. Beispielsweise wurde sie 2017 beim Compass Festival als beste Tänzerin ausgezeichnet, indem sie sowohl mit einer klassischen Variation als auch einem zeitgenössischen Solo den ersten Platz belegte. Drei Jahre zuvor gewann sie beim Three Rivers Festival im Bereich Jazztanz sowie in der Kategorie Freistil-Solo ebenfalls den ersten Preis und belegte im klassischen Repertoire mit der Quiteria-Variation aus Don Quijotte den zweiten Platz Weitere Wettbewerbe und Festivals führten die junge Künstlerin unter anderem nach Argentinien und in die USA. Seit der Spielzeit 2018/19 ist Larissa Gomes Mitglied im Elevenprogramm des Thüringer Staatsballetts und tanzte bisher in den Produktionen Giselle, Forever Lennon, Festhalten!, Tour de Danse, Cabaret, Spamalot, Eugen Onegin und Das Lied von der Erde mit. In der Spielzeit 2021/22 ist sie unter anderem in der Neuproduktion Erzählte Erinnerungen zu sehen.

Amaya  Simon

Amaya Simon

Elevin

Die Französin Amaya Simon wurde zwischen 2006 und 2013 in klassischem und zeitgenössischem Tanz an École Gilet- Lypsic-Biarritz und der École Horizon Dance ausgebildet. Ihre einflussreichsten Lehrerinnen und Lehrer dort waren Sylvie Clavier, Bruno Cauhapé, Véronique Lypsic und Sandra Marty. Anschließend setzte sie vier weitere Jahre lang ihr Studium am Conservatoire National Supérieur de Musique et Danse de Paris unter der Direktion von Jean-Christophe Paré fort, und wurde u.a. von Anne Salmon, Isabelle Ciaravola, Laurent Novis, Bertrand Belem und Claude de Vulpian ausgebildet. Im Jahr 2017 schloss Amaya Simon mit Auszeichnung ihre Ausbildung am Lycée Georges Brassens ab und wechselte an die Ballettschule des Hamburg Ballett unter der Direktion von John Neumeier, wo Gygy Hyatt ihre Hauptbetreuerin wurde. Zwischen 2014 und 2016 führten sie Workshops nach Finnland, Russland und in das Vereinigte Königreich. In den nächsten beiden Jahren nahm sie an weiteren Workshops - u.a. von Jiří Kylián (Petite mort), Noëlla Pontois (Raymonda) und John Neumeier (Beethoven project) - teil. Zwischen 2016 und 2018 sammelte die junge Tänzerin erste Bühnenerfahrung in Paris (Thémes et variations, Raymonda) und Hamburg (Werkstatt der Kreativität, Erste Schritte, Nijinsky Gala). Außerdem war sie 2011 Finalistin beim Concurso Internacional de Ballet Torrelavega in Spanien. 2016 belegte sie den dritten Platz  der Kategorie ‘zeitgenössischer Tanz’ und kam unter die Top 12 der Kategorie ‘Klassik’ im Halbfinale des Youth America Grand Prix in Paris. Seit der Spielzeit 2019/20 ist Amaya Simon Mitglied im Elevenprogramm des Thüringer Staatsballetts und wirkte bisher in den Produktionen Festhalten!, Tour de Danse, Spamalot, Eugen Onegin und Das Lied von der Erde mit. In der Spielzeit 2021/22 ist sie unter anderem in der Neuproduktion Erzählte Erinnerungen zu erleben.

