Christine Zeides

Christine Zeides ist lebhaft seit 1995 und in Bünde (NRW) aufgewachsen. Sie zog anschließend nach Berlin und schloss dort ein Studium der Humanmedizin an der Berliner Charité ab; seitdem ist sie als HNO-Assistenzärztin tätig. 
2021 begann sie ihr Studium der Zeitgenössischen Puppenspielkunst an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch (Abschluss 2025), wo sie unter anderem mit Claudia Luise Bose, Matthias Thieme, Magda Lena Schlott, Moritz Sostmann und Rodrigo Umseher zusammenarbeitete. Mit ihrem freien Vordiplomstück Der Meteor, das 2024 gemeinsam mit Christopher Breust entstand, war sie auf zahlreichen Gastspielen unterwegs. 

Neben dem Spiel widmet sie sich intensiv dem Thema Puppenbau und forscht zur puppenspezifischen Bühnengestaltung. Während ihres Studiums erhielt sie Unterricht in Werkstattlehre bei Ingo Mewes und Jonathan Gentilhomme und absolvierte u.a. ein Praktikum bei Christian Werdin, um das Schnitzen von Holzmarionetten zu vertiefen. 
 
Seit ihrem Studienabschluss 2025 ist Christine Zeides freischaffend in Berlin tätig und initiiert eigene Projekte. 2026 entstand mit TARO.CAPA.X - eine Langzeitbelichtung eine Stückentwicklung über das Thema Kriegsfotografie, in welchem die Biografie von Robert Capa und Gerda Taro mit Interviewausschnitten zeitgenössischer KriegsfotografInnen collagiert werden. Für die Schaubude Berlin entwickelte sie 2025 eine Puppenadaptation von Max Frischs Biedermann und die Brandstifter mit kleinen Drahtfiguren und Schattenspiel. 2026 erfolgte zudem die Gründung der studentischen Gruppe "Cie. laut&schief", die seitdem mit dem Improformat OKE KARA! - das Puppenkaraoke die Schnittstelle von Puppenperformance, Philosophie und Metaphysik auslotet. Ihre themenspezifischen Late-Night-Formate wurden zu verschiedenen Festivals eingeladen.
 
Immer wieder sucht Christine Zeides nach spartenübergreifenden Spielkonzepten. So entstand 2023 in Kooperation mit dem Cantamus-Chor Berlin ein Abend zu Kafkas Der Bau, in dem Chor und Großpuppe aufeinandertreffen. 2024 konzipierte sie gemeinsam mit Christian Schruff (rbb radio3) ein Kinderkonzert des Deutschen Symphonie-Orchesters zu Bartoks Der holzgeschnitzte Prinz mit Großpuppen. 

Ihre erste Zusammenarbeit mit dem Puppentheater Gera war die Bühnen- und Puppenausstattung für das Kinderstück Stück Boris, Babette und lauter Skelette (2025). Des Weiteren spielt sie aktuell als Gast in der Puppentheater-Produktion Gehen.Kommen.BLEIBEN! Für den Abend Warte mal! (2026) erarbeitete sie eine Marionetten-Szene mit Melis Teichert und lieferte dazu Mini-Marionette und Puppenbühne. In der Spielzeit 2026/2027 entwickelte sie gemeinsam mit dem Puppenspieler Christopher Breust die Inszenierung Der Schimmelreiter nach Theodor Storm; hier war sie verantwortlich für Regie, Textfassung und Gesamtausstattung.

 

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