Philharmonisches Orchester Altenburg Gera

Philharmonisches Orchester Altenburg Gera

Im Jahre 2001 verschmolzen die Landeskapelle Altenburg und das Philharmonische Orchester Gera zu einem Klangkörper, der sich heute unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Laurent Wagner der jahrhundertealten Musiktradition beider Städte tief verbunden fühlt. Schwerpunkte in den Philharmonischen Konzerten sind die reiche Musiktradition Mitteldeutschlands, die Musik des 20. Jahrhunderts, insbesondere Werke NS-verfolgter Komponisten sowie die Klassiker des 18. und 19. Jahrhunderts. Dabei wartet das Philharmonische Orchester Altenburg Gera mit interessanten Programmen auf, die auch außerhalb Ostthüringens große Beachtung finden. Rundfunkaufnahmen mit MDR KULTUR und Deutschlandfunk Kultur stärken die überregionale Wahrnehmung des Orchesters.
Neben renommierten Solisten wie Bernd Glemser, Antje Weithaas, Martin Funda oder Loïc Schneider, die in den vergangenen Spielzeiten gastierten, treten regelmäßig sehr begabte Nachwuchssolisten mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg Gera auf.
Kontinuierlich widmen sich die Musiker auch der Pflege der Kammermusik, vor allem in den seit 1985 fest im Spielplan etablierten sonntäglichen Foyerkonzerten in Gera bzw. den Kammerkonzerten in Altenburg. Unter den verschiedenen Formationen, die sich zum Musizieren zusammengeschlossen haben, sind besonders das Reußische Kammerorchester, das ensemble diX und die Thüringen Harmonie zu nennen.
2017/18 wurde das Philharmonische Orchester Altenburg Gera in das Förderprogramm Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland des Bundes aufgenommen, wodurch nun in den Jahren 2018 und 2019 das Projekt Zukunftsmusik ostwärts realisiert werden kann. Darüber hinaus besteht mit der durch den Freistaat Thüringen gemeinsam mit der Jenaer Philharmonie und dem Theater Altenburg Gera finanzierten Dualen Orchesterakademie Thüringen seit der Spielzeit 2018/19 ein besonders breit gefächertes und differenziertes Ausbildungsangebot für junge Musikerinnen und Musiker.

1. VIOLINE
Judith Eisenhofer, 1. Konzertmeisterin
Maximilian Hörmeyer, 1. Konzertmeister
Annegret Knoop, Stellv. 1. Konzertmeisterin
KM Claudia Ander-Donath, Stellv. 1. Konzertmeisterin
Egbert Funda, Vorspieler
Maria Holzer-Graf, Vorspielerin
Carsten Bernitz, Andrè Krumor, Claudia Klemm, Caliope Braumann-Badea, Markus Dreßler, Martina Nitzsche

2. VIOLINE
Anne-Sophie Kühne, Konzertmeisterin
Barbara Böhm, Stellv. Konzertmeisterin
Vasile Hanciu, Vorspieler
Christian Küstermann, Tino Purschke, Cornelia Rühling, Johannes Neupert, Sybille Maul, Anna Zaubzer

VIOLA
Jan Kögelmann, Solo-Viola
Eckart Mölle, Solo-Viola
Robert Hartung, Stellv. Solo-Viola
Christian Anghel, Louise Denis-Nesprias, Andreas Schenk, Heike Hanciu, Miguel Angel Lucas Lorenzo

VIOLONCELLO
N.N., Solo-Cello
Sylva Kopczak, Stellv. Solo-Cello
Jesús Antonio Clavijo Rojas, Vorspieler
Eckhard Becker, Ji In Choi, Viktoria Tater

KONTRABASS
Peter Nelson, Solo-Kontrabassist
Thomas Müller, Vorspieler
Dmytro Verykivsky, Vorspieler
Martina Kurth

FLÖTE
Andreas Knoop, Solo-Flötist
Kathrin Osten, Stellv. Solo-Flötistin
Matthias Hiekel, Solo-Piccoloflötist
Petra Patitz, Lydia Brunn

OBOE
Albrecht Pinquart, Solo-Oboist
Robert Matthes, Solo-Englischhornist und Stellv. Solo-Oboist 
Antje Rodenstein, Englischhornistin
Beonjum Kim

KLARINETTE
Hendrik Schnöke, Solo-Klarinettist
Uwe Knaust, Stellv. Solo-Klarinettist
Frank Raspel, Solo-Bassklarinettist
Harmen Coster, Karsten Hetzel

FAGOTT
Roland Schulenburg, Solo-Fagottist
Tobias Meier, Stellv. Solo-Fagottist
Michael Böhme, Solo-Kontrafagottist
Tini Gwosdz

