Kay Kuntze

Kay Kuntze

Generalintendant, künstl. Geschäftsführer, Operndirektor

Seit der Spielzeit 2011/12 ist Kay Kuntze Generalintendant und Künstlerischer Geschäftsführer, seit der Spielzeit 2012/13 auch Operndirektor am Theater Altenburg Gera.

Er studierte in Berlin an der Technischen Universität Mathematik und an der Hochschule der Künste Schulmusik, später Musik- und Theaterwissenschaft. Dann wechselte er an die Hochschule für Musik und Theater nach Hamburg. Dort erhielt er im von Prof. Götz Friedrich geleiteten Studiengang Musiktheater-Regie sein Diplom mit Auszeichnung. Anschließend war er Regieassistent u. a. an der Semperoper Dresden, der Komischen Oper Berlin und bei den Schwetzinger Festspielen. Festengagements führten ihn als Regieassistent an die Bühnen der Landeshauptstadt Kiel, als Spielleiter an die Deutsche Oper Berlin und als Chefregisseur ans Mittelsächsische Theater. Von 2002 bis 2012 war Kay Kuntze Künstlerischer Leiter der Berliner Kammeroper, die sich unter seiner Leitung auf die Erarbeitung zeitgenössischer Werke des Musiktheaters fokussierte, darunter viele Uraufführungen.

Als Dozent hat er u. a. im Studiengang Bühnenbild an der Technischen Universität Berlin und in den Opernklassen der Hochschule für Musik und Theater Leipzig und der Hochschule für Musik Weimar unterrichtet. Außerdem ist er als Juror gefragt, z. B. beim internationalen Gesangswettbewerb Kammeroper Schloss Rheinsberg, der Rheinsberger Opernwerkstatt und dem Bundeswettbewerb Gesang.
Im Deutschen Bühnenvereins ist er Mitglied im Tarifausschuss und stellvertretender Vorstands-Vorsitzender im Landesverband Thüringen. Außerdem ist er stellvertretender Vorsitzender im Fachausschuss des Bundeswettbewerb Gesang.

Bislang hat er im In- und Ausland etwa 90 Werke überwiegend im Musiktheater inszeniert, z. B. an Theatern in Berlin, Hamburg, Dresden, Bremen, Bremerhaven, Kiel, Lübeck, Bielefeld, Osnabrück, Cottbus, Altenburg/Gera, Potsdam, Schwerin; Bern, Linz, Innsbruck, Kaliningrad, Kopenhagen, Montpellier, Paris und Tel Aviv sowie für die Musikfestivals in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, die Kammeroper Schloss Rheinsberg und die Eutiner Festspiele. Häufig wurden Produktionen von Kuntze bei den Kritikerumfragen der „Opernwelt“ und der „Deutschen Bühne“ nominiert und mit Zuschauerpreisen ausgezeichnet.
Seine Inszenierung von Mieczysław Weinbergs Die Passagierin am Theater Altenburg Gera wurde in der Kategorie „Regie Musiktheater“ für den FAUST-Preis 2019 nominiert.