Matheus Ricardo Oliveira França          Dos Santos

Matheus Ricardo Oliveira França Dos Santos

Eleve

Matheus Ricardo Oliveira França Dos Santos begann sein Studium 2013 und ist Teil des ATM Centro Cultural de Danças in seinem Heimatland Brasilien. Er nahm an mehreren nationalen und internationalen Wettbewerben (Gruppe, Duo und Solist) teil und wurde bereits prämiert. Im Jahr 2014 wurde er als Solist zur Alliance Dance in Los Angeles eingeladen. 2016 und 2017 wurde er für die Teilnahme am Festival de Dança de Joinville ausgewählt, dem laut Guinnessbuch größten Tanzwettbewerb der Welt. Ein Jahr später wurde der junge Tänzer für den Youth American Grand Prix 2019 ausgesucht und erhielt ein Stipendium für die Vassiliev Academy of Classical Ballet (New York), die Joffrey Ballet School und die American Ballet School. Zu seinen einflussreichsten Dozentinnen und Dozenten zählen u.a. Ricardo Sheir, Maria Angélica Fiorani, Daphne Chequer, Ilara Lopes, Vladimir Ryabyakob, Toshie Kobayashi, Aurea Hammerli, Tauler Abrão, Pavel Kazarian, Maria Clara Salles, Eurico Justino, Ricardo Fernando, Adriana Vilela, Ana Koblova, Guivalde de Almeida, Araci de Almeida, Leonardo Quintão, Betiina Belomo, Ady Adoor und Andrey Vassiliev. Seit der Spielzeit 2019/20 ist er Mitglied im Stipendienprogramm des Thüringer Staatsballetts und tanzte bisher in den Produktionen Festhalten!, Tour de Danse, Spamalot, Eugen Onegin und Das Lied von der Erde. In der Spielzeit 2021/22 ist er unter anderem an der Neuproduktion Erzählte Erinnerungen beteiligt.

Felipe dos Santos Vasques

Felipe dos Santos Vasques

Eleve

Der brasilianische Tänzer Felipe Dos Santos Vasques erhielt zwischen 2010 und 2012 seine Grundausbildung am Studio de Dança Aracy de Almeida sowie der Fazendo Arte Escola de Danças, wo er unter der Leitung von Aracy de Almeida und Ginna Giorgetti geschult wurde. Anschließend war er Vollstipendiat an der Orlando Ballet School unter der Direktion von Robert Hill und konnte erste Bühnenerfahrung am Orlando Ballett II sammeln. Während dieser Zeit wurde er unter anderem von  Yan Chen, Joe Lynn Mann, Dierdre Miles Burger, Kim Marsh und Olivier Muñoz ausgebildet und erweiterte seine Fähigkeiten im modernen und zeitgenössischen Tanz. Ferner tanzte er hier erste Soli in Die kleine Meerjungfrau, Der Nussknacker, Peter (in Peter und der Wolf) und Les Sylphides, und wirkte in den Produktionen Romeo und Julia, Concerto in D, Huapango, Le Corsaire, Don Quijotte,  Vampire’s Ball, Carmina Burana sowie Händel und Gretel mit. Im Sommer 2015 führte ihn ein Praktikum und Stipendium in die USA an das Oklahoma City Ballet (Leitung: Robert Mills), wo er an den Produktionen Flames of Paris und Scheherazade beteilgt war. Im Anschluss daran reiste er nach Argentinien an das Ballet del Centro del (Leitung: Conocimiento Laura de Aira, Franco Cadelago) sowie an das Ballet Nacional Danza (Leitung: Iñaki Urlezaga). Dort war er unter anderem in Schwanensee, Paquita, Ultimo Tango, Giselle, Spartacus und La Traviata zu sehen. Im Jahr 2018 kehrte der junge Tänzer in sein Heimatland zurück und tanzte unter Inês Bogéa an der São Paulo Companhia de Dança, wo er auch mit Márcia Haydee, Giovanni di Palma und Lars Van Cauwnbergh arbeiten konnte. Im selben Jahr absolvierte er auch einen Tanzworkshop bei Denise Namura und Michael Bugdahn. Hier erweiterte er sein Repertoire zum Beispiel um Pulcinella, Petrichor, Raymonda Suite, Bernstein 100, La Sylphide und Pivô. Seit der Spielzeit 2019/20 gehört Felipe Dos Santos Vasques zum Stipendiatenprogramm des Thüringer Staatsballetts und war bisher in den Produktionen Forever Lennon, Festhalten!, Tour de Danse, Cabaret, Spamalot, Eugen Onegin, In der Strafkolonie und Das Lied von der Erde zu erleben. In der Spielzeit 2021/22 wirkt er unter anderem an der Neuproduktion Erzählte Erinnerungen mit.