HORN
Rainer Ossott, Solo-Hornist
Alexander Tschongov, Stellv. Solo-Hornist
Matthias Weigel, Olaf Jäger, Sybille Casper, Nikolaus Voglhofer

TROMPETE
Sascha Eilert, Solo-Trompeter
Tobias Hartel, Stellv. Solo-Trompeter
Volker Kley, Sebastian Böhner

POSAUNE
Torsten Margraf, Solo-Posaunist
Wolfram Brosinski, Stellv. Solo-Posaunist
Christian Ilg, Solo-Bassposaunist
Sebastian Andrae, Wechselposaunist

TUBA
Bernd Siebert, Solo-Tubist

PAUKE/ SCHLAGZEUG
Matthias Masur, Solo-Pauker 
Martin Burkhardt, Stellv. Solo-Pauker
Frank Thiem, Stellv. Solo-Pauker

HARFE
Liane Pinquart, Solo-Harfenistin

GMD Ruben Gazarian

GMD Ruben Gazarian

Generalmusikdirektor

Ruben Gazarian war von 2002 bis 2018 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn, wo er in  860 Konzerten und 26 CD-Produktione das Repertoire des renommierten Klangkörpers um zahlreiche Werke aus der Romantik, der frühen Moderne und der Avantgarde bereicherte. Für seine Verdienste während dieser langen Amtszeit wurde Gazarian im Juni 2018 mit der Goldenen Münze der Stadt ausgezeichnet.
Zusätzlich zur Chefposition in Heilbronn übernahm Ruben Gazarian Anfang 2015 die Künstlerische Leitung des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt, die er bis heute innehat.
Als Gastdirigent stand Ruben Gazarian u. a. am Pult des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR, des WDR-Sinfonieorchesters Köln, des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt, der Hamburger Symphoniker, des Staatsorchesters Kassel, des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, des Frankfurter Museumsorchesters, des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden, der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford, des Orchestre National de Lyon, des Jerusalem Symphony Orchestra, des Orchesters Rishon LeZion (Orchester der Oper Tel Aviv), des Tonkünstler Orchester Niederösterreich, des Wroclawer Philharmonischen Orchesters, des Belgrader Philharmonischen Orchesters und des Zürcher Kammerorchesters.
Erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet Ruben Gazarian mit so namhaften Solisten wie Khatia Buniatishvili, Gautier und Renaud Capuçon, Julia Fischer, Hilary Hahn, Maximilian Hornung, Sharon Kam, Katia & Marielle Labèque, Elisabeth Leonskaja, Sabine Meyer, Daniel Müller-Schott, Viktoria Mullova, Sergei Nakariakov, Gerhard Oppitz, Fazil Say, Emmanuel Tjeknavorian, Jean-Yves Thibaudet, Frank Peter Zimmermann, Beaux Arts Trio, Gewandhaus-Quartett und vielen anderen.
Im Alter von vier Jahren erhielt Ruben Gazarian den ersten Violinunterricht von seinem Vater. Es folgte eine Ausbildung an der Spezialmusikschule „P. I. Tschaikowsky“ und später am Konservatorium in Eriwan beim Primarius des berühmten Borodin-Quartetts Ruben Aharonian. Seine solistische Laufbahn begann Gazarian 1983 mit Recitals und Auftritten mit verschiedenen Kammer- und Sinfonieorchestern. Noch während des Studiums erhielt er einen Sondervertrag als Vorspieler und Solist des Staatlichen Kammerorchesters Armenien und war zeitgleich Geiger im Staatlichen Klaviertrio des Armenischen Rundfunks und Fernsehens. Im Jahr 1992 setzte Ruben Gazarian sein Violinstudium an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig fort und schloss es 1995 mit dem Konzertexamen ab. Noch im gleichen Jahr folgte ebenfalls an der Leipziger Musikhochschule ein Dirigierstudium, welches er 1998 mit Höchstnote absolvierte.
Nach mehrjähriger Tätigkeit (1993-1998) als Erster Konzertmeister des Westsächsischen Symphonieorchesters, wurde Ruben Gazarian 1999 zu dessen Chefdirigenten gewählt. Unmittelbar vor seinem Amtsantritt beim Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn im September 2002, wurde Gazarian zum Preisträger des 1. Solti Dirigentenwettbewerbs in Frankfurt am Main.
Eine umfangreiche und stets wachsende Diskografie dokumentiert die Bandbreite des Künstlers und seinen sicheren Umgang mit Werken verschiedenster Epochen und Stilrichtungen.

Seit Beginn der Spielzeit 2020/21 ist Ruben Gazarian Generalmusikdirektor am Theater Altenburg Gera.

