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Christoph Brech wurde 1964 in Schweinfurt geboren und absolvierte nach dem Abitur eine Gärtnerlehre. Von 1989 bis 1995 studierte er Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1998 drehte er seinen ersten Videofilm „Soap“. Seitdem ist Videokunst – neben Fotografie und Installationen – zum bevorzugten Ausdrucksmittel des Künstlers geworden.
Brechs Werk beschäftigt sich mit den Themen Zeit, Vergänglichkeit und Erinnerung. Musik und die Möglichkeit ihrer Visualisierung faszinieren ihn. In diesem Zusammenhang arbeitete er mit den Sängern Christoph Prégardien und Andreas Scholl sowie mit den Dirigenten Christoph Poppen (2001), Mariss Jansons (2006) und Kirill Petrenko (2016–17).
Er erstellte die Videosequenzen zu Dantes Höllenfahrt, für Georg Friedrich Händels Oratorium Israel in Egypt und zu Olivier Messiaens „Quatuor pour la fin du temps“ für das Nikolaus-Kopernikus-Planetarium in Nürnberg (2012). Sein Regiedebüt gab er mit „Eine Alpensinfonie“ von Richard Strauss, das 2016 beim Rheingau Musik Festival im Kurhaus Wiesbaden uraufgeführt wurde.
Brech war von 2003 bis 2004 Artist in Residence in Montrèal, Kanada; 2006 erhielt er ein Stipendium für die Villa Massimo in Rom. In diesem Jahr gewann er den Will-Grohmann-Preis der Akademie der Künste, Berlin. 2008 vertrat Christoph Brech Deutschland in der internationalen Videoausstellung „Mutations II/Moving Stills“. 2018 wurde mit dem Kunstpreis Berlin in der Sparte Film- und Medienkunst ausgezeichnet. 2018 war er Ehrengast im Centro Tedesco di Studi Veneziani. Für die Heilig-Kreuz-Kirche in München schuf Brech 2019 sieben hellblaue Fenster, die über 1.000 Röntgenaufnahmen des menschlichen Brustkorbs zeigen. „Tausend Flügel“ wurde 2020 mit dem Artheon Kunstpreis ausgezeichnet.
Christoph Brech lebt in München.
(Quelle: https://www.christophbrech.com)