Danila Kapustin

Danila Kapustin

Eleve

Der Litauer Tänzer Danila Kapustin begann seine Karriere mit dem Besuch der Nationalen Mikalojus-Konstantinas-Čiurlionis-Kunstschule in Vilnius, wo er intensiven Unterricht in Ballett, Modernem, historischen und Charaktertanz sowie Improvisation erhielt. Erste professionelle Erfahrungen führten ihn an das Litauische Opernballett. Nach vier Jahren wechselte er 2014 an die Staatliche Ballettschule Berlin, um seine tänzerischen Fähigkeiten zu verbessern und weitere Erfahrung auf den Bühnen der Welt zu sammeln. Hier hatte er die Möglichkeit, Choreographien von berühmten Choreographen wie Marco Goecke, Wayne McGregor, Mauro de Candia, Petr Zuska und Gregor Seyfert zu studieren. Außerdem tanzte er beim Staatsballett Berlin in Vorstellungen mit Daniil Simkin, Iana Salenko, Alejandro Virelles, Mikhail Kaniskin, Marian Walter, Yolanda Correa und Polina Semionova. Danila Kapustins tänzerisches Repertoire umfasst zahlreiche klassische und zeitgenössische Bühnenwerke, zum Beispiel Cinderella, Dornröschen, Coppélia, La Bayadère (Litauisches Nationaltheater für Oper und Ballett), Peter Pan, Paquita, Baltaragio Mills, The Four Seasons (Dance Theater Vilnius ), Der Nussknacker, La Sylphide (Deutsche Oper Berlin) sowie Der kleine Prinz und The Contemporaries in the Here and Now. Volume 2 (Staatsoper im Schillertheater). Daneben war er in Ballettgalas der Staatlichen Ballettschule Berlin zu erleben und gastierte u.a. an der Komischen Oper Berlin, der Oper Leipzig, in der Großen Show der Weihnachtslieder mit Stefanie Hertel (MDR), am Theater Chemnitz und am Theater Münster. Ferner absolvierte er ein Praktikum am Theater Magdeburg und nahm erfolgreich an Wettbewerben teil. So belegte Danila Kapustin 2016/2017 beim Ballett und Choreographie-Wettbewerb der Staatlichen Ballettschule Berlin bereits den ersten, zweiten und dritten Platz, den zweiten Platz des Sonderpreises Riga Spring 2019 und nahm 2017 in Prag am Eurovision Young Dancers teil. Im selben Jahr setzte er sein Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch fort. Seit der Spielzeit 2019/20 ist er Mitglied im Stipendienprogramm des Thüringer Staatsballetts und wirkte bisher in den Produktionen Festhalten!, Tour de Danse, Eugen Onegin und Das Lied von der Erde mit. In der Spielzeit 2021/22 tanzt er unter anderem in der Neuproduktion Erzählte Erinnerungen und ist sowohl als Nachwuchschoreograf als auch als Tänzer in Synergien zu sehen.

Felipe  Sales

Felipe Sales

Eleve

Der aus Brasilien stammende Tänzer Felipe Sales wurde von 2013 bis 2016 an der Company Paulista of Dance unter der Direktion von Adriana Assaf ausgebildet. Während dieses Zeitraums war er beispielsweise an klassischen Produktionen, wie Giselle, Schwanensee, Der Nussknacker, Don Quijotte, La Bayadère beteiligt und arbeitete mit Henriquie Talmah (Sônancias, Pra Sempre mais um dia) sowie Adriana Assaf (Entrelaços) zusammen. Im Jahr 2017 war er unter Direktor Vinicius Anselmo an der Intuição Ballet Company an dessen Choreografie Intuicao beteiligt. Ein Jahr darauf gastierte er an der São Paulo Dance Company unter der Leitung von Inês Bogéa in Schwanensee (Mario Galizzi) und Don Quijotte (Marcia Haydée). Weitere Stationen führten ihn 2019 an die Joffrey Ballet Company unter der Direktion von Ashley Wheater sowie 2020/21 ans Studio Thiago Soares unter Thiago Soares. Zu seinen besonders inspirierenden und einflussreichen Dozentinnen und Dozenten zählen beispielsweise Graça Sales, Boris Storojkov, Natalia Zemtchenkova, Laura Alonso, Herbet Caetano, Camila Ribeiro, Igor Vieira, Daniel Galarraga, Marlene Lago, Johny Almeida, Givanni Di Palma, Lars Van Cauwenbergh, Milton Coatti, Daphne Chequer, Alfredo Siqueira, Marina Ricci, Eduardo Bonnis, Brice Mousset, Marcela Zia, Yuri Possokhov, Brian Johnson, Raul Cassola, Nicolas Blanc, Suzanne Lopez, Thiago Soares, Sergio Lobato, Flávia Burlini und Rodolfo Saraiva. Seit der Spielzeit 2021/22 ist Felipe Sales Stipendiat des Thüringer Staatsballetts und tanzte bisher in den Produktionen Tour de Danse und Das Lied von der Erde mit. In der Spielzeit 2021/22 ist er unter anderem in der Neuproduktion Erzählte Erinnerungen zu sehen.