GMD Ruben Gazarian

GMD Ruben Gazarian

Generalmusikdirektor

Ruben Gazarian war von 2002 bis 2018 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn, wo er in  860 Konzerten und 26 CD-Produktione das Repertoire des renommierten Klangkörpers um zahlreiche Werke aus der Romantik, der frühen Moderne und der Avantgarde bereicherte. Für seine Verdienste während dieser langen Amtszeit wurde Gazarian im Juni 2018 mit der Goldenen Münze der Stadt ausgezeichnet.
Zusätzlich zur Chefposition in Heilbronn übernahm Ruben Gazarian Anfang 2015 die Künstlerische Leitung des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt, die er bis heute innehat.
Als Gastdirigent stand Ruben Gazarian u. a. am Pult des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR, des WDR-Sinfonieorchesters Köln, des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt, der Hamburger Symphoniker, des Staatsorchesters Kassel, des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, des Frankfurter Museumsorchesters, des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden, der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford, des Orchestre National de Lyon, des Jerusalem Symphony Orchestra, des Orchesters Rishon LeZion (Orchester der Oper Tel Aviv), des Tonkünstler Orchester Niederösterreich, des Wroclawer Philharmonischen Orchesters, des Belgrader Philharmonischen Orchesters und des Zürcher Kammerorchesters.
Erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet Ruben Gazarian mit so namhaften Solisten wie Khatia Buniatishvili, Gautier und Renaud Capuçon, Julia Fischer, Hilary Hahn, Maximilian Hornung, Sharon Kam, Katia & Marielle Labèque, Elisabeth Leonskaja, Sabine Meyer, Daniel Müller-Schott, Viktoria Mullova, Sergei Nakariakov, Gerhard Oppitz, Fazil Say, Emmanuel Tjeknavorian, Jean-Yves Thibaudet, Frank Peter Zimmermann, Beaux Arts Trio, Gewandhaus-Quartett und vielen anderen.
Im Alter von vier Jahren erhielt Ruben Gazarian den ersten Violinunterricht von seinem Vater. Es folgte eine Ausbildung an der Spezialmusikschule „P. I. Tschaikowsky“ und später am Konservatorium in Eriwan beim Primarius des berühmten Borodin-Quartetts Ruben Aharonian. Seine solistische Laufbahn begann Gazarian 1983 mit Recitals und Auftritten mit verschiedenen Kammer- und Sinfonieorchestern. Noch während des Studiums erhielt er einen Sondervertrag als Vorspieler und Solist des Staatlichen Kammerorchesters Armenien und war zeitgleich Geiger im Staatlichen Klaviertrio des Armenischen Rundfunks und Fernsehens. Im Jahr 1992 setzte Ruben Gazarian sein Violinstudium an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig fort und schloss es 1995 mit dem Konzertexamen ab. Noch im gleichen Jahr folgte ebenfalls an der Leipziger Musikhochschule ein Dirigierstudium, welches er 1998 mit Höchstnote absolvierte.
Nach mehrjähriger Tätigkeit (1993-1998) als Erster Konzertmeister des Westsächsischen Symphonieorchesters, wurde Ruben Gazarian 1999 zu dessen Chefdirigenten gewählt. Unmittelbar vor seinem Amtsantritt beim Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn im September 2002, wurde Gazarian zum Preisträger des 1. Solti Dirigentenwettbewerbs in Frankfurt am Main.
Eine umfangreiche und stets wachsende Diskografie dokumentiert die Bandbreite des Künstlers und seinen sicheren Umgang mit Werken verschiedenster Epochen und Stilrichtungen.

Seit Beginn der Spielzeit 2020/21 ist Ruben Gazarian Generalmusikdirektor am Theater Altenburg Gera.

