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Nanine Linning

Foto: Annemoone Take

Nanine Linning studierte an der Rotterdamer Tanzakademie (CODARTS) und schloss ihr Studium mit dem Bachelor of Arts ab. Während ihrer Ausbildung assistierte sie William Forsythe und Dana Caspersen bei deren Tanzfilm From A Classical Position im Jahr 1999.
Von 2001 bis 2006 war Nanine Linning Hauschoreografin des Rotterdamer Scapino Balletts. Im März 2006 verließ Linning Scapino um sich ihrer eigenen, in Amsterdam gefestigten Stiftung zu widmen, mit der sie sich verstärkt auf die Kreation von Tanz, Oper, Musiktheater und Film ausrichtete. Neben der Entstehung von vier erfolgreichen Produktionen in dieser Zeit, widmete sie sich auch ihrem Forschungsprojekt ,Cortex‘ zum Thema emotional states of audiences gemeinsam mit 9 Neurowissenschaftlern, Neurobiologen und Neuropsychologen. Es folgte eine sehr dynamische und erfolgreiche Zeit (ab 2009) als künstlerische Leiterin der Tanzsparte am Theater Osnabrück, wo sie auch ihr Debut als Opern-Regisseurin im Jahr 2010 mit Puccinis Madama Butterfly feierte und später auch in den Fokus der TV-Medien rückte.
In der Spielzeit 2012/13 setzte Nanine Linning ihre Arbeit als Künstlerische Leiterin und Chefchoreografin der neugegründeten Dance Company Nanine Linning am Theater und Orchester Heidelberg fort. Ihre erste Heidelberger Produktion ZERO mit ungewöhnlichen Kostümen und Masken von Haute Couture-Designerin Iris van Herpen kam im Januar 2013 zur Uraufführung und wurde mit außerordentlichem Lob seitens des Publikums und der Presse bedacht. Die Dance Company Nanine Linning / Theater Heidelberg wurde eingeladen, die Mercedes-Benz Fashion Week in Amsterdam mit ZERO zu eröffnen. Die Süddeutsche Zeitung kürte die Company 2013 zur „Kompanie des Jahres“. Die Zeitschrift tanz widmete sich der Produktion und Kompanie in der Märzausgabe 2013 mit Titelbild und ausführlichem Artikel. Im Oktober 2013 gab die neue Tanzcompagnie Konzert Theater Bern mit der Schweizer Erstaufführung von ZERO ihren Einstand.
Nanine Linning erhielt für Ihr Schaffen zahlreiche Preise und Auszeichnungen.
Der Fernsehsender NPS bezeichnete sie 2007 als „Diva des Tanzes“, das Magazin Quote 2008 als „Business Woman des Jahres 2008“ und das Magazin Viva wählte sie im selben Jahr unter die 400 erfolgreichsten Frauen der Niederlande. Für die Choreografie von VOICE OVER wurde sie 2012 für den deutschen Theaterpreis Der FAUST nominiert, im darauffolgenden Jahr mit ZERO. In der Autorenumfrage von Die Deutsche Bühne war sie in den letzten Jahren mehrfach in der Kategorie „Herausragender Beitrag zur aktuellen Entwicklung des Tanzes“ und in der Saisonbilanz als eine der „bemerkenswertesten Choreografen“ genannt. Das Magazin tanz bedachte sie in der Kategorie „Choreografin des Jahres 2017“.
Nanine Linning verließ nach sechs Jahren ihre Heidelberger Wirkungsstätte im Sommer 2018, um sich neuen Herausforderungen zu stellen und ihre künstlerische Arbeit verstärkt über internationale Partnerschaften mit Theatern, Museen, Künstlern, Kompanien und Festivals fortzuführen. Im März 2019 schuf Nanine Linning die Choreographie REVOLT für das Stuttgarter Ballett im Rahmen des 100-jährigen Gründungsjubiläums des Bauhauses Weimar und der Weimarer Verfassung. Anlässlich der Opernfestspiele München kreierte Nanine Linning im Juli 2019 mit dem Bayerischen Staatsballett die Produktion DUO für 19 Tänzerinnen und Tänzer sowie 9 Musiker. Im September feierte ihre Kompanie in Amsterdam die Premiere des Stücks Endless Song of Silence.

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