Victor Costa  Santos

Victor Costa Santos

Eleve

Der Brasilianer Victor Costa Santos wurde zwischen 2013 und 2016 an der Escola do Teatro Bolshoi no Brasil in klassischem und zeitgenössischem Tanz ausgebildet und erhielt dort ein Vollstipendium. In dieser Zeit studierte er zahlreiche Klassiker des Ballett-Repertoires, zum Beispiel Giselle, Don Quixote, Coppélia und Die Polowetzer Tänzer aus der Oper Fürst Igor. Außerdem erhielt er die Solo-Rolle im Tanz mit der Trommel in La Bayadère. Weitere Kreationen erarbeitete er unter Sabrina Lermen, Cosme Gregory, Luiz Bongiovanni, Philippe Tréhet, Jomar Mesquita und Igor Moiseyev. Ferner bildete sich Victor Costa Santos 2016 durch Tanzworkshops und Praktika weiter (z.B. Lamondance Studio in Kanada, Faces Ocultas Cia Dança). Im Jahr 2017 gewann er den ersten Preis als bester Tänzer bei der Susano Dance Competition und belegte den ersten Platz in der Kategorie ‚Senior Repertoire Group‘ beim Festival de Dança de Joinville, Brasilien. Beim selben Wettbewerb belegte er überdies den zweiten Platz in der Kategorie ‚Contemporary Group‘. Im selben Jahr ermöglichte ihm ein Stipendium der Tanzstiftung Bigit Keil die Fortsetzung seines Tanzstudiums an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Mannheim. Hier sammelte der junge Tänzer bis 2020 erste Bühnenerfahrungen in Produktionen wie Tartaroscka (Igor Moisseyev), Pathetique (Jorma Uotinen), Wir (Carlione dos Santos), Soireé Musicale (Kenneth Mcmillan), Teddy and Nora (Jonathan dos Santos), “Viva la Fiesta” (Silbe Back) sowie durch Einstudierungen von Agnes Noltenius, Bridget Breiner, Kinsun Chan, Lynne Charles, Terence Kohler und Guilherme Carola. Außerdem tanzte er am Badischen Staatstheater Karlsruhe in Romeo und Julia, Schwanensee und Der Nussknacker mit und war am Arbeitsprozess von Maria Stuart beteiligt. Als Nachwuchschoreograf schuf Victor Costa Santos seit 2014 bereits eigene Kreationen, unter anderem das Duo Sombra, die Soli The Only Way Out und Sucht sowie die Theaterstücke A Última Chamada  und Corredor do Medo. Seit der Spielzeit 2020/21 ist er Stipendiat im Elevenprogramm des Thüringer Staatsballetts und war bisher an Tour de Danse, Spamalot, Eugen Onegin und Das Lied von der Erde beteiligt. In der Spielzeit 2021/22 tanzt er unter anderem in der Neuproduktion Erzählte Erinnerungen.