Yury Ilinov

Yury Ilinov

Kapellmeister

Der in Wolgograd geborene Yury Ilinov begann seine Karriere als Konzertpianist und gewann als solcher einige Wettbewerbe, einschließlich des 2. Preises beim IV. S. Prokofjew Wettbewerb in Sankt Petersburg 2004. Nach dem Abschluss einer Ausbildung als Symphonie- und Operndirigent 2011 am Staatskonservatorium N. Rimski-Korsakow in Sankt-Petersburg wurde Ilinov Dirigent an der Wolgograder Staatsoper und eben dort zum Chefdirigenten ernannt. Diesen Posten hatte er zwischen 2012 und 2016 inne. 2016 bis 2018 arbeitete Ilinov als Dirigent der Philharmonie und Oper in Rousse, Bulgarien, 2018 bis 2019 dann als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung an der Nationalen Oper in Sofia, Bulgarien.
Ilinov dirigierte und spielte einige Premieren, z.B. die russische Nationalpremiere des Stabat Mater von K. Jenkins, die Weltpremiere des Klavierkonzertes von P. Morozow u. a. Außerdem orchestriert Ilinov Musik für großes Orchester, Kammerorchester und Kammerensembles.
Als Gastdirigent trat Ilinov bereits mit Sinfonieorchestern in Russland, Großbritannien, Argentinien, Ecuador, Südkorea und Bulgarien auf.
Von 2002 bis 2017 unterrichtete Yury Ilinov die Fächer Klavier, Orchester und Opernstudio an der Wolgograder Kunsthochschule. 2007 schloss er seine die Dissertation „Phonetische Charakteristiken der Sprache im Kunstgesang“ an der Wolgograder Staatsuniversität ab.
2011 gründete er das Wolgograder Kindersymphonieorchester, das das erste große reine Kindersinfonieensemble (70 junge Musiker) mit allen sinfonischen Instrumenten in Russland war und das zahlreiche Gastauftritte im In- und Ausland hatte.
 

Birgit Spörl

Birgit Spörl

Konzertdramaturgin und Musikpädagogin

Birgit Spörl wurde 1989 in Leipzig geboren. Ihre Musikbegeisterung brachte sie früh zur Klavier- und Kammermusik und zum klassischen Gesang. Zusätzlich zur praktischen Musik interessierten sie stets historische Entstehung und organisatorische Abläufe von Musik und Musizieren. Das Studium der Musik- und Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig von 2007 bis 2012 war darum für sie der selbstverständliche Weg, sich der Musik und Musikgeschichte von allen Seiten anzunähern. Studienbegleitend orientierte sie sich in den verschiedenen musikwissenschaftlichen Berufsfeldern, als Regiehospitantin an der Musikalischen Komödie Leipzig, als wissenschaftliche Hilfskraft am Bacharchiv Leipzig und dem Institut für Musikwissenschaft der Universität Leipzig, sowie als Museumspädagogin und Gästeführerin am Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig. Nebenbei pflegte sie die praktische Musik durch Mitwirkung im Leipziger Universitätschor, mit dem sie Konzertreisen nach Spanien, Lettland und Litauen unternahm, sowie durch die Gründung eines eigenen A-cappella-Ensembles. Längerfristige Praktika führten sie 2011/12 ans Musikinstrumentenmuseum der Galleria dell’Accademia in Florenz sowie 2013 zum Orchestermanagement am Gewandhaus zu Leipzig.
2013 nahm sie eine Stelle als wissenschaftliche Hilfskraft an der Robert-Schumann-Forschungsstelle in Düsseldorf an, wo sie an der Neuen Robert-Schumann-Gesamtausgabe mitwirkte und eine Dissertation zur Edition Robert Schumanns mehrstimmiger Lieder erarbeitete. Zudem betreute sie eine von der Forschungsstelle initiierte Wanderausstellung über internationale Kinderbücher zum Thema Robert und Clara Schumann, welche in den Schumann-Städten Zwickau, Dresden, Bonn und Düsseldorf gezeigt und durch musikalische Lesungen von Birgit Spörl präsentiert wurde.
Nach einigen Jahren fast ausschließlich wissenschaftlicher Tätigkeit wendet sie sich ab der Spielzeit 2018/19 als Musikpädagogin nun wieder der praktischeren und vermittelnden Tätigkeiten zu und kehrt gleichzeitig als Konzertdramaturgin zum intentionalen Ausgangspunkt ihrer musikwissenschaftlichen Laufbahn zurück, als Bindeglied zwischen der Musikpraxis und den historischen Hintergründen der Musik.