Silvana Schröder

Silvana Schröder

Ballettdirektorin und Chefchoreografin

Silvana Schröder wurde 1969 in Finsterwalde geboren. Nach einer achtjährigen Tanzausbildung an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden bei Professor Gret Palucca, Professor Hanne Wandtke und Karin Sander folgte 1986 eine erste Zusammenarbeit mit Ruth Berghaus anlässlich der Eröffnung der Sächsischen Staatsoper Dresden. Ihr erstes Engagement trat sie 1987 im Ballettensemble der Bühnen der Stadt Gera an, wo sie ab 1988 Solotänzerin in verschiedenen Hauptrollen war, u. a. in Orpheus und EurydikeDer NussknackerLe Sacre du Printemps. Im Jahr 1989 begann Schröder ihre nebenberufliche Ausbildung als Choreografin an der Hochschule für Schauspielkunst und Regie „Ernst Busch“ in Berlin bei Prof. Dietmar Seyffert (Choreografie), Prof. Peter Jarchow (Musik) und Prof. Reiner Werner (Medizin), und schloss es 1994 mit Auszeichnung ab. Für ihre Choreografie Der Riß, in Zusammenarbeit mit ihrem Bruder Mario Schröder, wurde sie 1989 mit dem Darsteller- und Sonderpreis beim nationalen Choreografenwettbewerb in Dessau ausgezeichnet. Ab 1991 war sie außerdem unter der Leitung des Choreografen Prof. Uwe Scholz am Ballett der Oper Leipzig tätig. Zahlreiche Gastspiele mit dem Ballettensemble der Oper Leipzig führten sie u. a. nach Frankfurt am Main, Stuttgart, Luxemburg und Lissabon. 1995 kehrte Silvana Schröder schließlich nach Gera zurück, wo sie unter der Leitung des Ballettdirektors Martin Wende als Solistin engagiert war. Im selben Jahr erhielt sie den Förder- und Anerkennungspreis der Stadt Leipzig, sowie des Fördervereins der Oper Leipzig. Von 2000 bis 2003 war sie am Theater Altenburg-Gera Ballettdirektorin und Chefchoreografin, bevor sie acht Jahre lang freiberuflich als Choreografin und Opernregisseurin arbeitete. In der Spielzeit 2011/12 wurde Silvana Schröder wieder Ballettdirektorin und Chefchoreografin am Theater Altenburg Gera, vormals Theater & Philharmonie Thüringen. Während dieser Zeit erarbeitete sie bereits 13 Ballettabende mit dem Ensemble und den seit 2018/19 existierenden Nachwuchstänzerinnen und -tänzern des Elevenprogramms des Thüringer Staatsballetts, z.B. Freaks, ZeitPunkt, Schwarzer Schwan, KeimZeit, Mercutios Geheimnis, Waiting Room, Piaf – La vie en rose, Dracula, Eine infernalische Reise/ Letzte Lieder, Liberace – Glitzer, Schampus und Chopin, Giselle sowie  Forever Lennon. Seit 2017 unterrichtet sie auch als Honorar-Professorin an der Ballettakademie des Shengyang Conservatory of Music in China, wodurch ein interkultureller Austausch mit dem Thüringer Staatsballett gefördert wird. 2018 erklärte der Theaterverein Schröder zum Ehrenmitglied. Mit ihrem Repertoire gastierte das Thüringer Staatsballett bereits häufig im In – und Ausland, zum Beispiel in Frankreich und China. Auch ist das Ensemble immer wieder auf vielen Bühnen in ganz Deutschland im Rahmen von Ballettgalas präsent. In der Spielzeit 2020/21 wird sie die Neukreationen Corpus und Da Vinci auf die Bühne bringen.

Sabine Schramm

Sabine Schramm

Leiterin Puppentheater

Sabine Schramm erwarb ihr umfangreiches akademisches Wissen durch ein breit gefächertes künstlerisches, sozial- und wirtschaftswissenschaftliches Studium.

Mit großem Erfolg arbeitet sie seit vielen Jahren als diplomierte Schauspielerin und Figurenspielerin bei internationalen Festivals und an staatlichen, deutschen Bühnen, u. a. an der Staatsoper Stuttgart, den Städtischen Bühnen Magdeburg, der Expo 2000 Hannover, dem Chiemgauer Opernfestival, dem Landestheater Tübingen, dem Theater Regensburg,  dem Volkstheater Rostock und dem Saarländischen Staatstheater Saarbrücken.

Als Personalentwicklerin M.A. beschäftigt sie sich mit der Kausalität von menschenfreundlicher, kompetenzfördender, nach modernen Maßstäben ausgerichteter Personalführung an der Institution Theater und der dadurch konsequent bedingten, wissenschaftlich bewiesenen Zeit- und Kosteneinsparung des Unternehmens. Für ihre wissenschaftliche Arbeit zu diesem Thema wurde Sie im Oktober 2011 mit dem Fleischmann-Preis für akademische Exzellenz ausgezeichnet.