Regina Genée

Regina Genée

Managerin und Dramaturgin

Regina Genée erlernte bereits in ihrer Kindheit das Klavierspiel, wirkte als Sängerin in unterschiedlichen Chören mit und erhielt später auch Gesangsunterricht für klassischen Sopran. Nach dem Abitur an einem musischen Gymnasium schloss sie 2010 erfolgreich eine Berufsausbildung zur Staatlich geprüften Fremdsprachenkorrespondentin in Englisch und Spanisch auf dem Fachgebiet Wirtschaft ab. Anschließend war sie spartenübergreifend als Hospitantin und Regieassistentin am Landestheater Coburg sowie an der Sommer Oper Bamberg tätig. An der Universität Bayreuth (Forschungsinstitut für Musiktheater Thurnau) erweiterte sie ihre Sprachkenntnisse um das (Alt-)Italienische und erwarb dort 2015 den B.A. in Musiktheaterwissenschaft, wobei sie abschließend Pablo Nerudas Dichtung in Daniel Catáns spanischsprachiger Oper Il Postino untersuchte. Während dieses Studiums führten sie mehrere Regiehospitanzen in die Opernhäuser in Leipzig, Halle, Dresden und Zürich, wo sie mit Regisseuren wie Anthony Pilavachi, Christian Schuller, Axel Köhler und Robert Carsen zusammenarbeitete. Ab der Spielzeit 2014/15 war Regina Genée für drei Jahre am Theater Augsburg in den Sparten Musiktheater und Ballett als Regie- und Dramaturgieassistentin beschäftigt. In dieser Zeit war sie in über 20 Neuproduktionen sowie Opernbälle, szenische Konzerte und Galas involviert und assistierte u.a. Peter Konwitschny, Ludger Engels, Søren Schuhmacher, John Dew, Nigel Lowery, Michaela Dicu und Christian Brey. Darüber hinaus betreute sie dramaturgisch mehrteilige Ballettproduktionen von international renommierten Choreografinnen und Choreografen wie Edward Clug, Lode Devos, Mario Schröder, Dominique Dumais, Krzysztof Pastor und Valentina Turcu sowie den Fotokalender Kunst-Werk-Tanz. Im Sommer 2019 schloss Regina Genée mit Auszeichnung das Masterstudium der Performativen und Intermedialen Musik- und Tanzwissenschaft als Stipendiatin der Paris Lodron Universität Salzburg ab, wobei sie in ihrer englischsprachigen Abschlussarbeit die experimentelle Musiktheaterreihe L'Africaine an der Oper Halle aus kulturwissenschaftlicher Perspektive (Decolonial Studies) erforschte. Seit der Spielzeit 2019/20 ist sie als Managerin und Dramaturgin des Thüringer Staatsballetts am Theater Altenburg Gera engagiert. Hier war sie bisher an der Realisierung des Gastspiels Piaf – La vie en rose am Opéra-Théâtre de Metz in Frankreich und dem ersten Ballettfestwochen-Intermezzo beteiligt, wirkte dramaturgisch an der Theaterball-Revue Kriminaltango – Ein mörderischer Spaß mit und arbeitete für den dreiteiligen Ballettabend Impulse mit Nanine Linning, Ihsan Rustem und Nils Christe zusammen. In der Spielzeit 2020/21 begleitete als Dramaturgin die Ballettgalas Tanz aus der Reihe, Tour de Danse und TanzLust. Im Sommer 2021 schloss Regina Genée das berufsbegleitende Kontaktstudium „Kulturmanagement Kompakt“ am Institut für Kulturmanagement der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg ab.

