Daniel Hope

Foto: Harald Hoffmann

Der Geiger Daniel Hope ist seit 25 Jahren als Solist auf den Bühnen der Welt unterwegs. Der Gewinner des Europäischen Kulturpreises 2015 ist für seine musikalische Kreativität und für sein Engagement für humanitäre Zwecke weltweit  bekannt.  Seit  Beginn  der Saison  2016/17  ist  Daniel  Hope Musikdirektor  des  Zürcher  Kammerorchesters,  einem  Orchester,  welches seit seiner Kindheit eine besondere Bedeutung für Daniel Hope besitzt. Daniel Hope war Schüler des legendären Geigen-Pädagogen Zakhar Bron und  Yehudi  Menuhin,  der  ihn  auch  nach  seinem  Studienabschluss  1996 unterstützte.  Von  2002  bis  2008  war  Daniel  Hope  jüngsten  Mitglied  des legendären  Beaux-Arts  Trios,  mit  dem  er  in  allen  europäischen  und nordamerikanischen  Musikzentren  über  vierhundertmal  konzertierte.  DerBoston Globe bezeichnete diese Formation als „stärkste in der Geschichte des Trios“. Für  seine  inzwischen  mehr  als  25  Aufnahmen  erhielt  Daniel  Hope Auszeichnungen wie den Deutschen Schallplattenpreis, den französischen Diapason d’Ordes Jahres, den Edison Classical Award, den belgischen Prix Caecilia,   sieben   ECHO-Klassik-Preise   und   zahlreiche   Grammy-Nominierungen.  Seine  Aufnahme  des  Mendelssohn-Violinkonzertes  und -Oktetts bezeichnete die New York Times als eine der besten des Jahres. Die preisgekrönte  Aufnahme  von  Alban  Bergs  Violinkonzert  wählte  das Gramophone Magazine zur „top choice of all available recordings“. Die DG-Veröffentlichung von Max Richters Vivaldi Recomposed, die es auf Platz 1 der internationalen Klassik-Charts in 22 Ländern schaffte –gehört mit über 140.000 verkauften Exemplaren zu einer der meist-verkauften CDs eines klassischen Künstlers.
Daniel Hope tritt regelmässig in den bedeutenden Konzertsälen, wie z.B. in der Alten Oper Frankfurt, in der Carnegie Hall, dem Pariser Theatre-des-Champs-Elysés,   der   Londoner   Wigmore   Hall,   dem   Amsterdamer Concertgebouw,  auf.  Er  ist  regelmässiger  Gast  bei  allen  grossen internationalen Festspielen, u.a. BBC Proms, Lucerne Festival, Salzburger Festspiele,  Schleswig-Holstein  Musik Festival,  Festspiele  Mecklenburg-Vorpommern, wo er von 2011 bis 2013 künstlerischer Direktor war, Verbier Festival, Aspen Music Festival, Hollywood Bowl und Tanglewood. Seit 2004 ist er Associate Artistic Director des Savannah Music Festivals. Ab der Saison 2018/19 wird er als MusicDirector des New Century Chamber Orchestra  San  Francisco  jeweils  mehrere  Projekte  pro  Saison  mit  dem Orchester von der Geige aus leiten, nachdem er schon die vergangenen Jahre als Artistic Partner mit diesem Orchester verbunden war. Im  Herbst  2017  wurde  Hope  die  neu  geschaffene  Position  des Künstlerischen Leiters der Frauenkirche übertragen, zuständig ab 2019 für die  musikalische  Vermittlung  der  Botschaft  des  Gotteshauses,  sowie  das Verdienstkreuz am Bande der BundesrepublikDeutschland verliehen. Daniel Hope arbeitete mit Dirigenten wie Kurt Masur, Thomas Hengelbrock und  Christian  Thielemann  zusammen  und  spielt  mit  den  international renommiertesten  Orchestern  in  Boston,  Chicago,  Berlin,  Paris,  London, Barcelona, Los Angeles und Tokyo. Die  künstlerische  Vielseitigkeit  spiegelt  sich  auch  in  themenbezogenen Projekten  mit  Künstlern  wie  Klaus  Maria  Brandauer  oder  Sting  sowie  in Rundfunk-und Fernsehmoderationen wieder. So moderiert er seit Januar 2016 wöchentlich eine Sendung auf WDR3.
Seit  der  Saison  16/17  findet  im  Berliner  Konzerthaus  seine  Reihe „Hope@9pm“ statt. Als Gastgeber lädt Daniel Hope Talkgäste aus Kultur und Politik ein, um mit ihnen über ihre Beziehung zur Musik zu sprechen oder mit ihnen zu musizieren. Auch als Buchautor ist Daniel Hope erfolgreich. Er ist inzwischen Verfasser von vier Büchern, erschienen beim Rowohlt-Verlag, die alle in die deutschen Bestseller-Listen  kamen.  Sein  erstes  Buch  „Familienstücke“ –Eine Spurensuche -erzählt  die  Geschichte  seiner  weitverzweigten  Familie –seinen  jüdischen  Vorfahren.  Aus  diesem  Grund  legt  Daniel  Hope  auch grossen Wert darauf, bei Projekten jüdischer Komponisten mitzuwirken, wie z.B.  in  dem  Album Terezín mit  Anne-Sofie  Otter.  Er  ist  ausserdem Koproduzent  eines  Dokumentarfims  über  Theresienstadt  mit  dem  Titel Refuge in Musik, der 2013 bei DGG erschien. Anfang Oktober 2017 startete der von ARTE/NDR koproduzierte Kinofilm „DANIEL HOPE –Der Klang des Lebens“ in den europäischen Kinos. Kommunikation mit und für die Musik ist für Daniel Hope sehr wichtig und so engagiert er sich auch gesellschaftlich in Zusammenarbeit mit Live Music Now sowie Amnesty International. Er spielt die Guarneri del Gesù "Ex-Lipinski" von 1742, die ihm zur Verfügung gestellt wird. Seit Januar 2016 lebt Daniel Hope mit seiner Familie in Berlin.

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