Als Dozentin wurde sie an die Ludwigs-Maximilian-Universität München (Homiletik), die Universität des Saarlandes (Grundlagen des Figurenspiels), die Technische Universität Kaiserslautern (Bildhermeneutik), die staatliche Musikhochschule Regensburg (szenischer Unterricht für Sänger) und an die Akademie für Darstellende Kunst Regensburg (Rollen- und Szenenstudium für Schauspieler) berufen.
Mehrfach coachte sie Schauspielkollegen im Umgang mit Figuren, zuletzt am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken.
Als Theaterpädagogin arbeitet sie sowohl in der Lehrerfortbildung als auch mit Kindern, Jugendlichen und behinderten Menschen.
Darüber hinaus unterrichtet und gestaltet sie Rhetorikseminare für unterschiedliche Institutionen und Zielgruppen.

In zahlreichen eigenen Produktionen beweist sie Ihre Kreativität und künstlerische Ausdruckskraft in der Verbindung von Figurentheater mit Schauspiel, Musiktheater oder Tanztheater. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht der Mensch und seine Beziehung zur Umwelt, zur Kunst und zu sich selbst.

„Sabine Schramm hat die ungeheure Gabe, Geschöpfen ein Eigenleben mit auf den Weg zu geben, das Grenzen zwischen Illusion und Realität mit Witz und Charme überschreitet. Ohne Zweifel eine begnadete Person, denn ihr kann so schnell keiner unter dem Segel durchrutschen. Schramm hat hier ein wunderbares Stück Theater abgeliefert, in dem die Bootsplanken nur so tanzen. Trotz Sturm und anderen Unbilden findet hier eine Zwitter-Geschichte zwischen Klon und Fakt eine Lösung, die vielleicht unter dem Stichwort ‚kongenial’ abzuheften wäre.“

Mittelbayerische Zeitung, 26.06.2010 „Bayerische Theatertage NEWS“
 

Felix Eckerle

Felix Eckerle

Chefdramaturg

Felix Eckerle wurde 1970 in Karlsruhe geboren. Nach dem Abitur und Zivildienst absolvierte er ein Magister-Studium in den Fächern Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft und Kunstgeschichte in seiner Geburtsstadt und studierte Kulturmanagement an der FernUni Hagen. Parallel zum Studium gründete und leitete er sechs Jahre das thespis theater e.V. in Karlsruhe.

Er sammelte als Regieassistent u. a. an der Dresdner Semperoper, dem Schauspiel Frankfurt und dem Theater Baden-Baden erste Berufserfahrung, bevor er 1998, zunächst als Regieassistent, ab 2001 dann als Musikdramaturg (Musiktheater, Ballett, Konzerte) fest am Mainfranken Theater Würzburg engagiert wurde. Dort initiierte er zahlreiche Projekte anlässlich des 1300-jährigen Stadtjubiläums 2004. In Würzburg betreute er nebenberuflich 2004 und 2005 auch das renommierte Mozartfest dramaturgisch. Von 2004 bis 2008 war Felix Eckerle als Dramaturg am Stadttheater Fürth engagiert. Überregionales Aufsehen erlangten vor allem zahlreiche Uraufführungen anlässlich des 1000-jährigen Stadtjubiläums.
Zur Spielzeit 2009/10 trat Felix Eckerle ein Festengagement als Musikdramaturg (Musiktheater und Konzerte) bei Theater&Philharmonie Thüringen an. Im August 2011 übernahm er die Funktion des Chefdramaturgen.

Regelmäßig arbeitet Eckerle auch als Regisseur. In Würzburg inszenierte er die Opern Der Campiello und Der Liebestrank. In Fürth führte er u. a. bei den Opern Aus der Welt (Uraufführung; Auftragswerk zum 1000-jährigen Stadtjubiläum), Das Tagebuch der Anne Frank, Die sieben Todsünden und Der Kaiser von Atlantis Regie. In Gera inszenierte er 2010 erneut die Mono-Oper Das Tagebuch der Anne Frank, sowie 2013 die Kirchenoper Noahs Flut und 2016 das Kammermusical Die letzten fünf Jahre.