Maud Wachter-Trémeau

Maud Wachter-Trémeau

Trainings- und Ballettmeisterin

Die Französin Maud Wachter-Trémeau wurde 1972 in Salon de Provence geboren. Von 1981 bis 1984 wurde sie an der Tanzschule von Dominique Kalfon ausgebildet, bevor sie von 1984 bis 1988 ihre Ausbildung an der Nationalen Hochschule für Tanz in Marseille unter Roland Petit fortsetzte. Von 1988 bis 1991 war Maud Wachter Tänzerin des Nationalballetts Marseille, ebenfalls unter Roland Petit. Unter Uwe Scholz war sie von 1991 bis 2002 Mitglied des Leipziger Ballettensembles. Seit 2002 ist Maud Wachter zertifizierte Tänzerin durch das Diplôme d'Etat (Vgl. Staatsdiplom) an der Opéra National de Paris in Frankreich. Von 2003 bis 2004 war sie Ballettmeisterin und Ballettlehrerin am Pittsburgh Jugendballett in Pennsylvania (USA), danach bis 2010 an der California Conservatroy of Dance in Kalifornien (USA). 2008 wurde sie ABT-zertifizierte Trainerin durch das National Training Curriculum am American Ballet Theatre in New York. Von 2010 bis 2011 war sie Ballettlehrerin an der Ballettschule Cabriole Münsingen in der Schweiz. Als Tänzerin war sie an der Compagnie Danses de Cour Royale, am Leipziger Ballett unter Uwe Scholz und am Nationalballett Marseille engagiert und erarbeitete Stücke namhafter Choreografen wie Melissa Allen Bowman, Uwe Scholz, Roland Petit, Jiří Kylián, George Balanchine, John Cranko, Mario Schröder, Jean Pierre Aviotte uvm. Seit der Spielzeit 2012/13 ist sie als Trainings- und Ballettmeisterin am Thüringer Staatsballett engagiert. Zuletzt wirkte sie bei den Ballettgalas Tanz aus der Reihe, Tour de Danse und TanzLust sowie an der Musical-Produktion Mein Freund Bunbury mit.

Simona-Laura Hanga

Simona-Laura Hanga

Ballettrepetitorin

Simona-Laura Hanga stammt aus Rumänien, wo sie an der Musikhochschule und der Musikakademie Gheorghe Dima in Cluj-Napoca in den Fächern Klavier-, Vokal, Instrumentalmusik und Musikwissenschaft ausgebildet wurde. Ende der 1980er Jahre war sie drei Jahre lang als Gymnasiallehrerin für Musiktheorie und Chorgesang in der Stadt Bârlad tätig. Zwischen 1990 und 2000  war sie als Ballettrepetitorin an der École de Chorégraphie von Cluj-Napoca engagiert. Daneben sang sie ebenfalls in Cluj-Napoca im Stimmfach Mezzosopran beim Kammerchor Cappella Transilvanica und dem Philharmonischen Berufschor Transilvania mit. Unter Jens-Peter Urbich und Philipp Egli arbeitete sie anschließend für drei Spielzeiten als Ballettrepetitorin und Beleuchtungsinspizientin am Theater St. Gallen, wo sie ebenfalls als Sängerin im Opernchor mitwirkte. Von 2003 bis 2007 war Simona-Laura unter der künstlerischen Leitung von Henning Paar Ballettrepetitorin und musikalische Assistentin am Staatstheater Braunschweig. In der folgenden Spielzeit war sie dort unter Tanzdirektorin Eva-Maria Lerchenberg-Thöny ebenfalls als Ballettpianistin tätig. Im Anschluss war sie zehn Jahre lang am Theater Magdeburg unter Ballettdirektor Gonzalo Galguera als Ballettrepetitorin, musikalische Assistentin mit solistischen Aufgaben und Beleuchtungsinspizientin engagiert. In diesen Funktionen betreute sie während dieser Zeit u.a. die Produktionen Cinderella, Jekyll & Hyde, Manon Lescaut, Der Nussknacker, Don Quixote, Carmina Burana, Cuban Ouverture, Boléro, Romeo und Julia, La Sylphide, Le Sacre du Printemps, Iphigenie auf Tauris, Dornröschen, Coppélia, Wahlverwandtschaften, Le Corsaire, Raymonda sowie die deutsche Erstaufführung von Claude-Michel Schönbergs Ballett Wutering Heights nach dem Emily Brontës Roman Sturmhöhe im Jahr 2011. Seit August 2018 ist Simona-Laura am Thüringer Staatsballett als Ballettrepetitorin und –inspizientin tätig, wo sie bisher beispielsweise an Forever Lennon, Giselle, Festhalten!, Impulse, Das Lied von der Erde, Tanz aus der Reihe, Tour de Danse und TanzLust beteiligt war.