Miku Sophie Kühmel wurde 1992 in Gotha geboren. Sie studierte kurz in New York und länger in Berlin, wo sie heute lebt und arbeitet – als Schriftsteller:in und Podcast-Dramaturg:in. Nach Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften erschien 2019 ihr Debütroman Kintsugi, für den Miku 2019 mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung und dem „aspekte"-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Außerdem qualifizierte sie sich für die Shortlist des Deutschen Buchpreises im gleichen Jahr. Sie erhielt unter anderem Stipendien vom Alfred-Döblin-Haus der Akademie der Künste. 2022 erschien ihr zweiter Roman Triskele, mit dem Miku 2023 für den Clemens-Brentano-Preis nominiert war. Um die Veröffentlichung ihrer ersten Anthologie Brüste gemeinsam mit Linus Giese herum erhielt sie die Möglichkeit zu mehreren Residenzaufenthalten wie in Reykjavík (mit dem Goethe-Institut Dänemark) oder Wien (mit dem Museumsquartier). Es folgte der Einstieg in die Theaterwelt über ein Stipendienprogramm des Deutschen Theaters Berlin, in dessen Rahmen Miku Atelierautor:in in der Spielzeit 2024/2025 war. Ihr erstes Stück Fellwechsel feierte so im großen Haus des DT im Rahmen der Autor:innentheatertage Premiere und wurde positiv besprochen. Seither vertritt Fischer Theater Mikus Texte für die Bühne. Einen Monat später, im Juli 2025, veröffentlichte Miku ihren dritten und neuesten Roman Hannah, einen Montage-Roman über die aus Gotha stammende dadaistische Künstlerin Hannah Höch und deren langjährige Partnerin Til Brugman. Der Roman wurde besonders gut im Feuilleton aufgenommen, in den Worten der FAZ: „Kühmel gibt Hannah Höch die Hälfte ihres Lebens zurück.“ Im Lauf der Spielzeit 2025/2026 recherchierte Miku in Gera über Monate und führte Interviews mit Menschen aus der Region, um Material für das dokumentarisch-biografische Objekttheaterstück Gehen. Kommen. BLEIBEN! zu sammeln, dessen Textfassung sie daraus entwickelte.